Kloster Hillersleben

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Kirche des ehemaligen Klosters Hillersleben

Das Kloster St. Laurentius im sachsen-anhaltischen Hillersleben war ein Kloster des Benediktinerordens. Heute ist es Teil der Straße der Romanik.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kloster Hillersleben wurde vermutlich in der zweiten Hälfte des 10. Jahrhunderts als Nonnenkloster gegründet. Nachdem es um das Jahr 1000 unter Kaiser Otto III. bei einem Einfall der Slawen zerstört worden war, ließ Erzbischof Gero von Magdeburg das Kloster 1022 als erzbischöfliches Eigenkloster neu errichten. 1096 wurde es von Bischof Herrand von Halberstadt durch Benediktinermönche aus Ilsenburg besiedelt. 1577 schloss sich der Konvent der Augsburgischen Konfession an. 1628–1632 wurde das Kloster noch einmal katholisch, danach nahm es das Magdeburger Domkapitel in Besitz. 1687 wurde das Klostergut in eine Domäne umgewandelt.

Das ehemalige Benediktinerkloster Hillersleben

1935 ging die Domäne an die Deutsche Heeresverwaltung über, 1945 übernahmen die sowjetischen Streitkräfte die Klosterdomäne. 1951 wurde sie schließlich im Zuge der Bodenreform an die Neubauern in Hillersleben übergeben.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Otto Lager: Zur Geschichte des Klosters Hillersleben. In: Zeitschrift des Vereins für Kirchengeschichte der Provinz Sachsen (und des Freistaates Anhalt) Bd. 30 (1934)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Rudi Fischer: 800 Jahre Calvörde – Eine Chronik bis 1991

Koordinaten: 52° 16′ 23″ N, 11° 29′ 18″ O