Krankenversichertennummer

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Die Krankenversichertennummer dient der Identifikation der gesetzlich Krankenversicherten in Deutschland ist Bestandteil der Daten, die auf der Krankenversicherungskarte enthalten sind. Sie besteht aus einem 10-stelligen unveränderlichen Teil, der lesbar auf die Krankenversicherungskarte aufgedruckt ist, sowie einem veränderlichen, der die Kassenzugehörigkeit und ggf. Daten zum Hauptversicherten enthält.

Die erste Stelle der 10-stelligen Versicherten-ID ist ein zufällig vergebener Buchstabe, die letzte Stelle ist eine Prüfziffer, die nach einem Modulo 10-Verfahren ermittelt wird.[1][2]

Die Krankenversichertennummer wird benötigt, damit Leistungserbringer, z. B. Ärzte oder Zahnärzte ihre Leistungen mittels der Krankenversicherungskarte, über die Kassenärztlichen Vereinigungen, mit der zuständigen Krankenkasse abrechnen können.

Seit der Einführung der elektronischen Gesundheitskarte im Jahr 2012 wird die Krankenversichertennummer wie die Rentenversicherungsnummer einmalig vergeben und lebenslang gleich bleiben. Die gesetzlichen Krankenkassen haben zu diesem Zweck die "Vertrauensstelle Krankenversichertennummer" (VST) bei der ITSG eingerichtet. Sie erstellt auf Basis der Rentenversicherungsnummer für jeden Bürger eine Krankenversichertennummer. Die Rentenversicherungsnummer darf aus Datenschutzgründen wegen der enthaltenen personenbezogenen Daten nicht zugleich als Krankenversichertennummer verwendet werden. Rechtsgrundlage zur Einführung der einheitlichen Krankenversichertennummer ist § 290 SGB V

Die Krankenversichertennummer war vor dem Jahr 2012 im Gegensatz zur Rentenversicherungsnummer nicht lebenslang gleichbleibend, sondern wurde von den Krankenkassen nach jeweils eigenen, internen Systematiken vergeben. Bei einem Kassenwechsel oder einer Änderung des Versichertenstatus wurde so ggf. eine neue Krankenversichertennummer vergeben. In der Regel handelte es sich bei den Nummern um 6-12 stellige Nummernfolgen. Bei einigen Krankenkassen wie z. B. der TK war in der Versichertennummer das Geburtsdatum sowie eine laufende Nummer codiert.

Die im Bereich der Pflegeversicherung existierende Pflegeversichertennummer kann gemäß § 101 SGB XI ganz oder teilweise mit der Krankenversichertennummer übereinstimmen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Organisatorische und technische Richtlinien zur Nutzung der Versicherungsnummer nach §147 SGB VI bei Einführung einer neuen Krankenversichertennummer nach § 290 SGB V, Version 1.5, Anlage1
  2. KBV_ITA_VGEX_Datensatzbeschreibung_KVDT.pdf