Krush, Kill ’n’ Destroy

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Krush, Kill ’n’ Destroy
Entwickler Beam Software
Publisher Melbourne House & Electronic Arts
Erstveröffent-
lichung
1997
Plattform DOS, Windows 95
Genre Echtzeit-Strategiespiel
Spielmodus Singleplayer, Multiplayer
Systemvor-
aussetzungen
Pentium PC mit 16MB RAM, SVGA-kompatible Grafikkarte, 4x CD-ROM Laufwerk
Medium CD-ROM
Altersfreigabe
USK ab 16 freigegeben

Krush, Kill ’n’ Destroy (kurz: KKND, engl. für „Zermalme, töte und zerstöre“) ist ein Echtzeit-Strategiespiel, das 1997 für DOS und Windows 95 auf den Markt kam. Entwickelt wurde es von dem Unternehmen Beam Software, den Vertrieb übernahmen die Unternehmen Melbourne House und Electronic Arts.

Allgemeine Informationen[Bearbeiten]

Dieses Spiel war der Versuch, auf den Zug des von Command & Conquer ausgelösten Echtzeit-Strategiespiele-Booms aufzuspringen. Somit musste sich Krush, Kill ’n’ Destroy auch an der etablierten und sehr beliebten C&C-Reihe (bzw. an den damals bereits erschienenen „Der Tiberiumkonflikt“ und „Alarmstufe Rot“) messen lassen und orientierte sich vom Gameplay her auch sehr stark an diesen Spielen.

Dies war auch zugleich der Hauptansatzpunkt für Kritiker, die in Krush, Kill ’n’ Destroy lediglich ein schlechtes C&C-Plagiat sahen, das keinerlei Neuerungen zu bieten hatte. Tatsächlich sind auf den ersten Blick in puncto Spielprinzip (Ressourcen sammeln + Basis aufbauen + Gegner angreifen), Aussehen (isometrische 2D-Grafik, Draufsicht von schräg oben, generelles Aussehen der Landschaft) und Gameplay (Point-and-Click) sehr viele Ähnlichkeiten zu erkennen, die durchscheinen lassen, dass die Entwickler von Beam Software sich bei der Programmierung sehr stark an Westwoods C&C-Reihe orientierten. Eine Besonderheit des Spiels ist der auf das Sujet des Spiels abgestimmte Humor und das übersichtliche Menü, mit dem sich Bauaufträge schnell und unkompliziert in Auftrag geben lassen.

Grafisch war Krush, Kill ’n’ Destroy auf Augenhöhe mit C&C; beide besaßen bereits SVGA-Grafik.

Handlung[Bearbeiten]

Die Handlung spielt in einer fernen postapokalyptischen Zukunft. Nachdem die Nuklearwaffen des dritten Weltkriegs im Jahre 2079 große Teile der Erde zerstört bzw. in Wüste verwandelt hatten, flüchteten viele der überlebenden Menschen aus Angst vor der radioaktiven Strahlung unter die Erdoberfläche. Das Spiel setzt ein, als die Nachkommen dieser Flüchtlinge nach 60 Jahren wieder auf die Oberfläche vorstoßen und dort auf die mutierten Menschen treffen die nach dem Krieg an der Oberfläche weitergelebt haben. Deren primitive und anti-soziale Lebensweise sowie ihr religiöser Fanatismus machen eine friedliche Koexistenz unmöglich und es entbrennt abermals ein Konflikt um die Vorherrschaft auf der Erde, oder was eben noch von ihr übrig ist.

Wahlweise kann der Spieler sich nun auf die Seite der Symmetriker (diejenigen, die sich unter die Erdoberfläche geflüchtet hatten; der Begriff Symmetriker kommt wahrscheinlich von dem relativ gleichmäßigen Aussehen der Personen) oder der überlebenden Mutanten stellen um die gegnerische Seite in jeweils 15 Missionen zu schlagen, von der jede stets durch witzige Video-Briefings eingeleitet wird, in denen man die Aufträge erhält sowie einiges über den Gegner und die eigene Seite erfährt.

Wie in vergleichbaren Spielen weisen die Einheiten und Gebäude der vorhandenen Fraktionen viele Parallelen zueinander auf, im Prinzip spielen sich Symmetriker und Mutanten gleich und unterscheiden sich vor allem optisch durch ihre unterschiedlichen Waffenkonzepte:

  • Die Mutanten verfügen über eher primitive Waffen aus der Vorkriegszeit wie zum Beispiel Pumpguns, haben es aber geschafft die ebenfalls mutierten Tiere (Riesenskorpione und dergleichen) zu dressieren und für sich kämpfen zu lassen, was sie letztlich zu einem gefährlichen Gegner macht.
  • Die Symmetriker verfügen über hochtechnologisierte Waffensysteme und Fahrzeuge.

Die einzelnen Einheiten der beiden Seiten besitzen jeweils verschiedene Stärken und Schwächen, wodurch sie im Idealfall möglichst verschiedene taktische Einsatzzwecke seitens des Spielers erhalten sollten. Die Balance der Einheiten ist aufgrund der eher optischen Unterschiede der Fraktionen ausgewogen, die Herausforderungen innerhalb der Missionen ergeben sich durch das Gelände und die häufig vorhandene Übermacht des Gegners, dem in späteren Missionen gelegentlich zwei Basen zur Verfügung stehen. Unter den knapp 60 Kriegern, Fahrzeugen und Gebäuden finden sich jedoch keinerlei Luft- oder Wassereinheiten, es lässt sich im höchsten Technologielevel allenfalls ein Bombardement anfordern, das allerdings teuer und mit einer langen Wartezeit verbunden ist.

Um den Krieg führen zu können, werden von beiden Seiten die immer noch reichlich vorhandenen Erdölvorkommen (bzw. "Erdenblut" bei den Mutanten) gefördert.

Sonstiges[Bearbeiten]

  • KKND besitzt 10 Multiplayer-Level.
  • KKND wurde unter dem Namen „KKND: Extreme“ als eine speziell auf Windows 95 zugeschnittene Version wiederveröffentlicht und brachte folgende Verbesserungen und Erweiterungen:
    • „KAOS“-Modus ermöglicht ein simuliertes Multiplayer für Solospieler, Verbündete und Gegner werden vom Computer übernommen
    • Jeweils 10 neue Singleplayer Levels für beide Fraktionen (einzeln, nicht in einer Kampagne zusammengefasst)
    • Leicht verbessertes Interface
    • Verbesserte KI
    • Sechs statt vier Spieler bei Netzwerkspielen möglich
  • 1998 erschien eine Fortsetzung mit dem Titel „KKND 2: Krossfire“, die die Roboter als neue Fraktion einführte.

Weblinks[Bearbeiten]