Liste der Kulturdenkmale in Rottmannsdorf

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Die Liste der Kulturdenkmale in Rottmannsdorf enthält die in der amtlichen Denkmalliste des Landesamtes für Denkmalpflege Sachsen ausgewiesenen Kulturdenkmale im Zwickauer Ortsteil Rottmannsdorf.

Legende[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Bild: zeigt ein Bild des Kulturdenkmals und gegebenenfalls einen Link zu weiteren Fotos des Kulturdenkmals
  • Bezeichnung: Name, Bezeichnung oder die Art des Kulturdenkmals
  • Lage: Straßenname und wenn vorhanden Hausnummer des Kulturdenkmals; Grundsortierung der Liste erfolgt nach dieser Adresse. Der Link Karte führt zu verschiedenen Kartendarstellungen und nennt die Koordinaten des Kulturdenkmals.
  • Datierung: gibt das Jahr der Fertigstellung beziehungsweise das Datum der Erstnennung oder den Zeitraum der Errichtung an
  • Beschreibung: bauliche und geschichtliche Einzelheiten des Kulturdenkmals, vorzugsweise die Denkmaleigenschaften
  • ID: Die ID wird vom Landesamt für Denkmalpflege Sachsen vergeben.

Rottmannsdorf[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bild Bezeichnung Lage Datierung Beschreibung ID
Kirche mit Ausstattung Rottmannsdorfer Hauptstraße -
(Karte)
1100-1200 (Kirchturm) eine der wenigen alten Wehrkirchen im Zwickauer Umland, markant über dem Ort

stehend, von großer baugeschichtlicher, baukünstlerischer sowie landschaftsprägender Bedeutung Denkmaltext Die Rottmannsdorfer Kirche, die als Wehrkirche gilt, hat mehrere Brände und einige unsachgemäße Restaurationen erlebt, aus denen nur der Sachkundige das einstige Aussehen herauszuschälen weiß. Romanisch, das Innere restauriert 1892, Chorturmkirche, das flach gedeckte Schiff vom eingezogenen, gerade geschlossenen Chor durch spitzbogigen Triumphbogen abgesetzt, in der Ostwand Rundbogenfenster, Turm im Oberteil verschiefert und von Dachreiter bekrönt, spätgotische Sakramentsnische, Sakristei von 1861, bemerkenswertes Relief mit den Sitzfiguren von Christus und den 12 Aposteln, 15. Jh., Romanische Gruftgemälde, Sandsteinerner Taufständer mit Flachrelief, Deutschrenaissance 1600, Orgel von Müller, Werdau 1892, Die Rottmannsdorfer Kirche, die als Wehrkirche gilt, hat mehrere Brände und einige unsachgemäße Restaurationen erlebt, aus denen nur der Sachkundige das einstige Aussehen herauszuschälen weiß. Romanisch, das Innere restauriert 1892, Chorturmkirche, das flach gedeckte Schiff vom eingezogenen, gerade geschlossenen Chor durch spitzbogigen Triumphbogen abgesetzt, in der Ostwand Rundbogenfenster, Turm im Oberteil verschiefert und von Dachreiter bekrönt, spätgotische Sakramentsnische, Sakristei von 1861, bemerkenswertes Relief mit den Sitzfiguren von Christus und den 12 Aposteln, 15. Jh., Romanische Gruftgemälde, Sandsteinerner Taufständer mit Flachrelief, Deutschrenaissance 1600, Orgel von Müller, Werdau 1892,

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Wohnstallhaus, zwei Seitengebäude und Scheune eines Vierseithofes Rottmannsdorfer Hauptstraße 35
(Karte)
1. H. 19. Jh. einer der wenigen geschlossen

erhaltenen Vierseithöfe in Rottmannsdorf, daher von großer sozialgeschichtlicher und stadtentwicklungsgeschichtlicher Bedeutung Scheune: um 1900, langgestreckter zweigeschossiger Bau über rechteckigem Grundriss, Fachwerk, Mansarddach, 1. Seitengebäude: links neben dem Eingang, EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss verschiefert, flach geneigtes Satteldach, Fenster im EG und auch die Tür mit Ziegeln umrahmt, Bruchsteinsockel, um 1900, 2. Seitengebäude: EG massiv, dort Garageneinbau, Fachwerk-Obergeschoss, Satteldach, sehr schlicht, nur zur Vervollständigung des Hofes, eigentlich kein eigenständiger Denkmalwert, Wohnstallhaus: EG massiv, beide Giebelseiten massiv, Fachwerk-Obergeschoss, schlicht mit Eckstreben, gezapften Holzverbindungen, teilweise zu große Fenster, Satteldach mit kleinen Dachhäuschen über dem Eingang, Stalltüren noch erhalten, Putzfaschen an den Ecken, Graupelputz, 1. Hälfte 19. Jahrhundert

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Wohnstallhaus, Seitengebäude mit Durchfahrt und Scheune eines Vierseithofes Rottmannsdorfer Hauptstraße 37
(Karte)
bez. 1816 komplett erhaltener

Bauernhof mit gut erhaltenen Wohn- und Wirtschaftsgebäuden von baugeschichtlicher, ortsentwicklungsgeschichtlicher sowie städtebaulicher Bedeutung Wohnstallhaus: EG massiv, Obergeschoss Fachwerk verschiefert, Satteldach, am Schiefer bezeichnet Anno 1816, Preußisches Kappengewölbe, schlichtes Wohnstallhaus, baulich leicht überformt, durch erhöhte Lage und Originalzustand trotzdem Denkmal,

Scheune: eingeschossig mit Drempel, Fachwerk verbrettert, Satteldach

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Seitengebäude mit Oberlaube (ohne Anbau) und Scheune eines Vierseithofes Rottmannsdorfer Hauptstraße 49
(Karte)
2. H. 18. Jh. gut erhaltene

Wirtschaftsgebäude eines intakten Bauernhofes von großer hausgeschichtlicher Bedeutung Seitengebäude: EG teilweise massiv unterfahren, Fachwerk-Obergeschoss mit sechsjochiger Oberlaube und gezapften Knaggen sowie Holzbrüstungen, Satteldach, Biberschwanzdoppeldeckung, Fachwerk zweiriegelig mit gezapften Streben, Oberlaube mit außen liegendem Treppenaufgang

Scheune: langgestreckter eingeschossiger Fachwerkbau verbrettert mit zwei Tennen und Bansen, Satteldach, Biberschwanzdoppeldeckung,

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Wohnstallhaus, Scheune, Seitengebäude, Hofmauer und Streuobstwiese eines Dreiseithofes Rottmannsdorfer Hauptstraße 52
(Karte)
um 1800 gut erhaltenes

ländliches Ensemble von sozialgeschichtlicher, baugeschichtlicher und stadtentwicklungsgeschichtlicher Bedeutung Wohnstallhaus: Fachwerk-Obergeschoss, EG massiv mit nachträglicher Wärmedämmung und zu großen Fenstern, Fachwerk verschiefert, Satteldach, um 1800, Seitengebäude: an das Wohnstallhaus angebaut, zweigeschossig, EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, Satteldach, Biberschwanzdoppeldeckung, um 1800, Scheune: an das Seitengebäude angebaut, eingeschossig mit Drempelgeschoss, Fachwerk verbrettert, Satteldach, um 1800, Hofwand: Ziegelmauerwerk mit Holztor und Holzpforte,

Typischer Bauernhof des 19. Jahrhunderts, einer der wenigen noch geschlossen erhaltenen Bauernhöfe dieses Ortes.

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Häuslerhaus mit Einfriedung Rottmannsdorfer Hauptstraße 60
(Karte)
1. H. 19. Jh. zeittypischer schlichter Fachwerkbau von ortsgeschichtlicher,

baugeschichtlicher sowie sozialgeschichtlicher Bedeutung EG massiv und verändert, Fachwerk-Obergeschoss regelmäßig mit Eckstreben, Krüppelwalmdach, Nebenanlage: Einfriedung, schmiedeeiserner Zaun

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Wohnstallhaus eines ehemaligen Vierseithofes Rottmannsdorfer Hauptstraße 62
(Karte)
um 1750 breit gelagerter, markanter Fachwerkbau von

baugeschichtlicher, stadtentwicklungsgeschichtlicher und sozialgeschichtlicher Bedeutung EG massiv, unterfahren, Fachwerk-Obergeschoss, engstielig mit zahlreichen gezapften Streben, zweiriegelig, Fensteröffnungen im Fachwerk annähernd original beibehalten, EG zu große Fenster, massiver Türvorbau, geschweiftes Satteldach, markanter Giebel, Fachwerk verkleidet, das Haus wird geprägt von einem breiten Schwellenkranz bestehend aus dem Rähm das EG, Füllhölzern und der Schwelle des Obergeschoss, vermutlich ursprünglich auch im EG Fachwerk

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Wohnstallhaus eines ehemaligen Bauernhofes Rottmannsdorfer Hauptstraße 72
(Karte)
um 1830 eines der letzten ländlichen Wohn- und Wirtschaftsgebäude

in Rottmannsdorf von sozialgeschichtlicher und stadtentwicklungsgeschichtlicher Bedeutung

EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss, Krüppelwalmdach, Fachwerk regelmäßig mit Eckstreben, alle Holzverbindungen gezapft, dem Haus ist an der Hofseite ein massiver eingeschossiger Anbau vorgelagert, der allerdings nicht zur Vernichtung des Denkmalbestands geführt hat, der restliche des Hofes ist verändert bzw. heute nicht mehr erhalten

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Wohnstallhaus, angebautes Seitengebäude und Scheune eines Dreiseithofes Voigtsgrüner Straße 8
(Karte)
um 1850 einer der wenigen

Dreikanthöfe in dieser Landschaft in sehr gutem Originalzustand von baugeschichtlicher und sozialgeschichtlicher sowie stadtentwicklungsgeschichtlicher Bedeutung Wohnstallhaus: giebelständig zur Straße mit traufseitigem Anbau, EG massiv mit zu großen Fenstern, Fachwerk- Obergeschoss verschiefert mit zu großen Fenstern, Satteldach, die Verschieferung von 1885,

Seitengebäude: EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss verbrettert, mit dem Wohnstallhaus vermutlich durch einen Zwischenbau verbunden, daran anschließend ebenfalls im schrägen Winkel Verbindungsbau: EG massiv, Fachwerk-Obergeschoss, Satteldach, diese beiden Bauten vermutlich 1. Hälfte 19. Jahrhundert, daran anschließend Scheune,

Scheune: EG massiv, Ziegelmauerwerk verputzt mit Schlitzöffnungen, an der Traufseite mittig angeordnetem großem Holzflügeltor, Drempelgeschoss, Fachwerk verschiefert, dort zweiflügelige Rechteckfenster gesprosst, Satteldach, um 1850

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Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Kulturdenkmale in Zwickau – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien