Kurpark Bad Düben

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Kurpark mit Blick auf das Moorbad (2006)

Der Kurpark Bad Düben ist eine 1846 gegründete ca. 80.000 m² große Parkanlage in Bad Düben (Sachsen).

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Gründung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hartig-Rasch-Denkmal (2005)

Ein Verschönerungsverein und der Stadtrat traten am 13. September 1846 zusammen und fassten den Entschluss, ein ungenutztes, nördlich von der Stadt gelegenes Gelände in einen Park zu verwandeln. Durch die Initiative der beiden Parkgründer, Forstinspektors Friedrich Karl Theodor von Hartig und des Gerichtsamtmann Julius Albert Rasch, sowie die großzügigen Spenden mancher Bürger nahm die Idee bald Gestalt an. Ab dem Jahre 1849 wurde zunächst der westliche Teil des Parks gestaltet, die Planung und Umsetzung des östlichen Parkteils begann etwas später. Dieser Teil der Anlage diente den Husaren als Reitbahn, folgte danach neuen landschaftlichen Gestaltungsprinzipien und unterschied sich von der wesentlichen Parkanlage.[1][2][3][4]

Parkfest[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das erste Parkfest fand im Jahr 1861 statt. In den folgenden Jahren nahm, das öffentliche Leben im Park stark zu, sodass bald der Ausschank von Getränken in den Sommermonaten genehmigt wurde. Alle drei Jahre fand nun ein Parkfest statt, welches sich zu einem bunten Volksfest etablierte.[1]

Rosentempel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rosentempel (2017)

In den 1870er Jahren wurde auf einem künstlichen Hügel der Rosentempel errichtet. Sein Name führt auf die Bepflanzung um das Bauwerk zurück, ringsum den Bau wurde zahlreiche Rosen gepflanzt. Auch heute prägt der Rosentempel dieses Bild.[1]

Kurhaus[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Am heutigen Standort des Kurhauses eröffnete im Jahr 1878 ein Parkrestaurant welches in den 1930er Jahren erweitert wurde und auf dem Vorplatz einen Springbrunnen erhielt. Der Springbrunnen wird im Volksmund als "Froschbrunnen" bezeichnet, da der Brunnen von vier auf dem Rand sitzenden, wasserspeienden Fröschen geziert wird. Das Restaurant besteht auch heute, besitzt Übernachtungsmöglichkeiten und eine kleine Bühne mit Biergarten in dem in den vergangenen Jahren sonntags Kurkonzerte durchgeführt wurden.[1]

Moorbad[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde in der Umgebung Bad Dübens nach Braunkohle gebohrt. Dabei stieß man auf ein Moorlager, deren Analyse die außerordentlich heilsame Wirkung der Moorerde bestätigte. Das Moorlager sollte genutzt werden, so wurde im Jahr 1913 die Eisen-Moorbad-Gesellschaft gegründet und im Jahr 1915 ein neu errichtetes Moorbad eröffnet.[1]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein im Jahr 1887 eingeweihtes Hartig-Rasch-Denkmal erinnert an die Parkgründer.[1][4] Zum 50. Parkjubiläum wurde am 12. Juli 1896 das von Bewohnern gestiftete Germania-Denkmal und 1897 der Bismarckstein errichtet. In den 1930er Jahren kam zur Erinnerung an die Gefallenen des Ersten Weltkrieges das Kriegerdenkmal hinzu.[5]

Umgestaltungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Vermutlich wurde 1928 den kleinen Park am Moorbad angelegt.[6] Im Jahr 1938 wurde die Fläche am Obermühlenteich in den Park integriert.[6] Der Kurgarten am Moorbad wurde Ende der 1940er Jahre umgestaltet und mit Rhododendren bepflanzt. Ein gewaltiger Sturm zerstörte im Juni 1963 einen Teil des Baumbestandes, dadurch veränderte sich das Gesicht des Kurparks. Anfang der 1990er Jahre begann der Neubau des Reha-Zentrums am Kurpark, im Jahr 1996 wurde direkt daneben der Neubau des Waldkrankenhauses fertiggestellt.[1]

In den Jahren 2004 und 2005 wurde der Kur- und Bürgerpark umfangreich saniert. Im Parkteil vor dem Moorbad wurde der Steingarten, ein Steinbrunnen und der Goldfischteich entfernt. Die beliebten Rhododendren blieben jedoch erhalten. Die Gestaltung durch Anlegung von Hochbeeten, einem Barfußpfad und einem neuen Springbrunnen modernisiert. Im nördlichem Parkabschnitt wurden etliche Bäume entfernt und so der Park lichtdurchlässiger gemacht. Auch die Wege wurden modernisiert. Der Abschluss der Arbeiten wurde am 17. September 2005 mit einem Lichterfest gefeiert.[1]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kurpark Bad Düben – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g h Touristinformation Bad Düben: Der Kurpark Bad Düben. Abgerufen am 6. September 2017.
  2. Leipziger Volkszeitung: Bad Dübener pflegt seit 18 Jahren das Grab des Parkgründers. 28. September 2017, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  3. Dübener Wochenspiegel: Gedenkfeier für Parkgründer. 20. September 2006, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  4. a b Touristinformation der Stadtverwaltung Bad Düben: Die Parkgründer (Seite 7). In: Bad Düben Kur- und Urlaubskatalog 2016. Stadtverwaltung Bad Düben, abgerufen am 8. Oktober 2017.
  5. www.navigator-leipzig-mittelsachsen.de: Kurpark Bad Düben mit Barfußpfad. Abgerufen am 6. September 2017.
  6. a b wanderwalter.de: Kurpark Bad Düben. Abgerufen am 6. September 2017.

Koordinaten: 51° 35′ 59,2″ N, 12° 34′ 52,1″ O