Ludwig Albrecht

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Ludwig Albrecht (* 5. Juli 1861 in Moringen am Solling, Niedersachsen; † 28. Februar 1931 in Hamburg) war ein evangelisch-lutherischer und katholisch-apostolischer Theologe. Bekannt wurde Albrecht durch seine Übersetzung des Neuen Testaments.

Lebenslauf[Bearbeiten]

Albrecht studierte an der Georg-August-Universität Göttingen und an der Kaiser-Wilhelm-Universität Straßburg Evangelische Theologie. Nach Abschluss seines Studiums wirkte er in Scharnebeck bei Lüneburg im Dienst der ev.-luth. Landeskirche Hannovers. 1889 legte er sein Pfarramt nieder. Seitdem arbeitete er in den katholisch-apostolischen Gemeinden, zuletzt in Bremen. Da er außer Türkisch und Russisch viele weitere europäische Sprachen beherrschte, galt sein Wirken besonders dem Ausland.

Albrecht diente von 1900 bis 1931 für die katholisch-apostolischen Gemeinden als so genannter „Erzengel der Allgemeinen Kirche“, was in etwa einem Erzbischof mit überregionalen Aufgaben entspricht. Er war der letzte lebende Erzengel der katholisch-apostolischen Gemeinden und reiste als letzter lebender höherer beziehungsweise zuletzt höchster Kirchendiener der Gemeinden viel durch die Gemeinden. Da er zur Bewältigung dieser weiten Strecken öfter mit dem Flugzeug reiste, trug er scherzhaft den Spitznamen "flying angel".

Schriften[Bearbeiten]

  • Die ersten 15 Jahre der christl. Kirche, 1900 (2. Auflage: 1935)
  • Paulus, der Apostel Jesu Christi, 1903
  • Der Islam, 1918
  • Der Buddhismus, 1919 (2. Auflage: 1923)
  • Das Neue Testament in die Sprache der Gegenwart übersetzt und kurz erläutert, 1920 (7. Auflage: 1953: 45.-60. Tsd.)
  • Die Geschichte des Volkes Israel von Muse bis auf die Gegenwart, 1926 (2. Auflage: 1927)
  • Die Psalmen, in die Sprache der Gegenwart übersetzt und kurz erläutert, 1927
  • Übersetzung der großen und kleinen Propheten (als Manuskript hinterlassen)

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]