Lecturio

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Lecturio GmbH
Rechtsform GmbH
Gründung 2008
Sitz Leipzig

Leitung

  • Martin Schlichte
  • Pascal Bendien
  • Stefan Wisbauer
Branche E-Learning
Website www.lecturio.de

Lecturio ist eine internationale E-Learning-Plattform mit Sitz in Leipzig.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lecturio wurde 2008 von den Absolventen der Handelshochschule Leipzig, Tim Koschella und Martin Schlichte gegründet. Ursprünglich sollte Lecturio es Studenten ermöglichen, verpasste Vorlesungen und Seminare durch Videomitschnitte nachzuholen.[2] Dazu wurden Vorlesungen und Seminare aufgezeichnet, um sie online zur Verfügung zu stellen.[3] Viele Universitäten und Hochschulen waren jedoch nicht bereit, sich auf die neue Idee einzulassen, sodass die grundlegende Idee umstrukturiert wurde. Lecturio entwickelte sich zur Plattform für professionelles Online- und Mobile-Learning.[4]

Die erste Finanzierung erfolgte durch Business Angels, danach durch Venture Capital Fonds.[5] Nach dem Sächsischen Technologiegründerfonds[6] folgte 2011 Holtzbrinck Ventures,[7][8] 2014 stießen die französischen Risikokapitalgeber Seventure Partners als Investoren dazu.[9]

Seit 2013 ist Lecturio Partner im XING-Vorteilsprogramm.[10]

Produkte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Hauptfokus sind Kurse in Jura, Wirtschaft und Medizin. Diese Kurse richten sich inhaltlich und strukturell besonders an Studenten, z. B. Jura-Repetitorien[11] oder Vorbereitungskurse zum Staatsexamen.[12][13]

Daneben gibt es die Bereiche Software, Karriere & Erfolg, Rechnungswesen & Steuern, Sprachen, Gesundheit und Freizeit.[1] Auf der Seite gibt es interne Bereiche, die nur Angehörige einer Hochschule oder Universität mittels eines speziellen Zugangs nutzen können. Lecturio arbeitet mit verschiedenen Universitäten zusammen, z. B. der Friedrich-Schiller-Universität Jena, der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), der Technischen Universität München (TUM), der Universität Leipzig und anderen.[14] Die kostenlose Registrierung ermöglicht die Nutzung von kostenfreien und kostenpflichtigen Vorträgen bzw. Kursen[14] eines Forums für direkte Fragen an den Dozenten sowie Quizfragen zur direkten Kontrolle des Gelernten. Der speziell entwickelte Player besteht aus drei Fenstern und ermöglicht den Nutzern neben der Wiedergabe des Lernvideos noch, die Inhaltsangabe sowie die Lernfolien zu sehen. Die Videos werden professionell aufgenommen, entweder direkt vor Ort oder im eigenen Studio.[14]

2013 folgte die technische Erweiterung in Form einer Mobile App, zunächst nur für iPod, iPad und iPhone,[15] seit 2014 auch für Android-Geräte[16] und mit Offline-Modus.

2015 startete Lecturio eine Plattform für Medizinstudenten in englischer Sprache. Diese bietet alle Inhalte zur Vorbereitung auf den US-amerikanischen Medical College Admission Test (MCAT) und die US-amerikanischen Medizin-Examensprüfungen.

Kritik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Kritik ernten E-Learning-Plattformen wie Lecturio vor allem von Seiten der Universitätsdozenten: der Lerneffekt eines Online-Kurses von zu Hause aus könne nie so hoch sein wie in einem Präsenzseminar.[17] Außerdem würden Portale dieser Art mit dem „Allgemeingut Bildung“ handeln.[2]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • 2009 und 2012 Sonderpreis der S-Beteiligungen der Sparkasse Leipzig, im Rahmen der Leipziger Gründerpreisverleihung.[18][19][20]
  • 2016 Reimagine Education Silver Award in der Kategorie „Digital Content“.[21]

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lecturio vergibt Stipendien an Studenten der Medizin, Jura oder Wirtschaftswissenschaften.[22][23]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Unternehmen Lecturio – Gründerszene . Abgerufen am 13. Mai 2014.
  2. a b Heim-PC statt Hörsaal: Leipziger Lernplattform Lecturio stellt Vorlesungen ins Internet. LVZ Online. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  3. Vorlesung auf dem Sofa. WELT-Artikel (PDF-Datei). Abgerufen am 8. Mai 2014.
  4. Start Ups – Was die Finalisten der bisherigen Gründerwettbewerbe raten. Wirtschaftswoche Online. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  5. Neun Fragen an Martin Schlichte von Lecturio. In: vc-magazin.de. 24. Oktober 2013, abgerufen am 13. Februar 2017.
  6. Führende Lernplattform – Portfolio TGFS. Website des Technologiegründerfonds Sachsen. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  7. Holtzbrinck investiert in Lecturio – Bildungsplattform will Europa erobern. deutsche-startups.de. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  8. Aktuelles Portfolio – Lecturio. Website der Holtzbrinck Ventures. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  9. Mobiles Lernen auf Erfolgskurs: 3 Millionen Euro für Lecturio mit Seventure Partners als neuem Investor. Press1.de. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  10. Lecturio ist neuer Partner im XING-Vorteilsprogramm. Press1.de. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  11. Repetitorien. juraplus.de. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  12. Die besten Lernvideos für Medizin. Uniturm.de. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  13. Online Lernressourcen – Hammerexamen-Kurs von lecturio. Hammerexamen-info.de. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  14. a b c E-Lectures. E-teaching.org. Abgerufen am 13. Mai 2014.
  15. Lecturio: Online-Kurse zu diversen Themen – Auch als App. touchportal.de. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  16. Lecturio nun mit Android-App. smartdroidblog.de. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  17. Weiterbildung vom Sofa aus. Zeit Online. Abgerufen am 6. Mai 2014.
  18. Die Sieger des Gründerpreises 2009. Website des Unternehmensgründerbüros Leipzig. Abgerufen am 6. Mai 2014.
  19. 2. Leipziger Gründerpreisverleihung 2012. Website des Unternehmensgründerbüros Leipzig. Abgerufen am 6. Mai 2014.
  20. Sonderpreis der S-Beteiligungen an Lecturio. Website der S-Beteiligungen. Abgerufen am 6. Mai 2014.
  21. Reimagine Education 2016: Honours List - Reimagine Education. In: Reimagine Education. (reimagine-education.com [abgerufen am 27. April 2017]).
  22. Stipendium 2.0 – Lecturio vergibt Online-Stipendien für WiWi, Jura und Medizinstudenten. Connecticum – Karriere und Recruiting. Abgerufen am 8. Mai 2014.
  23. Das erste E-Learning-Stipendium für Medizinstudenten Uni.de. Abgerufen am 13. Mai 2014.