Lovemobil

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Liebesmobil an einer Einfahrt in Deutschland
Wohnwagen-Strich am Bahnhof Köln Eifeltor, Deutschland, 2012
Lovemobile in Lyon, Frankreich, 2006

Als Lovemobil (deutsch Liebesmobil) werden mobile Bordelle, meist in Form von Wohnwagen oder Wohnmobilen, bezeichnet. Sie werden von Prostituierten zur Ausübung ihres Gewerbes genutzt und stehen in Deutschland meist an den Ausfallstraßen vieler Städte. Während Wohnwagen meistens etablierte Plätze besetzen, sind Wohnmobile mobiler.

Rechtliche Lage in Deutschland[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die niedersächsische Stadt Soltau (Heidekreis) wollte 2012 die Dichte von „Lovemobilen“ im Stadtumfeld einschränken und erhob eine Vergnügungssteuer auf die Prostitution in Wohnmobilen. Damit stellte sie die mobilen Bordelle zum Beispiel Schaustellerbetrieben gleich. Ein Eigentümer von fünf derartigen Fahrzeugen klagte beim Niedersächsischen Oberverwaltungsgericht in Lüneburg gegen eine entsprechende Abgabe von fünf Euro pro Tag.[1] Die Stadt sah den Betreiber als Unternehmer, der zu versteuernde Veranstaltungen anbietet. Das Verwaltungsgericht in Lüneburg hatte in erster Instanz die Abgabe für zulässig befunden.

Sicherheit[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Lovemobile stehen meist in abgelegenen Teilen von Orten. Damit setzen sich die darin arbeitenden Prostituierten einem Sicherheitsrisiko aus. Es kommt immer wieder zu Fällen, in denen Gewalt gegen Prostituierte ausgeübt wird, ohne dass diese schnell Hilfe holen können.[2][3]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. http://www.abendblatt.de/region/niedersachsen/article111496521/Lovemobile-beschaeftigen-Oberverwaltungsgericht.html
  2. Hohenbosteler vergewaltigt Prostituierte im Lovemobil. In: Leinetal Online News. 15. März 2012; abgerufen am 7. September 2016.
  3. http://www.feuerwehr-broeckel.de/feuerwehr/index.php?option=com_content&view=article&id=111:brennender-wohnwagen&catid=50:einsaetze-2011&Itemid=94