Kontagionisten

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Der Ausdruck Kontagionisten (lat. contagium = Ansteckung) bezeichnet die historischen Anhänger der sogenannten Ansteckungstheorie.[1] Diese vertraten schon früh die später als richtig bewiesene Auffassung, dass Krankheiten durch kleine lebende Erreger (Bakterien, Pilze) übertragen werden.

Die Idee von lebenden Krankheitserregern wurde erstmals von Marcus Terentius Varro im 1. Jahrhundert v. Chr. formuliert. Im Gegensatz dazu glaubten die Anhänger der Miasmatologie, dass Verunreinigungen bzw. Gifte, die dem Erdreich entstiegen, Ursache von Seuchen seien. Diese Kontroverse wurde im 19. Jahrhundert durch die Forschungen von Louis Pasteur und Robert Koch beendet, welche die Ansteckungstheorie bewiesen.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Unheimliches Etwas In Die Zeit, 1970

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]