Kordoba

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Mit KORDOBA wird ein von der Fidelity Information Services GmbH entwickeltes Core Banking System bezeichnet. Dieser Begriff taucht sehr häufig bei Diskussionen über die elektronische Abwicklung des Core Banking im Bankenbereich auf und bezieht sich auf die Software, welche im Rechenzentrum einer Bank eingesetzt wird und die grundlegenden Kernprozesse innerhalb einer Bank abdeckt.

KORDOBA steht für Kundenorientiertes Dialogsystem für Bankgeschäfte.

Das System geht in seinen Anfängen auf eine Entwicklung der Siemens AG zurück und wurde 1982 erstmals an den Markt gebracht. Die Weiterentwicklung wurde 1998 auf die KORDOBA GmbH übertragen, die zunächst eine Konzerngesellschaft von Siemens war und 2004 an die Fidelity National Information Services verkauft wurde.

Es lief ursprünglich nur auf Großrechnern mit Betriebssystemen von Siemens (BS1000 und später BS2000). Seit September 2006 steht das System nach einer umfangreichen Modernisierung auch unter Solaris und z/OS zur Verfügung, wobei die ursprüngliche Maskenorientierung durch eine browserbasierte Oberfläche abgelöst wurde.

KORDOBA hat bei kleineren und mittleren Banken in etwa denselben Stellenwert und eine vergleichbar hohe Marktdurchdringung wie SAP-Systeme in der produzierenden Industrie. Seit 1995 setzt der Discount-Broker Consorsbank Kordoba als Backend-System (sog. Rechtssystem) ein.

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