Lesko

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Lesko
Wappen von Lesko
Lesko (Polen)
Lesko
Lesko
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Karpatenvorland
Powiat: Lesko
Fläche: 15,09 km²
Geographische Lage: 49° 28′ N, 22° 20′ OKoordinaten: 49° 28′ 28″ N, 22° 19′ 44″ O
Einwohner: 5529
(31. Dez. 2016)[1]
Postleitzahl: 38-600
Telefonvorwahl: (+48) 13
Gmina
Gminatyp: Stadt- und Landgemeinde
Gminagliederung: 14 Schulzenämter
Fläche: 111,58 km²
Einwohner: 11.467
(31. Dez. 2016)[1]
Bevölkerungsdichte: 103 Einw./km²
Gemeindenummer (GUS): 1821033
Verwaltung (Stand: 2007)
Bürgermeisterin: Barbara Jankiewicz
Adresse: ul. Parkowa 1
38-600 Lesko
Webpräsenz: www.lesko.pl



Ins Zentrum führende ul. Kościuszki, im Hintergrund die Pfarrkirche.
Das Schloss der Familien Kmit ist heute ein Hotel.

Lesko (bis 1931 Lisko) ist eine Stadt mit etwa 6.000 Einwohnern im Südosten Polens. Sie gehört dem Powiat Leski an und liegt in Bieszczady auf einer Erhebung über dem San.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im Jahr 1436 wurde Lesko erstmals urkundlich erwähnt. Unter König Kasimir IV. Jagellonicus bekam Lesko 1470 das Stadtrecht. In dieser Zeit gehörte die Stadt den Kmiten (Andreas Kmita de Wisnicze, frater germanus Petri Capitanei Scepusiensis et Stanislai, 1487), einer ansässigen Herrscherfamilie, die zu Anfang des 16. Jahrhunderts das noch heute erhaltene Schloss erbaute. Etwa um das Jahr 1538 wurde die spätgotische Pfarrkirche errichtet und 1896 folgte der Dom. Während des Nordischen Krieges plünderten und verheerten die Schweden die Stadt zwei Wochen lang, die befreienden Truppen Magnus Stenbocks plünderten weiter, da die Soldaten keinen Sold erhalten hatten.

1772 kam der Ort unter dem Namen Lisko zum österreichischen Galizien und war ab 1867 Sitz einer Bezirkshauptmannschaft. 1918 kam der Ort zur Zweiten Polnischen Republik und wurde innerhalb der Woiwodschaft Lemberg Sitz des Powiats Lisko, 1931 wurde die Stadt dann in Lesko umbenannt.

Im September 1939 kam der Ort nach der Sowjetischen Besetzung Ostpolens zur Sowjetunion und wurde unter seinem russischen Namen Lisko (Лиско) Hauptort des Ujesd Lisko innerhalb der Oblast Drogobytsch[2], ab dem 10. Januar 1940 zum Sitz des Rajons Lisko[3]. Nach dem Beginn des Deutsch-Sowjetischen Krieges im Juni 1941 wurde Lesko von Deutschland besetzt und in das Generalgouvernement, Distrikt Krakau, Kreishauptmannschaft Sanok eingegliedert. Nach der Rückeroberung durch die Rote Armee am 17. Oktober 1944 wurde der Ort wieder ein Teil der Sowjetunion, im März 1945 wurde die Stadt samt dem umliegenden Rajon an Polen zurückgegeben[4].

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Das Schloss der Familie Kmit stammt aus dem Jahr 1550; es wurde in der Folgezeit vielfach verwüstet und war darüber hinaus baulichen Veränderungen unterworfen.
  • Die Pfarrkirche wurde seit ihrer Entstehung 1539 mehrmals umgebaut und erhielt zwischen 1725 und 1765 einen freistehenden, barocken Glockenturm
  • Die ehemalige städtische Synagoge wurde um die Wende vom 16. zum 17. Jahrhundert errichtet und während der deutschen Besetzung im Zweiten Weltkrieg zerstört. Nach dem Wiederaufbau der Jahre 1960 bis 1963 diente sie nicht mehr sakralen Zwecken: Heute wird sie als Verkaufsraum für Kunst und Kunsthandwerk genutzt.
  • Auf dem nahe der Synagoge gelegenen jüdischen Friedhof finden sich noch Gräber aus dem 16. bis 20. Jahrhundert.

Gemeinde[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt- und Landgemeinde besteht aus der Stadt Lesko sowie 14 Schulzenämtern:

  • Bachlawa
  • Bezmiechowa Dolna
  • Bezmiechowa Górna
  • Dziurdziów
  • Glinne
  • Hoczew
  • Huzele
  • Jankowce
  • Łączki
  • Łukawica
  • Manasterzec
  • Postołów
  • Średnia Wieś
  • Weremień

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Lesko – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Population. Size and Structure by Territorial Division. As of December 31, 2016. Główny Urząd Statystyczny (GUS) (PDF-Dateien; 5,19 MiB), abgerufen am 29. September 2017.
  2. Указ Президиума ВС СССР от 4.12.1939 об образовании Волынской, Дрогобычской, Львовской … и Тарнопольской областей в составе Украинской ССР
  3. Інститут Історії України Національна Академія Наук України
  4. Umowa graniczna pomiędzy Polską a ZSRR z 16 sierpnia 1945 roku