Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grein

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Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Grein enthält die 23 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte in Grein.[1]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Foto   Denkmal Standort Beschreibung

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Haus St. Antonius, ehemaliges Franziskanerkloster und -kirche
BDA: 21641
Objekt-ID: 17961
Dampfschiffgasse 3
Standort
KG: Grein
Das Haus Antonius ist ein ehemaliges Franziskanerkloster nahe an der Donau und wird nach einer Sanierung seit 1997 für Glaubensveranstaltungen im Strudengau genutzt. Das Kloster war 1622 zum Zweck der Gegenreformation gegründet, am 29. Oktober 1784 von Kaiser Joseph II. aufgehoben und später als Amtsgebäude und Gefängnis genutzt worden.[2] Bemerkenswert sind Fenster in flach profilierten Steinrahmungen, im Erdgeschoß ein ovales Ochsenaugenfenster in einem primitiven Holzrahmen sowie ein steinerner Türrahmen mit Oberlicht und originaler Holztüre aus der Zeit nach 1800. Im Obergeschoß befindet sich ein Teil des ehemaligen Konventganges (durchlaufende Tonne mit Kreuzgraten). Der Klostergarten verfügt über einen großen Brunnen in achteckiger Granitfassung. Der Kreuzgang ist abgewinkelt und verläuft um drei Seiten des Hofes.
Datei hochladen Gigerlitzbrunnen
BDA: 25319
Objekt-ID: 21744
bei Donaulände 4
Standort
KG: Grein
Der Steinbrunnen vor der Donaufront des Stadtamtes wurde vom italienischen Steinmetzmeister Spozzi um 1636 errichtet.
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BDA: 21646
Objekt-ID: 17966
Donaulände 6
Standort
KG: Grein
Die frühhistoristische Villenanlage wurde 1860–1864 erbaut. Bis zum Bau der Uferstraße war sie dreigeschoßig, das ehemalige Erdgeschoß ist heute tiefergelegt.[3]
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BDA: 22776
Objekt-ID: 19115
gegenüber Friedhofstraße 5
Standort
KG: Grein
Der Friedhof liegt am nordöstlichen Stadtrand und stammt in der heutigen Form aus dem Jahr 1841.[4]

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Schloss Greinburg
BDA: 37930
Objekt-ID: 37360
Greinburg 1
Standort
KG: Grein
Sie ist das Wahrzeichen der Stadt Grein und das älteste Wohnschloss Österreichs. Ihr heutiges Aussehen ist bestimmt von der spätmittelalterlichen Burganlage aus den Jahren 1488–1493 und den Umbauten aus dem 16. und 17. Jahrhundert.

Hauptartikel: Schloss Greinburg


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Meierhof
BDA: 25316
Objekt-ID: 21741
Greinburg 2
Standort
KG: Grein
Die langgestreckte Dreiflügelanlage steht westlich des Schlosses Greinburg und stammt aus der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts unter Verwendung älterer Substanz.[5]
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BDA: 37929
Objekt-ID: 37355
Hauptstraße 2
Standort
KG: Grein
Das ehemalige Schulmeister- bzw. Mesnerhaus befindet sich auf der Ostseite des Greiner Stadtplatzes und ist an den Kirchturm angebaut. Der zweigeschoßige spätgotische Bau mit Walmdach stammt aus der Zeit um 1500.[6]

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Kath. Pfarrkirche Hl. Ägidius
BDA: 21640
Objekt-ID: 17960
Kirchenplatz 1
Standort
KG: Grein
Die Pfarrkirche Sankt Ägidius in Grein ist eine spätgotische, jedoch stark erneuerte Hallenkirche mit barockem Hochaltar aus dem Jahr 1749 mit einem Gemälde von Bartolomeo Altomonte. Die Kanzel mit den vier Kirchenvätern wurde 1679 von der Schlossherrin der Greinburg gestiftet.
Datei hochladen Pfarrhof
BDA: 21642
Objekt-ID: 17962
Kirchenplatz 1
Standort
KG: Grein
Der zweigeschoßige Bau mit Satteldach befindet sich nordöstlich der Stadtpfarrkirche.

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Wetterstation
BDA: 22771
Objekt-ID: 19110
bei Kirchenplatz 1
Standort
KG: Grein
Die Wetterstation am Beginn der Hauptstraße in der Nähe des Greiner Stadtplatzes nördlich der Pfarrkirche wurde 1905 „aus Anlass des 25-jährigen Bestandes des Verschönerungs-Vereines Grein 1880–1905“ errichtet und 2002 saniert.[7]
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BDA: 21643
Objekt-ID: 17963
Kirchenplatz 3
Standort
KG: Grein
Am Standort befindet sich seit 1826 die Volksschule. Das Gebäude erhielt 1889 die heutige Form und wurde zu Beginn der 1970er-Jahre modernisiert. Nach der Hochwasserkatastrophe 2002 war eine gründliche Sanierung samt Umbau erforderlich. Während der Zugang vom Kirchenplatz den Eindruck eines eingeschoßigen Gebäudes vermittelt, zeigt sich in der Südansicht ein blockartiges, dreigeschoßiges Schulhaus.
Datei hochladen Bildstock Blaues Kreuz
BDA: 25322
Objekt-ID: 21747
Kreuznerstraße 47
Standort
KG: Grein
Der Bildstock laut Erlass Ferdinands III trägt die Jahreszahl 1650 und erinnert an die Befreiung aus einer Kriegsnot:

„Lob Preis Und Danckh Dem FridensGot Der Uns Hat Gfierdh Aus der KriegsNot
Sigmundt Ludwig Graf Von Dietrich Sain
1650“

Datei hochladen Wohnhaus, heute Landesmusikschule
BDA: 22765
Objekt-ID: 19104
Schloßgasse 8
Standort
KG: Grein
Der zweigeschoßige Bau mit Satteldach und Fensterdekor am Fuß der Greinburg wurde 1893 erbaut.
Datei hochladen Kalvarienberg mit Kalvarienbergkapelle
BDA: 22772
Objekt-ID: 19111
Schwalleck
Standort
KG: Grein
Die Kalvarienbergkapelle enthält die künstlerisch bedeutsame Figurengruppe, die von Johann Worath um 1660 geschaffen wurde. Bei den Figuren handelt es sich um spätbarocke, lebensgroße Figuren des Gekreuzigten, der beiden Schächer sowie den drei Assistenzfiguren hll. Maria, Magdalena und Johannes. Der Kalvarienberg befand sich ursprünglich auf dem Klosterareal an der Klostermauer. Die Figuren gehörten nach der Aufhebung des Franziskanerklosters der Stadt Grein und waren später Teil des Kommunevermögens. Zu Beginn der 1960er-Jahre wurde der Kalvarienberg an der heutigen Stelle neu errichtet.[8]
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BDA: 21665
Objekt-ID: 17986
Stadtplatz 3
Standort
KG: Grein
Der dreigeschoßige Renaissancebau mit Schopfwalmdach wurde Ende des 16. Jahrhunderts erbaut. Im Erdgeschoß ist er mittels Segmentbögen geöffnet.
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BDA: 21666
Objekt-ID: 17987
Stadtplatz 4
Standort
KG: Grein
Das Haus ist ein Anfang des 16. Jahrhunderts erbautes, breites Renaissancehaus mit Schopfwalmdach. Im Inneren befindet sich eine Durchfahrt mit Stichkappentonnen und Riemlingdecken mit Rüstbäumen (bez. 1570).
Datei hochladen Wohn- und Geschäftshaus, ehemaliges Gasthaus zum goldenen Löwen
BDA: 21667
Objekt-ID: 17988
Stadtplatz 5
Standort
KG: Grein
Das dreigeschoßige Doppelhaus stammt aus dem Anfang des 16. Jahrhunderts und weist Renaissanceelemente auf. Im Inneren befinden sich Riemlingdecken und Rüstbäumen.
Datei hochladen Meggauer Brunnen
BDA: 22770
Objekt-ID: 19109
Stadtplatz
Standort
KG: Grein
Der Stadtbrunnen am historischen Stadtplatz von Grein wurde von den Greinern wegen dessen sozialem Engagement nach dem ehemaligen Besitzer der Greinburg, Leonhard Helfried von Meggau benannt und stammt aus dem Jahr 1872.

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Kaffeesiederei Blumensträußl
BDA: 21668
Objekt-ID: 17989
Stadtplatz 6
Standort
KG: Grein
In diesem ursprünglich spätgotischen und im 18. Jahrhundert barockisierten Gebäude befindet sich eine originale Holzbalkendecke aus dem Jahr 1642. Die Einrichtung ist im Stil der Biedermeierzeit gehalten.

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Schule, ehemaliges Rathaus, Stadttheater
BDA: 22762
Objekt-ID: 19101
Stadtplatz 7
Standort
KG: Grein
In diesem Renaissancebau aus dem 16. Jahrhundert befand sich bis Mitte des 20. Jahrhunderts das Rathaus, nunmehr fungiert es als Museum. In diesem Gebäude befindet sich auch das Stadttheater von Grein. Dieses wurde 1790/91 erbaut und ist eine Sehenswürdigkeit von europäischer Bedeutung, das älteste im Originalzustand erhaltene bürgerliche Theater Mitteleuropas.
Datei hochladen Inschrifttafel Kaiser Franz Josef Jubiläums-Straße
BDA: 25323
Objekt-ID: 21748

Standort
KG: Grein
Die Tafel erinnert an den Bau einer Straße von Grein in das Hinterland, die 1898 von der Stadt Grein, den Gemeinden Dimbach und Sankt Georgen am Walde, der oberösterreichischen Landesvertretung und zahlreichen Interessenten errichtet worden ist.
Datei hochladen Wasserwerk
BDA: 25318
Objekt-ID: 21743
Kaiser-Friedrich-Straße
Standort
KG: Panholz
Das Wasserwerk befindet sich nordöstlich des Stadtgebietes von Grein. Es ist ein späthistoristischer Bau aus dem Ende des 19. Jahrhunderts mit hohem Kranzgesims und einem Portal, das von mächtigen Halbsäulen eingerahmt wird.[9]

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6 Viadukte
BDA: 111983
Objekt-ID: 130022
seit 2013

Standort siehe Beschreibung
KG: Grein
Die Viadukte der Donauuferbahn überqueren donauabwärts die Friedhofstraße sowie die Feldgasse, den Greinerbach und die Greinerbachstraße (Lage), die Jubiläumsstraße (Lage), die Greiner Straße (B119) (Lage), die Greinerwaldstraße (L573) und den Kreuznerbach (Lage, 5-bogig, 16 m hoch, 70 m lang, 2016 generalsaniert), und den Gießenbach (Lage, teilweise bereits in der Katastralgemeinde Struden von St. Nikola an der Donau.)

Legende[Quelltext bearbeiten]

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes.[1] Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:

Foto: Fotografie des Denkmals. Klicken des Fotos erzeugt eine vergrößerte Ansicht. Daneben finden sich ein oder zwei Symbole:
Das Symbol bedeutet, dass weitere Fotos des Objekts verfügbar sind. Durch Klicken des Symbols werden sie angezeigt.
Durch Klicken des Symbols können weitere Fotos des Objekts in das Medienarchiv Wikimedia Commons hochgeladen werden.
Denkmal: Bezeichnung des Denkmals. Es ist die Bezeichnung angegeben, wie sie vom Bundesdenkmalamt (BDA) verwendet wird.
Weiters sind ein oder mehrere Objekt-Identifier für das Denkmal angeführt, deren wichtigste die hier kurz mit BDA bezeichnete HERIS-ID (Heritage Information System ID der Datenbank österreichischer Kulturdenkmale (P9154)) und der mit Objekt-ID bezeichnete alte Datenbankschlüssel des BDAs (auch DBMS-ID, Objekt-ID der Datenbank österreichischer Kulturdenkmale (P2951), hinfällig nach Vollendung der Transition) sind. Weitere Identifier verlinken entweder auf andere externe Datenbanken (z. B. Tiroler Kunstkataster) oder auf weitere Wikipedia-Repräsentationen desselben Objekts (z. B. Gemeindebauten in Wien), abhängig von den Einträgen im zugehörigen Wikidata-Item, das auch verlinkt ist.
Standort: Es ist die Adresse angegeben. Bei freistehenden Objekten ohne Adresse (zum Beispiel bei Bildstöcken) ist im Regelfall eine Adresse angegeben, die in der Nähe des Objekts liegt. Durch Aufruf des Links Standort wird die Lage des Denkmals in verschiedenen Kartenprojekten angezeigt. Darunter ist die Katastralgemeinde (KG) angegeben.
Beschreibung: Kurze Angaben zum Denkmal.

Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.

Durch Klicken von Karte mit allen Koordinaten (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.

Abkürzungen des BDAs: BR … Baurecht, EZ … Einlagezahl, GB … Grundbuch, GstNr. … Grundstücksnummer, KG … Katastralgemeinde, 0G … Grundstücksnummernadresse

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Peter Adam, Beate Auer, Susanne Bachner, Brigitta Fragner, Ulrike Knall-Brskovsky, Anna Piuk, Franz Peter Wanek, Monika Wiltschnigg: Die Kunstdenkmäler Österreichs. Dehio-Handbuch Oberösterreich. Band I, Mühlviertel, 1. Auflage, Verlag Berger & Söhne, Ferdinand, 2003, herausgegeben vom Bundesdenkmalamt, ISBN 3-85028-362-3

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Denkmalgeschützte Objekte in Grein – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Oberösterreich – unbewegliche und archäologische Denkmale unter Denkmalschutz. (PDF), (CSV). Bundesdenkmalamt, Stand: 29. Juni 2022.
  2. Haus St. Antonius – ehemaliges Franziskanerkloster. In: grein.ooe.gv.at. 21. Juli 2000, abgerufen am 13. Juni 2021.
  3. Dehio Mühlviertel 2003, S. 228
  4. Dehio Mühlviertel 2003, S. 234
  5. Dehio Mühlviertel 2003, S. 225
  6. Dehio Mühlviertel 2003, S. 229
  7. Voglhofer – Restaurierung der Wetterstation aus dem 19. Jahrhundert (PDF-Datei; 1 MB)
  8. Bezirksrundschau Perg, Nr. 44, 31. Oktober/1. November 2012, S. 4.
  9. Dehio Mühlviertel 2003, S. 235
  10. § 2a Denkmalschutzgesetz im Rechtsinformationssystem des Bundes.