Level 9

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Level 9 Computing
Rechtsform Limited
Gründung 1981
Auflösung 1991
Auflösungsgrund Geschäftsaufgabe
Sitz Weston-super-Mare (Großbritannien)
Leitung John Austin
Branche Softwareentwicklung

Level 9 war ein englisches Entwicklerstudio von Computerspielen, das einige der erfolgreichsten Textadventures für Heimcomputer der 1980er-Jahre publiziert hat.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Das Unternehmen wurde im Jahre 1981 von den Brüdern Peter, Michael und Nicholas Austin gegründet, die in allen Publikationen nur ihre Rufnamen Pete, Mike und Nick angaben. Peter Austin hatte zu diesem Zeitpunkt ein Studium der Psychologie und Informatik abgeschlossen und arbeitete hauptberuflich als Programmierer für PerkinElmer; seine Brüder studierten Ingenieurwissenschaften (Mike) bzw. Informatik (Nick).[1] Nachdem die Firma erste Erfolge zu verzeichnen hatte, stiegen die Schwester Margaret als Marketingdirektorin und der Vater John als Geschäftsführer ein. Für ihre Spiele entwarf Mike Austin die plattformunabhängige Programmiersprache A-Code. Für die zahlreichen damals auf dem Markt befindlichen Heimcomputer musste so nur einmalig ein individuelles Abspielprogramm programmiert werden; anschließend war jedes in A-Code programmierte Spiel auf jedem System lauffähig, für das ein solches Abspielprogramm existierte. Dies ermöglichte Level 9, selbstproduzierte Spiele in kurzer Zeit für eine Vielzahl von Systemen zu veröffentlichen. Die Firma produzierte so ca. 30 Spiele für die Heimcomputer BBC Micro, Commodore 64, Nascom, ZX Spectrum, Oric Atmos, Atari Lynx 48k, RML 380Z, Amstrad CPC, MSX, Apple II und Enterprise.

Hauptautor der Spiele war Firmenmitgründer Pete Austin. Seine Inspiration zog er aus den Rollenspielsystemen Dungeons & Dragons und dem von Muhammad Abd-Al-Rahman Barker entwickelten Empire of the Petal Throne.[1] 1991 sah sich das Unternehmen durch den schrumpfenden Markt gezwungen zu schließen.

Spieleübersicht[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Chris Bourne: On the level. In: Sinclair User. Nr. 38, Mai 1985, S. 60.