Leichtes Reiten

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Leichtes Reiten ist eine von Ursula Bruns und Linda Tellington-Jones eingeführte Reitart, die vorwiegend von Freizeitreitern gepflegt wird. Leichtes Reiten wird vorwiegend im Gelände geritten (Wanderreiten) und vereinigt Elemente unterschiedlicher Reitweisen, etwa des Westernreitens, der Islandpferdereiterei und der iberischen Reitweise.

Besondere Merkmale sind:

  • leichter Sitz, bei dem sich der Reiter wie beim Distanzreiten ausbalanciert. Der Oberkörper ist leicht vorgeneigt und der Schwerpunkt befindet sich über den Steigbügeln.
  • loser Zügel ohne Anlehnung
  • Wendungen werden eingeleitet durch Gewicht auf den inneren Bügel mit Schwerpunktverschiebung nach innen und Anlegen des äußeren Zügels an den Hals (Druckzügel)

Zu Ausbildungszwecken wird häufig mit Halsring statt mit Trense geritten. Es werden auch Schnur-Halfter und gebisslose Zäumungen, wie Lindel oder Bosal verwandt.

Angehende Reiter lernen zunächst auf dem Holzpferd Sitz und Hilfengebung, um die Pferde zu schonen.

Bodenarbeit ist für die Pferdeausbildung wesentlich. Das Pferd wird dabei am Strick, mit Stimme und langer Gerte geführt. Spielerisch werden so Geschicklichkeits-Parcours aus Stangen, Tonnen oder Tor und Wippe bewältigt.

Ausbildung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Ausbildungszentrum in Reken wird das Leichte Reiten gelehrt. Ursula Bruns hat zusammen mit Prof. Inge Behr die "BB-Methode" (Bruns Behr) entwickelt und die "10-Tage-Kurse" für erwachsene Reitanfänger durchgeführt: „Der Reiter muss genauso gymnastiziert werden wie das Pferd.“ Das Reitzentrum Reken wird heute von Jochen Schumacher geführt, einem Schüler von Ursula Bruns. Es gibt zahlreiche Ausbilder, welche nach dieser Methode unterrichten. Außerdem berichtete die Pferdezeitschrift „Freizeit im Sattel“ über das Leichte Reiten.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]