Kognitionsbedürfnis

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Das Kognitionsbedürfnis (need for cognition) ist ein Persönlichkeitsmerkmal der Psychologie. Es beschreibt das Ausmaß, in dem Menschen anstrengende kognitive Tätigkeiten betreiben und genießen[1] und wurde 1982 von Cacioppo & Petty eingeführt.

Menschen mit einem hohen Kognitionsbedürfnis bilden sich eigene Meinungen durch Abwägen von Argumenten. Menschen mit niedrigem Kognitionsbedürfnis hingegen lassen sich oft durch periphere Signale, wie Attraktivität oder Glaubwürdigkeit des Sprechers, beeinflussen. Das Ausmaß des Kognitionsbedürfnisses bestimmt nach dem Elaboration Likelihood Model einen von zwei Wegen, wie persuasive Kommunikation anzuwenden ist (zentraler oder peripherer Weg).

Es konnten bislang keine geschlechtsspezifischen Unterschiede beim Kognitionsbedürfnis gezeigt werden.

In eine Studie unter 60 Studierenden stellte sich heraus, dass Menschen mit einem höheren Kognitionsbedürfnis im Durchschnitt weniger körperlich aktiv als andere Teilnehmer der Studie. Dies weise möglicherweise auf ein geringeres Bedürfnis nach Bewegung hin.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Elliot Aronson,Timothy Wilson,Robin M. Akert: Sozialpsychologie, Pearson Studium; Auflage: 6. Auflage. (12. Dezember 2008), ISBN 382737359X, Seite 204
  2. Anna Kröning: Wer richtig schlau ist, hat keine Lust sich zu bewegen. Welt N24, 27. August 2016, abgerufen am 1. November 2016.