Liebfrauenkirche (Bottrop)

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Liebfrauen (2001)

Die katholische Liebfrauenkirche ist ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude in Bottrop-Eigen, einer kreisfreien Stadt in Nordrhein-Westfalen.

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Liebfrauenkirche wurde 1909–1914 im Zuge der Erschließung des Stadtteils Eigen nach Plänen des Kölner Dombaumeisters Bernhard Hertel erbaut.[1]

Architektur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Kirche ist eine stilreine neugotische Basilika mit Querhaus. Der quadratische, spitzhaubenbekrönte Portalturm mit oktogonalem Obergeschoss ist mit 78 Metern der höchste im Bistum Essen.[2] Der kreuzrippengewölbte Innenraum ist weiß gefasst, die Architekturgliederungen sind steinsichtig abgesetzt. Aufgrund von schadhaften Kreuzblumen wurde die Kirche im April 2017 teilweise eingezäunt, um Passanten zu schützen.[3]

Ausstattung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fenster[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Von der originalen Ausstattung ist wenig erhalten. Bemerkenswert sind die künstlerisch anspruchsvollen Bleiglasfenster aus verschiedenen Jahrzehnten des 20. Jahrhunderts.[4]

Orgel[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Orgel wurde 1929 von Romanus Seifert erbaut und 1989 durch Weyland Orgelbau restauriert. Im Jahr 2006 erfolgte eine weitere Restaurierung durch die Firma Franz Rietzsch. Dabei wurde eine englisch-romantische Chororgel aus York aus dem Jahr 1855 angebunden. Das Instrument verfügt über 62 Register auf vier Manualen und Pedal. Die Spiel- und Registertrakturen sowie die Koppeln sind elektrisch. Die Chororgel in der Funktion des Fernwerks besitzt einen eigenen Spieltisch mit mechanischer Spiel und Registertraktur.[5]

I Hauptwerk C–g3
Prinzipal 16′
Flauto major 8′
Gedackt 8′
Keraulophon 8′
Prinzipal 8′
Flauto 4′
Oktave 4′
Quinte 223
Oktave 2′
Mixtur IV 2′
Cornett V (ab f) 8′
Horn[6] 8′
Tremulant
II Positiv
(schwellbar)
C–g3
Gedackt 16′
Gemshorn 8′
Harmonieflöte 8′
Quintatön 8′
Salicional 8′
Praestant 4′
Rohrgedackt 4′
Nasat 223
Waldflöte 2′
Scharff III 113
Sifflöte 1′
Terz 135
Krummhorn 8′
Tremulant
III Schwellwerk C–g3
Quintatön 16′
Hornprinzipal 8′
Konzertflöte 8′
Holzflöte 8′
Viola 8′
Vox coelestis 8′
Aeoline 8′
Corno 8′
Prinzipal 4′
Traversflöte 4′
Piccolo 2′
Acuta IV 2′
Fagott 16′
Trompete 8′
Oboe 8′
Klarine 4′
Tremulant
IV Fernwerk (Chororgel) C–g3
Open Diapason 8′
Gemshorn 4′
schwellbar:
Clarabella 8′
Bell Gamba 8′
Voix Cèleste 8′
Flute 4′
Salicet 4′
Fifteenth 2′
Bourdon (Pedal C-c1) 16′
Tremulant
Cymbelstern
Pedal C–f1
Contrabass 16′
Subbass 16′
Gedacktbass 16′
Quintbass 1023
Oktavbass 8′
Flautbass 8′
Choralbass 4′
Flöte 2′
Posaune 16′
Trompete 8′
Tuba 8′
  • Koppeln:
    • Normalkoppeln: II/I, III/I, III/II, IV/I, IV/II, IV/III, I/P, II/P, III/P
    • Superoktavkoppeln: I/I, II/I, II/II, III/I, III/II, III/III
    • Suboktavkoppeln: I/I, II/I, II/II, III/I, III/II, III/III
  • Spielhilfen: ca. 4.000-fache Kombination

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hanns Wilhelm Große-Wilde: Liebfrauen Bottrop-Eigen 1905/09 - 1984. Lese- und Bilderbuch zur Geschichte des Eigens (Schriften zur Bottroper Geschichte Heft 6, 1984).
  • Thomas Hilgemeier und Christoph Schulte im Walde: Voix Celeste - 10 Jahre Orgelmusik in Liebfrauen Bottrop-Eigen 1983 - 1993 (Schriften zur Bottroper Geschichte Heft 18, 1993).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Liebfrauenkirche (Bottrop) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Bottrop. In: pimath.de, abgerufen am 30. Dezember 2014
  2. Den Eigen gibt es gleich zweimal. Warm und kalt – mit Kirche oder Schule. In: bottrop.de, abgerufen am 30. Dezember 2014
  3. Gotteshaus: Schäden an Liebfrauenkirche – Bauzaun schützt Passanten. In: WAZ, 8. April 2017, abgerufen am 10. März 2018
  4. glasmalerei-ev.de
  5. Orgel in Bottrop, Liebfrauenkirche. In: orgbase.nl, abgerufen am 2. April 2016.
  6. von Man. I–III und Pedal aus ansteuerbar

Koordinaten: 51° 32′ 28,6″ N, 6° 55′ 53,1″ O