Knockin’ on Heaven’s Door (Lied)

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Knockin’ on Heaven’s Door
Bob Dylan
Veröffentlichung 13. Juli 1973
Länge 2:32
Genre(s) Folk-Rock
Autor(en) Bob Dylan
Label Columbia Records
Album Pat Garrett & Billy the Kid

Knockin’ on Heaven’s Door ist eines der bekanntesten Stücke von Bob Dylan, das er für das Album Pat Garrett & Billy the Kid, dem Soundtrack des gleichnamigen Films aus dem Jahr 1973, geschrieben hat. Der Text bezieht sich auf die Gefühle des alternden Sheriffs Baker, der angeschossen wird und im Beisein seiner Frau den Tod erwartet. 2004 wurde der Song von Vertretern der Musikbranche auf Platz 190 gewählt, die Musikzeitschrift Rolling Stone nahm ihn in die Liste der 500 besten Rocksongs aller Zeiten auf.

Coverversionen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ursprünglich wurde das Lied als relativ langsamer Song aufgenommen, der zwischen Folk und Soul steht und eine der herausragendsten Leistungen Dylans als Lyriker und Musiker darstellt. Danach wurde Knockin’ on Heaven’s Door in vielen Geschwindigkeiten und Stilrichtungen gecovert, wobei die bekanntesten Versionen wohl die von Eric Clapton aus dem Jahr 1975 und die von Guns N’ Roses aus dem Jahr 1991 sind.

Mit Dylans Einverständnis schrieb der aus Dunblane stammende Musiker Ted Christopher eine neue Strophe für den Song, in Erinnerung an die beim Schulmassaker 1996 in Dunblane ums Leben gekommenen Kinder und ihre Lehrerin. Die Aufnahme, in der Mark Knopfler Gitarre spielt und Brüder und Schwestern der Opfer den Refrain singen, erreichte Platz 1 der britischen Hitparade; die Erlöse gingen an Kinderhilfswerke.

Eine Besonderheit stellt der Song Rise der Sängerin Gabrielle dar. Er basiert auf einem von Bob Dylan autorisierten Sample von Knockin’ On Heaven’s Door und nutzt das Harmoniefundament dieses Songs.

Angelehnte Projekte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die deutsche Kabarettgruppe Herbert Knebels Affentheater parodierte das Stück unter dem Titel Nackend am Baggerloch. Mike Krüger veröffentlichte eine Version unter dem Titel Nack-, nack-, nackig an der Himmelstür. Die deutsche Band Quietschboys sang Nag-, nag-, naggisch middm hadde Roer im hessischen Dialekt. Eine plattdeutsche Version mit eigenem Text (Lockiget Hoor) veröffentlichte die Chansonsängerin, Kabarettistin und Entertainerin Ina Müller auf ihrer CD Die Schallplatte-nied opleggt (2009), die ausschließlich plattdeutsche Coverversionen internationaler Hits enthält. Die Erlangener Fun-Metal-Band J.B.O. schrieb das 10-Sekunden-Lied Knockin’ on Heaven’s Door, das aus nichts weiter als einem fünfmaligen Anklopfen („Knockin’“) besteht.

1997 erschien zudem der Film Knockin’ on Heaven’s Door, der von zwei Krebskranken handelt, die kurz vor ihrem Lebensende noch einmal das Leben genießen.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]