Konjugiertes Protein

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Das mit Häm konjugierte Protein Hämoglobin mit vier unterschiedlich gefärbten Untereinheiten

Ein konjugiertes Protein (auch Heteroprotein) ist ein Protein, das ein anderes Nichtprotein-Molekül gebunden hat.[1] Im Gegensatz dazu bestehen multimere Proteine aus mehreren Proteinbestandteilen.

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Konjugierte Proteine sind z. B. Lipoproteine, Glycoproteine, Phosphoproteine, Hämproteine, Flavoproteine, Ribonukleoproteine, Metalloproteine, Phytochrome, Cytochrome und Opsine. Der Nichtprotein-Anteil eines konjugierten Proteins kann eine posttranslationale Modifikation oder eine prosthetische Gruppe sein.

Im Zuge einer Molekülmarkierung können in vitro unterschiedliche Moleküle mit Proteinen konjugiert werden.[2]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • David L. Nelson, Michael M. Cox: Lehninger Biochemie. 4. Auflage. Springer, Berlin / Heidelberg 2009, ISBN 978-3-540-68637-8.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. G. Wald: CAROTENOIDS AND THE VISUAL CYCLE. In: The Journal of general physiology. Band 19, Nummer 2, November 1935, S. 351–371, PMID 19872932. PMC 2141433 (freier Volltext).
  2. D. Pfister, M. Morbidelli: Process for protein PEGylation. In: Journal of controlled release : official journal of the Controlled Release Society. Band 180, April 2014, S. 134–149, doi:10.1016/j.jconrel.2014.02.002. PMID 24531008.