Lambda-CDM-Modell

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Die Evolution des Universums und seiner Horizonte

Das ΛCDM-Modell bzw. Lambda-CDM-Modell ist ein kosmologisches Modell, das mit wenigen – in der Grundform sechs – Parametern die Entwicklung des Universums seit dem Urknall beschreibt.

Lambda (Λ) steht dabei für die kosmologische Konstante, CDM für cold dark matter (kalte dunkle Materie).

Das Lambda-CDM-Modell ist in guter Übereinstimmung mit den drei wichtigsten Klassen von Beobachtungen, die uns Aufschluss über das frühe Universum geben:

Die sechs Parameter des ΛCDM-Modells
Größe Betrag Beschreibung
km s−1 Mpc−1 Hubble-Konstante
Anteil baryonischer, d. h. „normaler“ Materie, relativ zur kritischen Dichte
Gesamtanteil der Materie, d. h. inklusive der dunklen, relativ zur kritischen Dichte
Optische Dicke bis zum Zeitalter der Reionisierung
Krümmungsfluktuationsamplitude der skalaren Komponente der ursprünglichen Schwankungen
spektraler Index der skalaren Komponente der ursprünglichen Schwankungen

Das Universum wird dabei als global flach (ungekrümmt) angenommen, die Energieanteile relativ zur kritischen Dichte sind dann auch relativ zur tatsächlichen Gesamtenergiedichte und der relative Anteil der dunklen Energie ergibt sich zu . Die heutige Gesamtenergiedichte ist kg/m3, die Rotverschiebung z, die dem Zeitalter der Reionisierung entspricht, beträgt . Das Alter des Universums wird zu Jahren bestimmt.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]