Landschreiber-Wettbewerb

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Der Landschreiber-Wettbewerb ist ein internationaler Sprach- und Literaturpreis, der mit einem Aufenthalt in einer Autorenresidenz an der Nordsee verbunden ist. Der Wettbewerb wurde 2012 erstmals ausgeschrieben. Er wurde von dem Germanisten Klaus Siewert erdacht und eingerichtet. Schirmherrin des Wettbewerbs ist die gemeinnützige Internationale Gesellschaft für Sondersprachenforschung (IGS).

Ziel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Wettbewerb will zu Reflexion über Sprache und ihre literarische Transformation anregen. Reflexion und Transformation sind dabei auf ein zeitgenössisch relevantes Thema gerichtet (vgl. Abschnitt „Themen“). Der literarische Prozess soll Wesensmerkmale sowie Grenzen und Möglichkeiten von Sprache bewusst machen und eine daraus resultierende besondere literarische Kultur schaffen. Ein weiteres Anliegen des Wettbewerbs ist die Findung und Förderung junger, noch unbekannter Autoren.

Themen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das zentrale Thema des Wettbewerbs ist die deutsche Sprache als Metasprache und Objektsprache. Jahresthemen geben den Rahmen vor:

  • 2012/2013: Mit Sprache über Sprache
  • 2014: Sprache und Tarnung
  • 2015: Sprache und Seinskategorien
  • 2016: Sprache und Elemente
  • 2017: Sprache und Mobilität
  • 2018/2019: Sprache und Flucht
  • 2019/2020: Sprache und Umwelt
  • 2020/2021: Sprache und Politiker
  • 2021/2022: Sprache und Einsamkeit

Sprache und Sparten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Texte sollen in deutscher Sprache verfasst werden. Sie können prosaisch oder lyrisch sein und mit dem Thema sprachspielerisch, sprachkritisch, satirisch, phantastisch, reflexiv oder deskriptiv umgehen. Die Wahl der sprachlichen Varietät ist frei: Der Text muss also nicht unbedingt standardsprachlich sein.[1]

  • Sparten Lyrik und Prosa
  • Förderpreis für junge Autorinnen und Autoren
  • Bernd Hecktor-Preis für Mundart

Jury[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Jury besteht aus Sprach- und Literaturwissenschaftlern sowie Autoren. Sie ist international besetzt. Ihre Mitglieder kommen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz.

Preisträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Sparten Lyrik und Prosa. Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderen:
Regina Schleheck, Jenny Schon, Tania Rupel, Jürgen Flenker,[2] Gisa Kossel, Iris Welker-Sturm, Marita Bagdahn, Christine Schößler, Sonja Voß-Scharfenberg, Wilfried von Manstein, Pitt Büerken, Siri Kusch, Florian L. Arnold, Irene Reiser, Klaus-Dieter Regenbrecht, Marita Bagdahn, Britta Knuth, Michael Hüttenberger, Ursula Pickener, Silvia Friedrich, Hanna Rut Neidhardt, Dagmar Dusil, Michaela Piontek, Sabine Frambach, Carola Horstmann, Melanie Barbato,[3] Almut Aue, Hermann Wallmann, Felix E. Buehrer, Wolfgang Dorner, Widmar Puhl, Wolfgang Fehse, Martina Sens, Karin Posth, Evelyn Langhans, Peter Winter.[4]
  • Förderpreis für junge Autorinnen und Autoren. Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderen:
Janina Michl (geb. 1992), Sigrid Jamnig (geb. 1988), Julia C. Ress (geb. 1985), Raphael Jacobs (geb. 1994), Leonard Schneider-Strehl (geb. 1996).
  • Sparte Mundart/Bernd Hecktor-Preis für Mundart. Preisträgerinnen und Preisträger waren unter anderen:
Brigitte Neidig, Jenny Schon, Felix Wyss, Bernd Hecktor,[5] Katharina J. Ferner.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Verdi / Verband deutscher Schriftstellerinnen und Schriftsteller. Abgerufen am 12. Mai 2020.
  2. Jürgen Flenker – Lyrik, Westfälische Nachrichten. Abgerufen am 12. Mai 2020.
  3. Melanie Barbato – Lyrik, Westfälische Nachrichten vom 14. November 2018. Abgerufen am 12. Mai 2020.
  4. 7. Landschreiber-Wettbewerb – Corona-Geisterehrung. Abgerufen am 12. Mai 2020.
  5. Bernd Hecktor – Mundart, Stuttgarter Zeitung vom 13. Dezember 2017. Abgerufen am 12. Mai 2020.