Linaria pseudolaxiflora

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Linaria pseudolaxiflora
Systematik
Asteriden
Euasteriden I
Ordnung: Lippenblütlerartige (Lamiales)
Familie: Wegerichgewächse (Plantaginaceae)
Gattung: Leinkräuter (Linaria)
Art: Linaria pseudolaxiflora
Wissenschaftlicher Name
Linaria pseudolaxiflora
Lojac.

Linaria pseudolaxiflora ist eine Pflanzenart aus der Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae). Sie findet sich nur auf den Pelagischen Inseln und Malta.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linaria pseudolaxiflora ist eine einjährige Pflanze. Die kriechende, unverzweigte Sprossachse kann 5 bis 22 Zentimeter lang werden. Die elliptischen bis schmal verkehrt-lanzettlichen Blätter sind bis zu 10 Millimeter lang und 4 Millimeter breit und verjüngen sich fast spitz zum äußersten Ende hin. Sie sind im unteren Teil wirtelig, oberhalb wechselständig angeordnet.[1]

Blütezeit ist zwischen März und Mai. Der Blütenstand ist eine (kopfige) Traube mit ein bis fünf Blüten. Die Blütenstiele sind mit bis zu rund 6 Millimetern Länge deutlich länger als die Tragblätter. Der Kelch ist 3 bis 4,5 Millimeter lang, die Kelchlappen sind schmal länglich-rund und zum äußersten Ende hin fast spitz verjüngt. Die bläuliche Krone ist 15 bis 17 Millimeter lang, ihr Sporn 7 bis 8 Millimeter lang und gerade. Die Lappen der Oberlippe stehen aufrecht.[1]

Die Frucht ist eine Kapsel mit einem Durchmesser von 3,5 bis 5 Millimeter und enthält 0,6 bis 0,9 Millimeter im Durchmesser große, eiförmig bis annähernd nierenförmige, schwarze Samen. Auf Malta kommt sie selten bis verstreut vor.[2][1]

Verbreitung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Art ist ein sogenannter pelago-maltesische Endemit, sie findet sich also nur auf den Pelagischen Inseln und Malta. Sie besiedelt dort trockene felsige Standorte und alte Mauern.[1]

Systematik und botanische Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Linaria pseudolaxiflora wurde 1885 von Michele Lojacono-Pojero erstbeschrieben.[1]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e S.M. Haslam, P.D. Sell, P.A. Wolseley: A Flora of the Maltese Islands, Msida (Malta), 1977, S. 288–289.
  2. Hans Christian Weber, Bernd Kendzior: Flora of the Maltese Islands - A Field Guide, 2006, ISBN 3-8236-1478-9, S. 30.