Krankenversicherungsmathematik

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Die Krankenversicherungsmathematik ist ein Teilgebiet der Versicherungsmathematik. Sie befasst sich, wie der Name bereits sagt, mit dem Thema Krankenversicherung. Gemeint sind Krankenversicherungen, die geeignet sind, die gesetzliche Krankenversicherung ganz oder teilweise zu ersetzen (substituive Krankenversicherung). Die substituive Krankenversicherung wird von privaten Krankenversicherungsunternehmen betrieben. Sie darf in der Bundesrepublik Deutschland gemäß §12 VAG nur nach Art der Lebensversicherung betrieben werden. Aus dieser Forderung folgt, dass ein Krankenversicherungsunternehmen gemäß §11 a VAG einen Verantwortlichen Aktuar benennen muss.

Aufgabenstellungen der Krankenversicherungsmathematik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Berechnung der Prämien auf versicherungsmathematischer Grundlage unter Verwendung von Wahrscheinlichkeitstafeln und anderen statistischen Daten, insbesondere die Berücksichtigung der maßgeblichen Annahmen zur Invaliditäts- und Krankheitsgefahr, zur Sterblichkeit, zur Alters- und Geschlechtsabhängigkeit des Risikos, zur Stornowahrscheinlichkeit bei Berücksichtigung von Sicherheits- und sonstigen Zuschlägen und eines Rechnungszinses von maximal 3,5 %.
  • Berechnung der Alterungsrückstellung nach §341f HGB
  • Überprüfung der Finanzlage des Unternehmens auf dauernde Erfüllbarkeit der sich aus den Versicherungsverträgen ergebenden Verpflichtungen
  • Überprüfung der Solvabilitätsvorschriften
  • Prämienänderungen
  • Nachweis der Wirtschaftlichkeit von Wahltarifen nach § 53 SGB V
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