Lattorff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Wappen derer von Lattorf

Lattorff (auch: Lattdorf, Latdorf, Latorf, Lattorp, Lathdorpp, Lathdorp, Latorp, Latendorf) ist der Name eines alten anhaltischen Adelsgeschlechts, dessen Stammhaus der Ort Latdorf im Amt Bernburg ist.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Urkundlich zuerst erwähnt wird Conradus de Lattorf, der im Jahr 1182 als Zeuge für eine Grundstücksübertragung in Nienburg auftritt.[1] Eine Stammreihe beginnt mit Kuno von Lattorf (erwähnt 1378; 1396), die sichere Stammreihe erst mit dem fürstlich-anhaltischen Rat Claus von Lattorf (urkundlich 1426–1439). Das Geschlecht erhielt 1499 als Lehen „den Adilhof“ (= Adelshof) und das Dorf Klecken (Klieken) mit dem Dorf Steinbecke und aller iren Ein- und Zubehorungen. Um die Wende zum 16. Jahrhundert standen die von Lattorff im Zenit ihrer Macht. Sie stellten zwei Komture des Deutschen Ordens. Hans von Lattorff war in Buro 42 Jahre bis zu seinem Tode 1571 Komtur. Ihm folgte Ernst von Lattorff, der einen etwas unrühmlichen Abgang als Komtur hatte, weil er heiratete. Sieben Linien machten damals das Geschlecht derer von Lattorff aus, nämlich in Klieken, Eickendorf (Eichendorff), Dornburg, Quast (belehnt 1475), Großen-Salza, Grochewitz (Grochwitz) und Poplitz. Durch Belehnung und Ankauf erbfreier Güter erlangten die Lattorffs im 16. Jahrhundert reichen Grundbesitz.

Im 16. Jahrhundert erloschen sechs Linien schnell nacheinander. Im Jahre 1561 waren es noch vier und 1587 noch drei Linien. Heute bestehen noch zwei Linien: Kliecken-Oberhof und Kliecken-Unterhof. Sie gehen auf die Teilung der Besitzungen in Klieken zwischen Siegmund († 1618 oder 1619) und Matthias von Lattorff († 1659) zurück.

Wappen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Wappen zeigt in Silber einen mit abwechselnd roten und goldenen Büscheln von je drei Weizenähren besteckten Kranz, der sechsmal von Rot und Gold umwunden ist. Auf dem Helm mit rot-silbernen Decken der Kranz wie im Schild (oder nur die Längshälften des Kranzes).

Namensträger[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bedeutende Namensträger der Familie sind:

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Valentin Sincerus, Historie und Genealogie der alten und adel. Familie v. Lattorff, 2. Aufl., Goslar 1760

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]