Mark Knopfler

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Mark Knopfler, 2006
Mark Knopfler, 2006
Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Alben[1]
Local Hero (Soundtrack)
  UK 14Silber 16.04.1983 (11 Wo.)
Cal – Original Soundtrack
  UK 65 20.10.1984 (3 Wo.)
The Princess Bride (Original Soundtrack)
  US 180 31.10.1987 (1 Wo.)
Neck and Neck (mit Chet Atkins)
  DE 61 11.03.1991 (7 Wo.)
  UK 41Gold 24.11.1990 (11 Wo.)
  US 127 03.11.1990 (25 Wo.)
Golden Heart
  DE 5 08.04.1996 (28 Wo.)
  AT 8 07.04.1996 (16 Wo.)
  CH 3 Gold 07.04.1996 (24 Wo.)
  UK 9 Gold 06.04.1996 (17 Wo.)
  US 105 13.04.1996 (12 Wo.)
Sailing to Philadelphia
  DE 1 Platin 09.10.2000 (36 Wo.)
  AT 2 Gold 08.10.2000 (13 Wo.)
  CH 1 Platin 08.10.2000 (25 Wo.)
  UK 4 Gold 07.10.2000 (16 Wo.)
  US 60Gold 14.10.2000 (22 Wo.)
The Ragpicker’s Dream
  DE 4 Gold 14.10.2002 (16 Wo.)
  AT 9 13.10.2002 (8 Wo.)
  CH 5 Gold 13.10.2002 (15 Wo.)
  UK 7 Gold 12.10.2002 (5 Wo.)
  US 38 19.10.2002 (6 Wo.)
Shangri-La
  DE 3 Gold 11.10.2004 (17 Wo.)
  AT 14 10.10.2004 (6 Wo.)
  CH 7 Gold 10.10.2004 (9 Wo.)
  UK 11Silber 09.10.2004 (4 Wo.)
  US 66 16.10.2004 (6 Wo.)
The Best Of – Private Investigations (Dire Straits & Mark Knopfler)
  DE 36 18.11.2005 (5 Wo.)
  AT 44 18.11.2005 (10 Wo.)
  CH 15 20.11.2005 (15 Wo.)
  UK 203-fach-Platin 19.11.2005 (48 Wo.)
All the Roadrunning (mit Emmylou Harris)
  DE 3 Gold 05.05.2006 (23 Wo.)
  AT 8 05.05.2006 (9 Wo.)
  CH 1 Gold 07.05.2006 (18 Wo.)
  UK 8 Gold 06.05.2006 (8 Wo.)
  US 17 13.05.2006 (20 Wo.)
Real Live Roadrunning (mit Emmylou Harris)
  DE 44 24.11.2006 (3 Wo.)
Kill to Get Crimson
  DE 2 28.09.2007 (24 Wo.)
  AT 10 28.09.2007 (6 Wo.)
  CH 3 Gold 30.09.2007 (13 Wo.)
  UK 9 Silber 29.09.2007 (5 Wo.)
  US 26 06.10.2007 (7 Wo.)
Get Lucky
  DE 2 Gold 25.09.2009 (31 Wo.)
  AT 10 25.09.2009 (7 Wo.)
  CH 5 27.09.2009 (11 Wo.)
  UK 9 Silber 26.09.2009 (5 Wo.)
  US 17 03.10.2009 (8 Wo.)
Privateering
  DE 1 Gold 14.09.2012 (13 Wo.)
  AT 1 14.09.2012 (14 Wo.)
  CH 2 16.09.2012 (13 Wo.)
  UK 8 Silber 15.09.2012 (5 Wo.)
  US 65 28.09.2013 (1 Wo.)
Tracker
  DE 1 Gold 27.03.2015 (23 Wo.)
  AT 1 Gold 27.03.2015 (13 Wo.)
  CH 2 Gold 22.03.2015 (22 Wo.)
  UK 3 Silber 28.03.2015 (14 Wo.)
  US 14 04.04.2015 (3 Wo.)
Altamira (mit Evelyn Glennie)
  DE 68 29.04.2016 (2 Wo.)
  CH 36 01.05.2016 (2 Wo.)
Down the Road Wherever
  DE 3 23.11.2018 (22 Wo.)
  AT 4 30.11.2018 (9 Wo.)
  CH 1 25.11.2018 (21 Wo.)
  UK 17 29.11.2018 (6 Wo.)
  US 15 01.12.2018 (1 Wo.)
Singles[1]
Going Home (Theme of ‘Local Hero’)
  UK 56 12.03.1983 (3 Wo.)
Darling Pretty
  DE 75 08.04.1996 (10 Wo.)
  UK 33 16.03.1996 (2 Wo.)
Cannibals
  AT 40 28.07.1996 (1 Wo.)
  UK 42 25.05.1996 (2 Wo.)
What It Is
  DE 81 02.10.2000 (9 Wo.)
  CH 38 24.09.2000 (14 Wo.)
Why Aye Man
  DE 79 07.10.2002 (1 Wo.)
  CH 85 06.10.2002 (3 Wo.)
Boom, Like That
  CH 54 26.09.2004 (3 Wo.)
  UK 34 02.10.2004 (2 Wo.)

Mark Freuder Knopfler OBE (* 12. August 1949 in Glasgow) ist ein britischer Gitarrist, Sänger und Songwriter. Der mehrfache Grammy-Gewinner war Kopf und Mitgründer der Rockgruppe Dire Straits, mit der er weltweit bekannt wurde. Auch solo ist er erfolgreich. Mit insgesamt etwa 120 Millionen verkauften Tonträgern zählt er zu den „Best-selling music artists“ der Musikgeschichte.[2] Er gehört zu den bekanntesten E-Gitarristen der Welt und schrieb Soundtracks für mehrere Filme.[3][4]

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark Knopfler, 1979

Mark Knopflers ungarisch-jüdischer Vater Erwin Knopfler (1909–1993)[5] war Architekt, seine jüdische Herkunft und Sympathien für den Kommunismus zwangen ihn 1939 zur Flucht aus dem faschistischen Ungarn. Knopflers englische Mutter Louisa Mary Knopfler war Lehrerin.

Mark Knopfler wurde im schottischen Glasgow geboren und zog im Alter von sieben Jahren mit seinen Eltern in das im Nordosten Englands gelegene Blyth, die Heimatstadt seiner Mutter. Als Teenager lernte er das Gitarrespielen und begann nach der Schulzeit für die Yorkshire Evening Post in Leeds zu schreiben. Zusammen mit gelegentlichen Auftritten in Clubs konnte er damit sein Journalistikstudium an der University of Leeds finanzieren, das er 1973 abschloss.[6] Später war Knopfler auch Dozent am Loughton College in Leeds. In London gründete er 1977 mit seinem Bruder David Knopfler, dem Bassisten John Illsley und dem Schlagzeuger Pick Withers die Band Dire Straits. Der Name der Gruppe, der „ernste Notlage“ bedeutet, bezieht sich auf die damals schwierige finanzielle Situation der Band.

1978 erschien das Album Dire Straits, das mit Sultans of Swing auch gleich den ersten Hit enthielt. In den folgenden Jahren kristallisierte sich Mark Knopfler als Kopf der Band heraus. Bis auf Bassist Illsley wechselten die Bandmitglieder mehrfach. Wichtigster musikalischer Begleiter für Knopfler wurde Guy Fletcher, der 1985 Mitglied der Dire Straits geworden war und ihn bei seinem Nebenprojekt The Notting Hillbillies und allen Soloalben unterstützte.

Mit dem Soundtrack zu dem Film Local Hero veröffentlichte Knopfler 1983 sein erstes Soloalbum. Doch er blieb Mitglied der Dire Straits, die 1985 mit dem Album Brothers in Arms ihren größten Erfolg hatten. Ihr nächstes und zugleich letztes Studioalbum (On Every Street) erschien erst 1991. Nach der anschließenden Tour konzentrierte sich Knopfler auf seine Solokarriere, mit der er nahtlos an die Erfolge mit Dire Straits anknüpfte.

Neben seinen Aufnahmen unter eigenem Namen bzw. mit den Dire Straits war Knopfler auch Gastmusiker und Produzent. Er arbeitete unter anderem mit bekannten Country-Musikern wie seinem Vorbild[7] Chet Atkins, Emmylou Harris oder John Anderson, aber auch mit Eric Clapton, Van Morrison, Randy Newman und Sting zusammen. Für Tina Turner schrieb er den Song Private Dancer und verhalf ihr damit 1984 zu ihrem Comeback. Für Bob Dylan produzierte Knopfler 1983 das Album Infidels.

In erster Ehe war er mit einer Jugendfreundin verheiratet. Aus seiner zweiten Ehe mit Lourdes Salomone stammen Zwillingssöhne. Mark Knopfler lebt relativ zurückgezogen mit seiner dritten Frau Kitty Aldridge, einer englischen Schauspielerin, und den beiden gemeinsamen Töchtern in Notting Hill.

Solokarriere[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mark Knopfler und Emmylou Harris, 2006

Nach den Jahren mit Dire Straits widmete sich Knopfler seiner Solokarriere. 1994 und 1995 nahm er in Dublin und London das Album Golden Heart auf, das seiner Frau Kitty Aldridge gewidmet ist. Spitzenmusiker wie der aus Chicago stammende Gitarrist Richard Bennett, Bassist Glenn Worf, Pianist Jim Cox und Schlagzeuger Chad Cromwell unterstützten ihn bei den Aufnahmen. Außerdem begleitete ihn sein Dire-Straits-Kollege Guy Fletcher. Später wurde diese Besetzung die „96ers“ genannt. Alle genannten Musiker spielen mindestens zwei Instrumente und haben sich in der Nashville-Szene, also eher im Country-Bereich, einen Namen gemacht. Auf dem Album Golden Heart hat Knopfler auch einige Titel mit irischen Folkmusikern, unter anderem Dónal Lunny, Liam O’Flynn, Seán Keane und Máirtin O’Connor, aufgenommen (beispielsweise das Intro von Darling Pretty, A Night in Summer Long Ago oder Done With Bonaparte). Anstatt einer ausgedehnten Tournee wie zu Dire-Straits-Zeiten folgte 1996 eine kleine Tour durch Europa.

Von 1996 bis 1998 tourte er mit den Notting Hillbillies wieder durch Großbritannien. Außerdem schrieb er in diesen Jahren die Soundtracks für die Filme Metroland und Wag the Dog. Im Gedenken an die Opfer des Schulmassakers in der schottischen Stadt Dunblane vom 16. März 1996, bei dem in der Dunblane Primary School 16 Schüler und ihr Lehrer getötet wurden, nahm Ted Christopher mit einem Schülerchor aus Dunblane und Mark Knopfler an der Sologitarre den Bob-Dylan-Klassiker Knockin’ on Heaven’s Door neu auf, bei der Christopher eine neue Strophe passend zur Tragödie schrieb. Mit dieser Aufnahme wurden gleichzeitig Spenden gesammelt, die einem neuen Gemeindezentrum der Stadt zugutekamen. Im September 1997 fand in der Londoner Royal Albert Hall ein Benefizkonzert für die Insel Montserrat statt, wo Knopfler mit den Dire Straits ihr erfolgreichstes Album Brothers in Arms aufgenommen hatte. Knopfler spielte eigene Stücke und unterstützte andere Musiker wie Eric Clapton, Phil Collins, Sting und Paul McCartney an der Gitarre.

Von 1998 bis 2000 nahm Knopfler Sailing to Philadelphia mit der Hitsingle What It Is in Nashville auf. Das Album war in den Hitparaden erfolgreich: in Österreich kam es auf Platz 2, in Deutschland auf Platz 1. Sailing to Philadelphia unterschied sich sehr von Knopflers zuvor erschienenen Alben. Bis auf wenige Ausnahmen wie What It Is oder Silvertown Blues sind die meisten Lieder vom Country-Stil geprägt. Auf dem Album finden sich auch Duette mit James Taylor und Van Morrison. 2001 folgte eine Tournee, die Knopfler erstmals nach Südamerika führte.

Im Jahr 2000 schrieb er den Soundtrack für den Film A Shot at Glory. Im selben Jahr zog sich Ed Bicknell als sein Manager (er war auch Manager der Dire Straits gewesen) zurück. Seine Aufgabe übernahm Paul Crockford. Im Juli 2002 gab Knopfler vier Wohltätigkeitskonzerte, bei denen er sich im ersten Teil der Auftritte mit den Notting Hillbillies wiedervereinte und im zweiten Teil mit Musikern der Dire Straits (John Illsley am Bass, Chris White am Saxophon und Danny Cummings am Schlagzeug) spielte. The Ragpicker’s Dream – wieder in Nashville aufgenommen – war noch countrylastiger als der Vorgänger. 2003 musste Knopfler allerdings die Tournee für das Album wegen eines Motorradunfalls absagen.

Im Februar 2004 begann Knopfler in Los Angeles mit den Aufnahmen zu Shangri-La. Das Titelstück Our Shangri-La drückt Knopflers Dankbarkeit dafür aus, dass bei seinem Motorradunfall nichts Schlimmeres passiert war. Die Textzeile „This is all the heaven we’ve got, right here where we are“ soll daran erinnern, das Leben zu schätzen und zu genießen. Eine limitierte DVD zeigt das Making of der Platte mit Interviews der Band. 2005 folgte eine weitere große Tournee, die ihn erstmals seit 1992 wieder nach Australien führte.

Mark Knopfler, 2006

Von 1999 bis 2005 hatte Knopfler einige Titel mit der Country-Sängerin Emmylou Harris aufgenommen. Diese Songs wurden zu einem Duett-Album mit dem Titel All the Roadrunning zusammengestellt, das im April 2006 veröffentlicht wurde. Danach gingen die beiden auf Tournee durch Europa und die USA. 2006 war Knopfler auch zweimal in Deutschland zu sehen. Im Rahmen seiner Konzertreise An Evening of Duets mit Emmylou Harris spielte er im 2006 in der Color Line Arena in Hamburg und im Juni in der Frankfurter Festhalle. Auf dieser Tour wurde er von Richard Bennett (Rhythmusgitarre), Glenn Worf (Bass und Backgroundgesang), Matt Rollings (Keyboards und Backgroundgesang), Guy Fletcher (Keyboards und Backgroundgesang), Danny Cummings (Schlagzeug) und Stuart Duncan (Fiddle, Mandoline und Akustikgitarre) begleitet. Zu dieser Tournee erschien im November 2006 eine Live-DVD und eine Live-CD mit dem Titel Real Live Roadrunning.

Mark Knopfler, 2013

Im September 2006 gab Knopfler ein Benefiz-Konzert in der amerikanischen Stadt Boothbay im Bundesstaat Maine für die Rettung des alten Opernhauses am Boothbay Harbor. Er spielte mit Guy Fletcher (Keyboards und Gitarre), Richard Bennett (Gitarre) und Glenn Worf (Bass) ohne Schlagzeuger. Dafür waren in dem knapp zwei Stunden langen Auftritt Titel von seinen Soloalben dabei, die Knopfler bis dahin nicht live gespielt hatte. Im Mai 2007 wurde eine Neuaufnahme der Dire-Straits-Ballade Brothers in Arms veröffentlicht, die daran erinnern sollte, dass sich 2007 der Falklandkrieg zum 25. Mal jährte. Die Einnahmen unterstützten bedürftige Veteranen des Krieges. Knopfler nahm diese neue Version in den Abbey Road Studios in London in einer „One-Take-Session“ auf.[8]

Im Winter 2006/2007 und Frühling 2007 arbeitete Knopfler mit Guy Fletcher, Glenn Worf und Danny Cummings in London an seinem Soloalbum Kill to Get Crimson, das im September 2007 veröffentlicht wurde. Es ist ein ruhiges Album, das viele Texte mit Handlungen oder historischem Hintergrund präsentiert. Der Titelsong Let It All Go mit der Textzeile „kill to get crimson“ handelt beispielsweise von einem Maler, der Menschen töten will, um an die Farbe Purpur zu kommen. Auf dem Album sind unter anderem Akkordeon, Violine und Flöte zu hören. Auch Saxophonist Chris White war erneut mit von der Partie und ist bei dem Song In the Sky zu hören. Anschließend ging Knopfler auf Promotion-Tour für das neue Album und spielte in kleinen Konzerthallen einstündige „Showcases“. Die Tournee zum Album Kill to Get Crimson startete Ende März 2008 in Amsterdam. Die Setlist enthielt vom Album nur die Titel True Love Will Never Fade und The Fish and the Bird.

Im Winter 2008/2009 ging Knopfler erneut ins Studio, um mit dem Team, mit dem er bereits Kill to Get Crimson eingespielt hatte, ein neues Album aufzunehmen. Es erschien im September 2009 unter dem Namen Get Lucky. Die anschließende Get Lucky Tour führte 2010 durch Nordamerika und Europa. Im Oktober 2011 begann Knopfler in Dublin mit Bob Dylan eine gemeinsame Europatournee. Beide Musiker spielten mit ihrer Band jeweils ihre eigenen Konzerte nacheinander. Je weiter die Tour fortschritt, umso mehr arbeitete Knopfler sich in das Programm von Dylan ein, so dass Knopfler als Höhepunkt des Abends gemeinsam mit Dylan auf der Bühne stand und einige von Dylans Songs auf der Gitarre begleitete.

Im August 2012 wurde das Doppelalbum Privateering, veröffentlicht.[9] Es folgte eine Europatournee von April bis Juli; im Oktober 2013 gab er vier Konzerte in den USA.[10][11] Sein achtes Soloalbum, Tracker, erschien im März 2015. Auch hier schloss sich eine Tournee durch Europa und Nordamerika an.[12] 2018 veröffentlichte er sein neuntes Soloalbum Down The Road Wherever, das er gemeinsam mit Guy Fletcher produziert hat. Die erste Single Back on the Dancefloor sei wahrscheinlich der beste Song, den Knopfler seit etwa dreißig Jahren geschrieben habe, urteilte Richard Kämmerlings.[13]

Musikalische Einflüsse und Stil[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Knopfler ist Linkshänder, spielt seine Gitarre aber wie Paul Simon wie ein Rechtshänder.[14]

Musikalisch wurde Knopfler in seiner Jugend, wie er im Oktober 2004 in einem Interview mit dem österreichischen Radiosender Ö3 erzählte, stark von dem Gitarristen der Band The Shadows, Hank Marvin, beeinflusst. Da dieser eine rote Fender Stratocaster spielte, musste Knopflers erste Gitarre auch rot sein. Der Vergleich der Gitarre bei dem Song Atlantis von den Shadows mit den Stücken Our Shangri-La und Everybody Pays auf Knopflers Album Shangri-La zeigt, wie sehr ihn Marvins Sound inspiriert hat. Der US-amerikanische Musiker J. J. Cale zählt ebenfalls zu seinen Einflussquellen.

Charakteristisch, neben seiner rauchigen Stimme, ist seine Art des Gitarrenspiels, bei dem die Saiten der E-Gitarre mit den Fingern angeschlagen oder gezupft werden. Mark Knopfler zählt zu einer Minderheit von E-Gitarristen, die (fast) ohne Plektrum spielen. Für „Notfälle“ hat er, wie er sagt, ein Plektrum dabei, das er dann für ein sogenanntes Hybridpicking einsetzt. Ein charakteristisches Merkmal seiner Gitarrensoli ist das bewusste „Stolpern auf dem Griffbrett“ – ein sehr schnelles und kontrolliertes, stark asynkopisches Versetzen einzelner Töne innerhalb der Melodie, ohne dabei aus dem Takt zu geraten. Ein weiteres Merkmal ist, beim Anschlag der Saite den Lautstärkeknopf aufzudrehen.

Für gewöhnlich spielt Knopfler eine Fender Stratocaster. Fender widmete ihm ein eigenes rotes Signature-Modell names „Hot Rod Red“.[15] Daneben spielt Knopfler auch andere Gitarren wie Gibson Les Paul, National Style O, Schecter, Gretsch oder Rickenbacker, auf der Shangri-La-Tournee 2005 auch Instrumente von Danelectro und Silvertone. Eine seiner bevorzugten Live-Gitarren ist die MK-II aus dem Hause Pensa-Suhr. Die „zweitliebste Gitarre“ eine 1937 National Style “O” guitar, die er etwa für das Stück Romeo and Juliet verwendete und die auch auf dem Cover des Dire-Straits-Albums Brothers in Arms abgebildet ist.[16]

Der Rolling Stone listete Knopfler 2011 auf Rang 44 der 100 besten Gitarristen aller Zeiten. In einer Liste aus dem Jahr 2003 hatte er Rang 27 belegt.[17][18]

Diskografie (Solokarriere)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zusammenarbeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1990 – Neck and Neck (mit Chet Atkins) (UK: Silber)
  • 1990 – Missing…Presumed Having A Good Time (mit The Notting Hillbillies)
  • 2005 – The Booze Brothers by Brewers Droop (mit Dave Edmunds, Wiederveröffentlichung)
  • 2006 – All the Roadrunning (mit Emmylou Harris)
  • 2006 – Real Live Roadrunning (mit Emmylou Harris)

Filmmusik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kompilationen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2005 – The Best Of – Private Investigation (mit den Dire Straits)
  • 2015 – Greatest Hits

Singles[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1984 – Comfort and Joy
  • 1989 – Last Exit to Brooklyn
  • 1993 – Wonderful Land (mit Hank Marvin)
  • 1996 – Darling Pretty
  • 1996 – Cannibals
  • 1996 – Rüdiger
  • 2000 – What It Is
  • 2001 – Sailing to Philadelphia (mit James Taylor)
  • 2001 – Silvertown Blues
  • 2002 – Why Aye Man
  • 2002 – Quality Shoe
  • 2004 – Boom, Like That
  • 2005 – The Trawlerman's Song
  • 2006 – This Is Us (mit Emmylou Harris)
  • 2006 – Beachcombing (mit Emmylou Harris)
  • 2007 – True Love Will Never Fade
  • 2007 – Punish the Monkey (US Download Release)
  • 2009 – Border Reiver
  • 2012 – Corned Beef City
  • 2015 – Beryl

Videoalben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 1996 – A Night in London (als VHS, DVD und Laserdisc (Japan) erschienen)
  • 2006 – Real Live Roadrunning (DVD mit Emmylou Harris) (DE: Gold)

Mark Knopfler wirkt auch des Öfteren bei Aufnahmen anderer bekannter Künstler mit. 1979 und 1983 arbeitete er mit Bob Dylan für die Platten Slow Train Coming und Infidels zusammen. Sein unverwechselbarer Gitarrensound ist auch bei dem Song It’s Money That Matters (1988) von Randy Newman zu hören. Bereits 1982 fand eine Zusammenarbeit mit Van Morrison zu seinem Album Beautiful Vision statt. Mark Knopfler ist dort bei den Songs Cleaning Windows und Aryan Mist zu hören. Auch Gerry Rafferty nahm für sein vorletztes Album Another World bei drei Titeln seine Dienste in Anspruch. Mit dem Slide-Gitarristen Sonny Landreth spielte Knopfler einige Male bei Studioaufnahmen, im Gegenzug steuerte Landreth einige Gitarrenparts für Knopflers Album Golden Heart bei. Außerdem nahm Mark Knopfler 2004 zusammen mit John Fogerty den Song Nobody's Here Anymore auf und spielte bei Bill Wyman Sologitarre für dessen Song Disappearing Nightly.

Auszeichnungen für Musikverkäufe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Silberne Schallplatte

  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 1982: für die Autorenbeteiligung und Produktion Private Investigations (Dire Straits)
    • 2015: für die Autorenbeteiligung und Produktion Romeo and Juliet (Dire Straits)
    • 2016: für die Autorenbeteiligung und Produktion Brothers in Arms (Dire Straits)

Goldene Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2000: für das Album Sailing to Philadelphia
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2002: für das Album The Ragpicker’s Dream
    • 2004: für das Album Shangri-La
    • 2010: für das Album Get Lucky
    • 2011: für das Album Kill to Get Crimson
    • 2015: für das Album Tracker
    • 2018: für die Autorenbeteiligung und Produktion Sultans of Swing (Dire Straits)
    • 2019: für die Autorenbeteiligung und Produktion Money for Nothing (Dire Straits)
    • 2019: für die Autorenbeteiligung und Produktion Walk of Life (Dire Straits)
  • FinnlandFinnland Finnland
    • 2000: für das Album Sailing to Philadelphia
  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2003: für das Album The Ragpicker’s Dream
  • ItalienItalien Italien
    • 2011: für das Album Get Lucky
    • 2015: für das Album Privateering
    • 2017: für die Autorenbeteiligung und Produktion Money for Nothing (Dire Straits)
    • 2018: für die Autorenbeteiligung und Produktion Walk of Life (Dire Straits)
  • KanadaKanada Kanada
    • 1979: für die Autorenbeteiligung und Produktion Sultans of Swing (Dire Straits)
    • 1985: für die Autorenbeteiligung und Produktion Money for Nothing (Dire Straits)
    • 1996: für das Album Golden Heart
    • 2001: für das Album Sailing to Philadelphia
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 1994: für das Album Screenplaying
    • 2000: für das Album Sailing to Philadelphia
    • 2012: für das Album Privateering
  • NiederlandeNiederlande Niederlande
    • 1994: für das Album Neck and Neck
    • 1996: für das Album Golden Heart
    • 2003: für das Album The Ragpicker’s Dream
  • NorwegenNorwegen Norwegen
    • 1996: für das Album Golden Heart
  • PolenPolen Polen
    • 2007: für das Album Kill to Get Crimson
    • 2009: für das Album Get Lucky
    • 2019: für das Album Down the Road Wherever
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2002: für das Album The Ragpicker’s Dream
    • 2005: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich
    • 2018: für die Autorenbeteiligung und Produktion Sultans of Swing (Dire Straits)
    • 2019: für die Autorenbeteiligung und Produktion Money for Nothing (Dire Straits)
    • 2019: für die Autorenbeteiligung und Produktion Walk of Life (Dire Straits)

2× Goldene Schallplatte

  • FrankreichFrankreich Frankreich
    • 2000: für das Album Sailing to Philadelphia

Platin-Schallplatte

  • AustralienAustralien Australien
    • 2013: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • BelgienBelgien Belgien
    • 2000: für das Album Sailing to Philadelphia
    • 2012: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • DanemarkDänemark Dänemark
    • 2001: für das Album Sailing to Philadelphia
    • 2005: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • EuropaEuropa Europa
    • 1997: für das Album Golden Heart
    • 2007: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • ItalienItalien Italien
    • 2017: für das Album The Best Of – Private Investigations
    • 2019: für die Autorenbeteiligung und Produktion Romeo and Juliet (Dire Straits)
  • NeuseelandNeuseeland Neuseeland
    • 2005: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • NorwegenNorwegen Norwegen
    • 2003: für das Album The Ragpicker’s Dream
    • 2007: für das Album All the Roadrunning
    • 2010: für das Album Get Lucky
  • PolenPolen Polen
    • 2015: für das Album Tracker
    • 2016: für das Album Privateering
    • 2018: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • PortugalPortugal Portugal
    • 2006: für das Album The Best Of – Private Investigations[19]
  • SchwedenSchweden Schweden
    • 2000: für das Album Sailing to Philadelphia
  • SpanienSpanien Spanien
    • 2005: für das Album The Best Of – Private Investigations

2× Platin-Schallplatte

  • EuropaEuropa Europa
    • 2001: für das Album Sailing to Philadelphia
  • IrlandIrland Irland
    • 2005: für das Album The Best Of – Private Investigations
  • ItalienItalien Italien
    • 2019: für die Autorenbeteiligung und Produktion Sultans of Swing (Dire Straits)
  • NiederlandeNiederlande Niederlande
    • 2000: für das Album Sailing to Philadelphia

3× Platin-Schallplatte

  • NorwegenNorwegen Norwegen
    • 2001: für das Album Sailing to Philadelphia

Anmerkung: Auszeichnungen in Ländern aus den Charttabellen bzw. Chartboxen sind in ebendiesen zu finden.

Land/Region Silver record icon.svg Silber Gold record icon.svg Gold Platinum record icon.svg Platin Verkäufe Quellen
AustralienAustralien Australien (ARIA) 0! S 1 1 105.000 aria.com.au
BelgienBelgien Belgien (BEA) 0! S 0! G 2 80.000 ultratop.be
DanemarkDänemark Dänemark (IFPI) 0! S 8 2 315.000 ifpi.dk DK2 DK3 DK4 DK5 DK6
DeutschlandDeutschland Deutschland (BVMI) 0! S 7 1 925.000 musikindustrie.de
EuropaEuropa Europa (IFPI) 0! S 0! G 4 (4.000.000) ifpi.org
FinnlandFinnland Finnland (IFPI) 0! S 1 0! P 33.786 ifpi.fi
FrankreichFrankreich Frankreich (SNEP) 0! S 3 0! P 300.000 infodisc.fr snepmusique.com
IrlandIrland Irland (IRMA) 0! S 0! G 2 30.000 irishcharts.ie
ItalienItalien Italien (FIMI) 0! S 4 4 305.000 fimi.it
KanadaKanada Kanada (MC) 0! S 4 0! P 225.000 musiccanada.com
NeuseelandNeuseeland Neuseeland (RMNZ) 0! S 3 1 37.500 nztop40.co.nz
NiederlandeNiederlande Niederlande (NVPI) 0! S 3 2 300.000 nvpi.nl
NorwegenNorwegen Norwegen (IFPI) 0! S 1 6 240.000 ifpi.no
OsterreichÖsterreich Österreich (IFPI) 0! S 2 0! P 30.000 ifpi.at
PolenPolen Polen (ZPAV) 0! S 3 3 90.000 bestsellery.zpav.pl
PortugalPortugal Portugal (AFP) 0! S 0! G 1 20.000 siehe Einzelnachweise
SchwedenSchweden Schweden (IFPI) 0! S 2 1 140.000 sverigetopplistan.se
SchweizSchweiz Schweiz (IFPI) 0! S 6 1 110.000 hitparade.ch
SpanienSpanien Spanien (Promusicae) 0! S 0! G 1 80.000 promusicae.es
Vereinigte StaatenVereinigte Staaten Vereinigte Staaten (RIAA) 0! S 1 0! P 500.000 riaa.com
Vereinigtes KonigreichVereinigtes Königreich Vereinigtes Königreich (BPI) 10 8 3 3.610.000 bpi.co.uk
Insgesamt 10 57 35

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach Mark Knopfler wurde die auf Madagaskar entdeckte Dinosaurierart Masiakasaurus knopfleri benannt. 2015 wurde ein Asteroid nach ihm benannt: (28151) Markknopfler.

Aus Protest gegen Razzien und Repressionen russischer Behörden gegen Menschenrechtler von Amnesty International und Human Rights Watch sagte Knopfler 2013 zwei Konzerte in Moskau und St. Petersburg ab.[20]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Charts DE Charts AT Charts CH Charts UK Charts US
  2. Vgl. Facts – Schweizer Nachrichtenmagazin 2000
  3. Greatest Guitar Players (englisch) buzzle.com. Abgerufen am 26. September 2015.
  4. 100 Greatest Guitarists (englisch) rollingstone.com. 23. November 2011. Abgerufen am 26. September 2015.
  5. siehe Seite über Erwin Knopfler auf Chessscotland, abgerufen 2. September 2018
  6. Mark Knopfler News: Mark Knopfler Authorized Biography (2002) (Memento des Originals vom 25. Januar 2012 auf WebCite) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.mark-knopfler-news.co.uk
  7. Hannes Fricke: Mythos Gitarre: Geschichte, Interpreten, Sternstunden. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-020279-1, S. 91.
  8. New version, Brothers in Arms single – SAMA release (englisch) MarkKnopfler.com. Abgerufen am 26. September 2015.
  9. www.rollingstone.de: Kritik zum Album.
  10. Informationen zur Europa-Tournee 2013 auf Mark Knopflers Website, abgerufen am 28. Januar 2014
  11. Informationen zur USA-Tournee 2013 auf Mark Knopflers Website, abgerufen am 28. Januar 2014
  12. Current Tour. Mark Knopfler Official Website.
  13. https://www.welt.de/kultur/pop/article183840650/Mark-Knopflers-neues-Album-Das-ist-fast-schon-tanzbar.html
  14. gibson.com: Left-Handed Guitarists: the Famous and the Facts (Memento des Originals vom 6. Oktober 2015 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.gibson.com
  15. Electric Guitars. fender.com. Archiviert vom Original am 10. Dezember 2012. Abgerufen am 26. September 2015.
  16. Die Sechs Gitarren von MK Porträt auf openculture.com, englisch, abgerufen am 3. September 2014
  17. 100 Greatest Guitarists of All Time. Rolling Stone, 18. Dezember 2015, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  18. 100 Greatest Guitarists of All Time – David Fricke’s Picks. Rolling Stone, 2. Dezember 2010, abgerufen am 8. August 2017 (englisch).
  19. Platin für The Best Of – Private Investigations in Portugal
  20. Zeit online dpa Newsticker Leute: Mark Knopfler sagt aus Protest gegen Razzien russische Konzerte ab (Memento des Originals vom 14. März 2016 im Internet Archive) i Info: Der Archivlink wurde automatisch eingesetzt und noch nicht geprüft. Bitte prüfe Original- und Archivlink gemäß Anleitung und entferne dann diesen Hinweis.@1@2Vorlage:Webachiv/IABot/www.zeit.de, abgerufen am 5. April 2013

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Mark Knopfler – Sammlung von Bildern