Langscheid (Sundern)

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51.3544722222227.9572444444444349Koordinaten: 51° 21′ 16″ N, 7° 57′ 26″ O

Langscheid
Wappen von Langscheid
Höhe: 280–370 m
Fläche: 8,39 km²
Einwohner: 2927
Bevölkerungsdichte: 349 Einwohner je km²
Eingemeindung: 1. Januar 1975
Postleitzahl: 59846
Vorwahl: 02935
Luftbild (2013)

Luftbild (2013)

Blick auf Langscheid und den Sorpedamm vom Überlauf am Ostufer aus
Der Aussichtsturm des Ehrenmals

Langscheid ist ein Ortsteil von Sundern (Sauerland) im Sauerland, Hochsauerlandkreis, Nordrhein-Westfalen.

Der Luftkurort liegt auf den Hügeln westlich des Damms der Sorpetalsperre.

Geschichte[Bearbeiten]

Erstmals urkundlich erwähnt wurde Langscheid im Jahre 1307.

Am 1. Januar 1975 wurde Langscheid nach Sundern (Sauerland) eingemeindet.[1]

Politik[Bearbeiten]

Wappen[Bearbeiten]

Wappen der ehemaligen Gemeinde Langscheid

Blasonierung:

In Blau zwei aufrechte, zugewendete, gekrümmte goldene Fische.

Beschreibung:

Die Wappensymbole erscheinen erstmals 1652 auf einem Siegel und später in der Arnsberger Wappensammlung von 1700. Die amtliche Genehmigung erfolgte am 26. Oktober 1911 mit dem Enkhausener Kirchenpatron St. Laurentius als Schildhalter.[2]

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Zu den Langscheider Sehenswürdigkeiten zählen ein 1927/28 errichtetes Ehrenmal für die Gefallenen der Weltkriege mit Aussichtsturm sowie der Damm der Sorpetalsperre.

Rundumblick vom Ehrenmal über Langscheid und Umgebung mit dem Sorpesee

Bildung[Bearbeiten]

Langscheid besitzt einen Kindergarten und eine einzügige Grundschule in katholischer Trägerschaft.

Von überlokaler Bedeutung ist das Bildungszentrum Sorpesee, eine Heimvolkshochschule des Hochsauerlandkreises.

Der frühere rumänische Bundesligaspieler Marcel Răducanu betreibt in Langscheid das Sommer-Trainingscamp seiner Dortmunder Fußballschule.

Religion[Bearbeiten]

Zahlreiche Einwohner von Langscheid gehören der katholischen Kirchengemeinde mit ihrem Schutzpatron Sankt Antonius Einsiedler an. Die alte Langscheider Kapelle wurde erstmals im Jahre 1637 urkundlich erwähnt - in jener Zeit las der Pfarrer des Kirchspiels Enkhausen hier die Messe.

1926 begann der Bau des Sorpedamms, auf dessen Baustelle zeitweilig über 2000 Arbeiter beschäftigt waren. Aufgrund des dadurch ausgelösten Bevölkerungswachstums wurde die Kapelle 1927 zunächst ausgebaut und dann 1932 die Errichtung einer größeren Kirche begonnen, die im folgenden Jahr eingeweiht wurde und seither den bemerkenswerten Langscheider Altar aus der Mitte des 18. Jahrhunderts beherbergt. Die Kapelle wurde seither mehrfach renoviert und wird als Gemeindesaal genutzt.

Die evangelische Kirchengemeinde von Langscheid feiert das Abendmahl in der 1965 errichteten Markuskirche im modernistischen Stil ähnlich Le Corbusier. Das Gotteshaus hat die Form eines umgedrehten Bootes, dessen Spitze zur Talsperre weist.

Medizin[Bearbeiten]

Die neurologische Fachklinik Dr. Evers in Langscheid ist auf die Behandlung von Patienten mit Multipler Sklerose spezialisiert.

Naherholungsgebiet[Bearbeiten]

Der Erholung dienen der Kurpark mit dem Haus des Gastes und Hallenbad, das Strandbad mit Bootsverleih, ein Campingplatz und die Jugendherberge am See.

Vereinsleben[Bearbeiten]

Die erste Fußballmannschaft des SuS Langscheid/Enkhausen spielt in der Westfalenliga und die erste Volleyball-Damenmannschaft des Ruderclubs Sorpesee seit 2014 in der 3. Liga West.

Zu den Vereinen des Orts zählen darüber hinaus der SGV Langscheid/Sorpesee, die Löschgruppe Langscheid der Freiwilligen Feuerwehr Sundern, die DLRG-Ortsgruppe Langscheid, die Schützenbruderschaft St. Antonius Langscheid, der Musikverein mit Blaskapelle, der Männergesangverein Westfalia und der Frauensingekreis, sowie auch der seit 2010 bestehende Chor Cantandos.

Literatur[Bearbeiten]

  • Freiheit Langscheid. Geschichte eines sauerländischen Dorfes. 1307-2007. 2007

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 331.
  2. Eduard Belke, Alfred Bruns, Helmut Müller: Kommunale Wappen des Herzogtums Westfalen, Arnsberg 1986, S. 160 ISBN 3-87793-017-4