Die literarische Welt

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Die literarische Welt. Unabhängiges Organ für das deutsche Schrifttum war ein Periodikum in der Weimarer Republik, das als Wochenschrift von Ernst Rowohlt und Willy Haas 1925 in Berlin gegründet wurde. Die Zeitschrift erschien von 1925 bis 1933 unter der Herausgeberschaft von Willy Haas. 1934, im Verlauf der von den NS-Machthabern sogenannten „Gleichschaltung“ wurde sie in „Das deutsche Wort“ umbenannt.[1]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zunächst erschien die Zeitschrift in der Literarische Welt Verlagsgesellschaft, Berlin-Lichterfelde. Die Redaktion saß in der Passauer Straße. Nach Haas' Emigration wurde sie kurzzeitig als „Neue Folge“ gleichen Titels (1933–1934) fortgesetzt, herausgegeben von Karl Rauch. Nachdem die Zeitschrift im Sinn der nationalsozialistischen „Gleichschaltung“ seit 1934 Das deutsche Wort genannt wurde, erschien sie im Berliner Verlag Bott. Sie wurde 1941 eingestellt.[2]

Ab 1998 gibt die Tageszeitung Die Welt die Samstagsbeilage Ein Journal für das literarische Geschehen unter dem Titel Die literarische Welt heraus, mit dem Hinweis: „Gegründet von Willy Haas, 1925“.

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Seit März 2017 übernahm Mara Delius die Leitung dieser "Literarischen Welt". Mara Delius war seit 2011 Feuilletonredakteurin und weitere Autorin der "Welt". Die Literarische Welt wird seitdem, zusammen mit dem Feuilleton, in einer erweiterten Fassung unter der Gesamtverantwortung des "Welt"-Kulturchefs Andreas Rosenfelder erscheinen. Delius folgte auf Richard Kämmerlings.

Autoren[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zu den Autoren gehören u. a.:

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Willy Haas: Die literarische Welt. Lebenserinnerungen. Fischer, Frankfurt am Main 1983, ISBN 3-596-25607-0 (Nachdruck von 1957)
  • Die literarische Welt. Unabhängiges Organ für das deutsche Schrifttum. Kraus, Nendeln FL 1973 (DNB 550123849).
  • Pascale Avenel: Willy Haas et le périodique „Die literarische Welt“ 1925–1933. Presses Universitaires du Septentrion, Villeneuve d'Ascq 1997, ISBN 2-284-00204-8 (Dissertation Universität Lille 1995).

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Ernst Fischer, Stephan Füssel (Hg.), Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert, Teil 2, Berlin, Boston, 2012, S. 99
  2. Ernst Fischer, Stephan Füssel (Hg.), Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert, Teil 2, Berlin, Boston, 2012, S. 99