Ljustdorf

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Ljustdorf (Oblast Odessa)
Ljustdorf
Ljustdorf
Oblast Odessa
Lage von Ljustdorf in der Oblast Odessa

Ljustdorf (ukrainisch und russisch Люстдорф; deutsch Lustdorf, auch ukrainisch Чорноморка Tschornomorka, russisch Черноморка Tschernomorka) ist ein Stadtteil der ukrainischen Stadt Odessa und ein Badeort an der Küste des Schwarzen Meeres.

Der Stadtteil liegt im Rajon Kiew der Stadt Odessa südlich des Flughafens und 16 km südlich des Stadtzentrums.

In Ljustdorf befindet sich ein Kindersanatorium[1] und mit dem Sport- und Regenerationskomplex Ljustdorf (Спортивно-оздоровительный комплекс «Люстдорф») das Trainingsgelände des erfolgreichen ukrainischen Fußballvereins FK Tschornomorez Odessa.[2]

Geschichte[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Tramstation Lustdorf am Anfang des 20. Jahrhunderts

Die Ortschaft ist eine Gründung schwarzmeerdeutscher Siedler aus Württemberg, die sich 1805 hier ansiedelten und lag innerhalb der Großliebentaler Kolonie.[3][4] Die Siedlung hieß zu Beginn Kaiserheim, erhielt jedoch bald darauf, da dem damaligen russischen Kaiser Alexander I. der Name nicht gefiel, den Namen Lustdorf. Zu Ehren der Tochter Olga von Kaiser Nikolaus II. wurde Lustdorf 1907 in Olgino (Ольгино) umbenannt und 1944 erhielt das Dorf den Namen Tschornomorka.

Im August 1907 wurde die Straßenbahnlinie vom Zentrum Odessas nach Ljustdorf erbaut, womit das Dorf das einzige ländliche Gebiet im Russischen Kaiserreich war, das eine elektrische Straßenbahnverbindung besaß.[5]

Söhne und Töchter der Ortschaft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • William Walcot (1874–1943), britisch-russischer Architekt und Künstler

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Ljustdorf – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Kindersanatorium Ljustdorf; abgerufen am 30. März 2019 (russisch)
  2. Trainingsbasen auf der offiziellen Website des FK Tschornomorez Odessa; abgerufen am 30. März 2019 (russisch)
  3. Lustdorf auf German from russia heritage collections; abgerufen am 30. März 2019.
  4. Die Geschichte der Rußlanddeutschen im Überblick; abgerufen am 30. März 2019.
  5. Die Geschichte der deutschen Kolonie: von Lustdorf nach Tschornomorka auf odessa-life.od.ua vom 21. Juli 2018; abgerufen am 30. März 2019 (russisch)


Koordinaten: 46° 21′ 0″ N, 30° 42′ 9″ O