Lower-Subansiri-Talsperre

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Lower Subansiri Dam
Lower Subansiri Hydroelectric Power Project (LSHEP)

BW

Lage: Arunachal Pradesh
Zuflüsse: Unterer Subansiri
Abflüsse: Unterer Subansiri
Lower Subansiri Dam (Indien)
Lower Subansiri Dam
Koordinaten 27° 32′ 35″ N, 94° 15′ 25″ O27.54305555555694.256944444444Koordinaten: 27° 32′ 35″ N, 94° 15′ 25″ O
Daten zum Bauwerk
Sperrentyp: Gewichtsstaumauer
Bauzeit: 2007–2018 (geplant)[veraltet]
Höhe über Talsohle: 116 m
Höhe über Gründungssohle: 130 m
Bauwerksvolumen: 2.250.000 m³
Kronenlänge: 284 m
Kraftwerksleistung: 2000 MW
Betreiber: NHPC Limited
Daten zum Stausee
Wasseroberfläche 33,5 km²
Stauseelänge 47 km
Speicherraum 1370 Mio. m³
Bemessungshochwasser: 37.500 m³/s

Die Lower-Subansari-Talsperre, offiziell genannt Lower Subansiri Hydroelectric Power Project (LSHEP), ist ein in Bau befindliches Talsperrenprojekt mit einer Gewichtsstaumauer als Absperrbauwerk am Subansiri, einem Nebenfluss des Brahmaputra, im Nordosten Indiens. Die Sperrstelle liegt 2,3 km stromaufwärts des Dorfes Gerukamukh im Distrikt Lower Subansiri im indischen Bundesstaat Arunachal Pradesh.

An der Talsperre wird ein Laufkraftwerk gebaut, das nach Angaben des Bauherrn NHPC Limited eine Nennleistung von 2000 MW haben wird.[1]

Das Projekt erlitt während des Baus einige Rückschläge durch Erdrutsche, Umplanungen und politische Widerstände. Es soll 2016 fertiggestellt sein und wird, an der elektrischen Leistung gemessen, das zweitgrößte Wasserkraftwerk Indiens nach der Tehri-Talsperre sein.[2][3] Die Bauarbeiten begannen im Dezember 2007.

Bauwerk[Bearbeiten]

Die Gewichtsstaumauer aus Beton ist über dem Flussbett 116 m hoch und über der Gründungssohle 130 m. Die Staumauer wird 284 m lang und ein Bauwerksvolumen von 2.250.000 m³ haben. Der Stausee hat einen Stauinhalt von 1,37 km³, von dem 0,44 km³ für die Stromerzeugung oder Bewässerung genutzt werden können. Bei normalem Wasserstand nimmt der Stausee eine Fläche von 33,5 km² ein[4]. Das Krafthaus steht am linken Ufer; es erhält acht 250-MW-Francis-Turbinen und -Generatoren.[1][4] Jährlich sollen 7421 GWh Strom erzeugt werden.

Die Hochwasserentlastung hat die Form einer Skisprungschanze.

Im November 2011 erreichte die Staumauer eine Höhe von 138 m, das ist kurz unter der Überlaufkante der Hochwasserentlastung bei 145 m (Unklar wegen Widerspruch zur Mauerhöhe, siehe Infobox). Am 16. Dezember 2011 wurde der Bau durch Proteste unterbrochen.[5]

Abflüsse[Bearbeiten]

Die Wasserabflüsse unterhalb der Staumauer werden je nach Strombedarf variieren und es wird erwartet, dass es im Winter meist niedrige (6 m3/s) Abflüsse und abends zu Spitzenzeiten hohe Abflüsse von bis zu 2560 m3/s für die Stromerzeugung geben wird.[6]

Umweltbelastungen[Bearbeiten]

Oberhalb und unterhalb des Standortes wird es Umweltbelastungen geben, die typisch für sehr große Stauanlagen sind. Dies bedeutet unter anderem Landverlust und Umweltschäden.

Der Stausee wird einen Flussabschnitt von 47 km Länge überfluten und 37,5 bis 40 km² Fläche mit subtropischen Himalaya-Kieferwäldern, subtropischen Himalaya-broadleaf-Wäldern, Teile des "Tale Valley Wildlife Sanctuary", einen Elefanten-Biotopverbund und einige Felder zerstören.[7]

Umsiedlungen[Bearbeiten]

38 Familien müssen laut offiziellen Angaben für den Stausee umgesiedelt werden.[8]

Siehe auch[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b Welcome to Subansiri (Lower) Project, NHPC India, aufgerufen am 12. März 2012
  2. Construction of Subansiri dam not to be stopped, TNN, Bennett, Coleman & Co. Ltd., Times of India, 16. Februar 2012, aufgerufen am 9. März 2012.
  3. Subansiri dam work not to be halted: Ramesh, The Assam Tribune, 12. August 2010, aufgerufen am 28. August 2010.
  4. a b India: National Register of Large Dams 2009, Central Water Commission, aufgerufen am 10. Juli 2011 (pdf-Datei; 1,3 MB)
  5. Fighting India’s mega dams, Tanmoy Sharma, China Dialogue vom 9. März 2012, The Third Pole, aufgerufen am 7. Mai 2012
  6. People’s Power Blocks Dam Construction in Northeast India, Peakwater, Tag Archive for 'Subansiri Dam', 5. Dezember 2011, aufgerufen am 7. Mai 2012
  7. Lower Subansiri: NHPC had to pay Rs 3 B for forestland, SANDRP, , Dams, Rivers & People 2-issue 9-10-11, Seite 12, Okt, Nov, Dez 2004, aufgerufen am 9. März 2012 (pdf-Datei; 437 kB)
  8. The Indigenous World 2004, Diana Vinding, Eks-Skolens Trykkeri, ISSN 0105-4503, ISBN 87-90730-83-6, Kopenhagen 2004, Seite 323, aufgerufen am 9. März 2012

Weblinks[Bearbeiten]