Leinenschussgerät

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Leinenschussgerät in Aktion zum Herstellen einer Leinenverbindung zwischen zwei Schiffen auf hoher See

Ein Leinenschussgerät ist ein Gerät, mit dessen Hilfe einen Leine verschossen werden kann, um eine Leinenverbindung zu einem Schiff oder einer Person im Wasser herzustellen.

Funktionsweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit Hilfe eines pyrotechnischen Treibsatzes oder Druckluft wird aus dem Leinenschussgerät (teilweise werden hierfür auch Seenotsignalpistolen verwendet) eine kleine Gewichtskapsel abgeschossen. An diesem Gewicht ist eine extrem reißfeste Nylonleine befestigt, die sich bei Abschuss von einer Spule abwickelt. Leinenschussgeräte können Leinen bis zu einer Entfernung von 300 Metern verschießen.

Einsatzgebiet[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Leinenschussgeräte werden in der Seefahrt eingesetzt. Mit der verschossenen, dünne Leine ist es möglich, auch bei schwerem Seegang, gegen Wind oder Strom oder über unbefahrbare Gewässer hinweg eine erste Leinenverbindungen zu einem anderen Schiff oder einer Person herzustellen. Mit Hilfe der Nylonleine kann eine dickere Leine zum Abschleppen eines Schiffes, zum Personenaustausch oder Bergegeräte herangezogen werden.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die DGzRS in Aktion im jahr 1880
Leinenschussgerät (1940)

Schon im 19. Jahrhundert verschoss die Deutsche Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger mit harpunenähnlichen Geräten Leinen, um Personen von gestrandeten Schiffen abzubergen. Bei den Leinen handelte es sich jedoch um gewöhnliches Schiffstauwerk, was fertig zum Abschuss sauber gelegt in Kisten transportiert wurde.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bericht über den Einsatz eines Leinenschussgerätes bei der DGzRS