Lebara

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Lebara ist ein britisches Telekommunikationsunternehmen, das in vielen Ländern der Welt als sog. Mobilfunkdiscounter Kommunikationsdienstleistungen anbietet. Bekannt sind vor allem die Prepaid-SIM-Karten des Unternehmens, die insbesondere in migrantischen Gemeinschaften Verbreitung gefunden haben.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Typische Werbung des Unternehmens, hier in Großbritannien: Es werden gezielt migrantische Gemeinschaften des jeweiligen Landes angesprochen, hier China, Indien, Nigeria, Polen, Rumänien und Türkei.

Lebara wurde im Jahr 2001 von Ratheesan Yoganathan, Rasiah Ranjith Leon und Baskaran Kandiah gegründet – die Wortschöpfung „Lebara“ entstammt den Namen der Gründer. Zunächst verkaufte das Unternehmen Telefonkarten, die über unabhängige Telefonläden verbreitet wurden. 2004 stieg das Unternehmen in das Mobilfunkgeschäft ein: Die ersten Prepaid-SIM-Karten verkaufte das Unternehmen in den Niederlanden, wobei auf das Netz von Telfort – ein Tochterunternehmen der KPN – zurückgegriffen wurde.[1] Lebara war damit eines der ersten Unternehmen die das System das Mobilfunkdiscounters bekannt gemacht haben.

In Folge dessen erzielte Lebara große Erfolge und expandierte schnell in andere europäische Länder, u.a. Großbritannien, Dänemark, Norwegen, Spanien, Schweden und Schweiz. In Deutschland begann Lebara mit dem Verkauf im Jahr 2010, es nutzt dabei das Mobilfunknetz der Deutschen Telekom.[2]

Inzwischen hat das Unternehmen seine Dienstleistungen erweitert und bietet unter anderem auch (elektronischen) Geldversand sowie Smart-TV an. Seitdem firmiert das Telekommunikationsgeschäft unter „Lebara Mobile“.[3]

Seit Gründung sieht das Unternehmen seinen Kundenschwerpunkt vor allem in den migrantischen Gemeinschaften in Europa. Dies zeigt sich u.a. in der Außendarstellung sowie in der Verbreitung der Dienstleistungen über unabhängige Kleinläden wie Internet-Cafés, Convenience Shops und Spätkaufe, die vor allem von Menschen aus migrantischen Gemeinschaften betrieben und genutzt werden.[4][5]

Betrieb[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Laut eigenen Angaben nutzen 2010 gut 2,5 Millionen Kundinnen und Kunden Dienstleistungen von Lebara.[6] Derzeit bietet Lebara Dienstleistungen in insgesamt zehn Ländern an.

Land Partnernetzwerk
Australien Vodafone
Dänemark Telenor
Frankreich Bouygues Telecom
Deutschland Telekom Deutschland
Niederlande KPN
Norwegen Tele2
Saudi-Arabien Mobily
Spanien Vodafone
Schweiz Sunrise Communications
Vereinigtes Königreich Vodafone

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Juliette Garside: Lebara co-founder made virtual phone network a real money-maker. In: the Guardian. Abgerufen am 5. Dezember 2015.
  2. Global Market Leader Lebara Mobile launches in Germany. In: Lebara. Abgerufen am 5. Dezember 2015.
  3. Lebara: Einstieg ins TV-Geschäft mit 150 Kanälen. In: Telecom Handel. Abgerufen am 5. Dezember 2015.
  4. Analyse von Vivien Timmler: Smartphone-Tarife für Flüchtlinge: Draht in die Heimat. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 5. Dezember 2015]).
  5. Marina Wudy Freising: Hotspot für Flüchtlinge. In: sueddeutsche.de. ISSN 0174-4917 (sueddeutsche.de [abgerufen am 5. Dezember 2015]).
  6. Lebara Mobile - International mobile phone calls & SIM cards. In: www.lebara.co.uk. Abgerufen am 5. Dezember 2015.