Ludwig Burchard

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Ludwig Burchard (* 31. Mai 1886 in Mainz; † 7. September 1960 in London) war ein deutscher Kunsthistoriker und Rubens-Forscher.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Nach dem Abitur am Großherzoglichen Gymnasium in Karlsruhe studierte Burchard in Heidelberg (1904–1907) und Halle (1907–1911) bei Adolph Goldschmidt, bei dem er 1911 mit der Dissertation "Die Holländischen Radierer vor Rembrandt" promoviert wurde. Während des Ersten Weltkriegs war er ab 1917 bei der Bergungsstelle für Kunstwerke beim Gouvernement Metz tätig. 1919 heiratete er Lily Stange und war bis 1920 Redakteur beim Thieme-Becker Künstlerlexikon. Von 1920 bis 1922 fungierte er als Herausgeber der "Zeitschrift für bildende Kunst".

1935 emigrierte er wegen der antisemitischen Politik der Nationalsozialisten mit seiner Familie nach England, wo er 1940 für kurze Zeit interniert und 1948 naturalisiert wurde. Mehr als 40 Jahre lang befasste er sich mit den Vorarbeiten zum Corpus Rubenianum, das in den Jahren 1968 bis 1982 vom Nationaal Centrum voor de Plastische Kunsten zu Brüssel posthum veröffentlicht wurde.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Die Holländischen Radierer vor Rembrandt. P. Cassirer, Berlin 1917.
  • Die Legende von Barlaam und Josaphat : Zugeschrieben dem hl. Johannes von Damaskus, München : Theatiner Verlag, 1924
  • Katalog der Ausstellung: Das flämische Landschaftsbild des 16. und 17. Jahrhunderts; 6. - 30. Nov. 1927, Verleger Berlin : Galerie Dr. Gottschewski/Dr. Schäffer, 1927
  • Corpus Rubenianum Ludwig Burchard. An illustrated catalogue raisonné of the Work of Peter Paul Rubens, 26 Bände, New York 1968–1982.
  • Zusammen mit R. A. d'Hulst: Rubens drawings. 2 Bde. Brüssel 1963.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Ulrike Wendland: Biographisches Handbuch deutschsprachiger Kunsthistoriker im Exil, München 1999, S. 78–83.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]