Kugelfang

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Beton-Kugelfang

Als Kugelfang (auch Geschossfang) bezeichnet man im Allgemeinen eine Vorrichtung auf Schießständen, insbesondere einen Erdwall, die das Ziel durchschlagende bzw. fehlgehende Geschosse sicher auffängt. In der Jägersprache bezeichnet man Geländegegebenheiten, die ein Geschoss beim jagdlichen Schuss sicher abfangen können, als natürlichen Kugelfang.

Die Höhe des militärischen Kugelfangs beträgt etwa fünf bis zehn Meter. Die dem Schützen zugekehrte Seite ist steil gehalten, damit die Geschosse nicht als Abpraller (nicht zu verwechseln mit unstabilisiert taumelnden Geschossen, den Querschlägern) zurückkommen oder anderweitig weiter gehen. Besondere Einrichtungen, wie Holzkloben, sollen das Steckenbleiben der Geschosse noch im Kugelfang mehr erleichtern, als dies bei Kugelfängen aus Erde der Fall ist.

Modernere Munition mit Deformationswirkung führt zur Zerstörung herkömmlicher Kugelfänge. Diese werden deshalb häufig als Kettengeschossfang, bestehend aus einem mehrschichtigen Kettenvorhang mit geringer Einbautiefe, errichtet. Bei deren Benutzung kann es zu erhöhten Metallstaubkonzentrationen in der Raumluft kommen, insbesondere von Blei.[1]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Gerhard Ott, Ulrich Wurster: Gefahrstoffbelastung in der Luft einer Raumschießanlage mit neuartigem Kettengeschossfang. In: Gefahrstoffe – Reinhalt. Luft. 63, Nr. 1/2, 2003, ISSN 0949-8036, S. 35–40.