Dunblane

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Dunblane
schottisch-gälisch Dùn Bhlàthain
Dunblane Cathedral
Dunblane Cathedral
Koordinaten 56° 11′ N, 3° 58′ W56.188888888889-3.9638888888889Koordinaten: 56° 11′ N, 3° 58′ W
Dunblane (Schottland)
Dunblane
Dunblane
Bevölkerung 8811 Zensus 2011
Verwaltung
Post town DUNBLANE
Postleitzahlen­abschnitt FK15
Vorwahl 01786
Landesteil Scotland
Lieutenancy Area Stirling and Falkirk
Council area Stirling
Britisches Parlament Stirling
Schottisches Parlament Clackmannanshire and Dunblane

Dunblane ist eine kleine Stadt in Schottland, nahe Stirling, mit 8811 Einwohnern.[1] Sie liegt in der traditionellen Grafschaft Perthshire und gehört seit der Reorganisation der schottischen Verwaltungsgliederung zur Council Area Stirling. Bekannt ist Dunblane für seine historische Kathedrale, heute eine Pfarrkirche (Beschreibung bei Dunblane Cathedral), und für eine herausragende historische Privatbibliothek.

Geschichte[Bearbeiten]

Dunblane war der Sitz zahlreicher Bischöfe. Daneben beherbergt Dunblane die Leighton Library, die älteste Privatbibliothek Schottlands.

Die Stadt bezeichnet sich selbst als City („Stadt“), wie viele Siedlungen es in Schottland tun, die eine Kathedrale ihr eigen nennen. Historisch unterschied man im Englischen hier zwischen „Town“ und „City“, wobei Städte mit einer Kathedrale als „City“ bezeichnet wurden.

Die Stadt wuchs seit den 1970er Jahren besonders schnell, da sie aufgrund der guten Verkehrsanbindungen nach Glasgow, Edinburgh, Perth und Stirling als Pendlerstadt attraktiv wurde.

Die Gewalttat von 1996[Bearbeiten]

Am 13. März 1996 wurden in der Dunblane Primary School 16 Erstklässler und ihre Lehrerin von dem 43-jährigen Thomas Hamilton aus Rache für seine Ausgrenzung als Jugendbetreuer mit einer legal erworbenen Waffe getötet. Danach erschoss Hamilton sich selbst. Der 1952 geborene Thomas Hamilton war 1973/74 nur kurze Zeit assistant leader bei der Scout Association gewesen. 1993 ging ein Geschäft, das er betrieben hatte, Pleite.

Von nach der Tragödie gesammelten Spenden wurde in der Stadt ein neues Gemeindezentrum errichtet. Ein Denkmal für die Opfer des Massakers befindet sich auf dem örtlichen Friedhof. Im Gedenken an die Opfer und auch um Spenden zu sammeln, schrieb ein Musiker aus Dunblane, Ted Christopher, eine neue Strophe passend zum Bob-Dylan-Klassiker Knockin’ on Heaven’s Door, die gemeinsam mit einem Schülerchor aus Dunblane und Mark Knopfler an der Gitarre eingespielt wurde.

Persönlichkeiten der Stadt[Bearbeiten]

Der berühmteste Sohn der Stadt – Andy Murray, Tennisprofi und Wimbledon Gewinner 2013 – gehörte zu den überlebenden Schülern. Dunblane ist darüber hinaus der Geburtsort des schottischen Architekten James Gillespie Graham (1776–1855) sowie des Folkmusikers Dougie MacLean.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Dunblane – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Zensus 2011