Luc Orient

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Luc Orient (Luc Orient) ist eine zwischen 1967 und 1994 erschienene frankobelgische Comicserie. Schöpfer der Science-Fiction-Serie waren Greg und Eddy Paape.

Inhalt[Bearbeiten]

Luc Orient, dessen Freundin Yvonne sowie Professor Hugo Kala sind Mitarbeiter der fiktiven paneuropäischen Wissenschaftsbehörde Eurokristall, wobei Kala die Rolle des genialen Wissenschaftlers, Orient als namensgebende Hauptfigur der Serie die des impulsiven Tatmenschen und Yvonne die einer eher aufmerksam-aufpassend im Hintergrund mitdenkenden Mitarbeiterin einnimmt. Die Serie erinnert zu Beginn noch etwas an Flash Gordon, entwickelt dann jedoch rasch mehr Eigenständigkeit. Die Abenteuer spielen größtenteils auf der Erde, aber auch häufig auf den fiktiven Planeten Terango und Robak. Neben genretypischen Wesen wie mutierten Tieren und exotischen Monstern sind häufig wiederkehrende Antagonisten Orients der terangische Diktator Sectan sowie der geniale, aber bösartige irdische Wissenschaftler Doktor Argos.

Veröffentlichungen[Bearbeiten]

Luc Orient erschien ab 1967 in Fortsetzungen in Tintin. Es war damals eine der vielen Serien, die unter dem damaligen Herausgeber Greg gestartet wurden, um das Magazin einem Facelifting zu unterziehen. Ab 1969 wurden die Geschichten bei Editions du Lombard in Albenform veröffentlicht.

Bis zu Album 13 erschienen regelmäßig ein bis zwei Ausgaben pro Jahr, die späteren Geschichten erschienen unregelmäßig. Nummer 16 wurde von Paape selbst geschrieben, Nummer 17 ist eine Sammlung zuvor veröffentlichter Kurzgeschichten, 1994 erschien mit Nummer 18 die wohl letzte Folge. Es existiert jedoch noch ein achtseitiges Fragment einer nach Gregs Tod unvollendet gebliebenen Geschichte.

Sein Deutschland-Debüt gab Luc Orient im Magazin MV-Comix des Ehapa-Verlags, wo unter dem Titel Dr. Nirgendwo lediglich die Kurzgeschichte Les spores de nulle part in Nr. 25/1970 zum Abdruck kam. Anschließend erschien die Serie bei Koralle in Fortsetzungen in Zack und dessen Ablegern (1972–1979), einige Geschichten auch in Albenform (Zack Comic Box). Im Carlsen Verlag und im Bastei-Verlag erschienen dann die Alben 1 bis 13 in chronologischer Reihenfolge. Der Bastei-Verlag stattete die Bände für den Kioskverkauf mit neuen Titelbildern eines anderen Zeichners aus. Die Bände 14 bis 17 erschienen beim Norbert Hethke Verlag, die Nummer 18 schließlich bei Salleck bzw. beim Verlag Mosaik Steinchen für Steinchen, bei dem auch das Fragment im Rahmen eines Zack-Sonderheftes veröffentlicht wurde.

Seit 2011 erscheint eine Gesamtausgabe im Rahmen der Ehapa Comic-Collection.

Alben[Bearbeiten]

Nr. Originaltitel Deutscher Titel Veröffentlichung
1 Le Dragon de Feu Im Tal der verbotenen Steine (Bastei)
Die Feuerdrachen (Carlsen)
1967
2 Les Soleils de Glace Die Außerirdischen (Bastei)
Die gefrorenen Sonnen (Carlsen)
1967
3 Le Maitre de Terango Im Zentrum der fremden Macht (Bastei)
Gefahr aus dem All (Carlsen)
Der Tyrann von Terango (Koralle-Zack Album 15)
1968
4 La Planète de l'Angoisse Korrans Rache (Bastei)
Der Planet der Angst (Carlsen)
1968-69
5 La Forêt d'Acier Die Killer-Automaten (Bastei)
Der stählerne Wald (Carlsen)
1969
6 Le Secret des 7 Lumières Todesstrahlen aus dem Kosmos (Bastei)
Phantome des Lichts (Carlsen)
1970
7 Le Cratère aux Sortilèges Endstation Wahnsinn (Bastei)
Der Krater des Verderbens (Carlsen)
1971
8 La Légion des Anges Maudits Hilfe für das Super-Baby (Bastei)
Im Bann der teuflischen Strahlen (Carlsen)
1971-72
9 24 Heures pour la Planète Terre Attacke der Mikroben-Beißer (Bastei)
Die letzten 24 Stunden der Erde (Carlsen)
1972-73
10 Le 6ème Continent Der siebte Kontinent (Bastei)
In den Fängen der Ameisenmenschen (Carlsen)
1974
11 La Vallée des Eaux Troubles Sprung in die Vergangenheit (Bastei)
Sprung in die Vergangenheit (Carlsen)
1974
12 La Porte de Cristal Die Arche der Dartz (Bastei)
Das Kristalltor (Carlsen)
1975-76
13 L'Enclume de la Foudre Der Amboß des Blitzes (Bastei)
Der Amboss des Blitzes (Carlsen)
1977
14 Le Rivage de la Fureur Das Ufer des Schreckens (Hethke) 1981
15 Roubak, Ultime Espoir Robak, letzte Hoffnung (Hethke) 1984
16 Caragal Caragal (Hethke) 1985
17 Les Spores de Nulle Part Die Sporen aus dem Nichts (Hethke) 1990
18 Rendez-Vous à 20 Heures en Enfer Reise in die Hölle (Salleck SC & Mosaik Zack lim. HC mit Druck) 1994
19 Le Mur Die Mauer (Mosaik-Zack Sonderheft 3) 1999

Kurzgeschichten[Bearbeiten]

  • 1970: Les spores de nulle part (Tintin Pocket Sélection, 12 Seiten)
  • 1980: La vengeance (Super Tintin Spécial, 11 Seiten)
  • 1981: Les rayons de feu du soleil (Super Tintin Spécial, 10 Seiten)

Weblinks[Bearbeiten]