Kristiina Ojuland

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Kristiina Ojuland (2014)

Kristiina Ojuland (* 17. Dezember 1966 in Kohtla-Järve) ist eine estnische Politikerin. Sie war die erste Außenministerin Estlands und ist Mitglied des Europäischen Parlaments.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Frühe Jahre[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kristiina Ojuland legte 1985 das Abitur in Jõhvi ab. Sie studierte bis 1990 Rechtswissenschaft an der Universität Tartu und an der estnischen Diplomatenschule in Tallinn. 1990 bis 1992 war sie Referentin im estnischen Justizministerium, 1992/93 im estnischen Außenministerium und 1993/94 an der estnischen Vertretung beim Europarat.

Politikerin[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1994 bis 2002 und seit 2005 ist sie Mitglied des estnischen Parlaments (Riigikogu), unter anderem als Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses. Sie war von Januar 2002 bis Februar 2005 estnische Außenministerin. Im Juni 2004 kandidierte sie vergeblich für das Amt der Generalsekretärin des Europarats. Ojuland gehörte seit 1995 der Reformpartei (Reformierakond) an. Am 5. Juni 2013 beschloss der Vorstand der Reformpartei, Ojuland wegen parteischädigenden Verhaltens aus der Partei auszuschließen. Ojuland wurde vorgeworfen, eine parteiinterne Wahl manipuliert zu haben [1]. Des Weiteren werden ihr diverse rassistische Äußerungen vorgeworfen.[2]

Ojuland wurde im Mai 2015 von Russland mit einem Einreiseverbot belegt.[3][4]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Munzinger Internationales Biographisches Archiv 13/2002 vom 18. März 2002 (lm)

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Board of Estonia's Reform Party decides to expel Ojuland (Postimees in English, 5. Juni 2013, abgerufen 6. Juni 2013)
  2. Ojuland: tunnen valge inimesena, et valge rass on ohus - Eesti uudised - Postimees.ee. In: Postimees. Abgerufen am 3. April 2016.
  3. Andreas Borcholte: Einreise-Verbote: Russland wirft EU-Politikern Show-Gehabe vor. In: Spiegel Online. 31. Mai 2015, abgerufen am 1. Juni 2015.
  4. RUS: Russische Visasperrliste. In: yle.fi. 26. Mai 2015, abgerufen am 1. Juni 2015 (PDF 23 KB).