Ludwig Dringenberg

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Ludwig Dringenberg (* 1410 vermutlich in Dringenberg, Fürstbistum Paderborn; † 1477 in Schlettstadt, Elsass) war ein deutscher Pädagoge, Humanist und Kleriker.

Dringenberg wurde vermutlich in Dringenberg in Westfalen geboren. Er war wahrscheinlich auf einer Schule der Brüder vom gemeinsamen Lebens, auch Hieronymusschule genannt, die im Kloster Böddeken wirkte. Er studierte in Heidelberg ab 1430. In Schlettstadt im Elsass wurde er 1441 Leiter der dortigen Lateinschule. Er legte dort eine Humanistenbibliothek an, die heute zusammen mit der Privatbibliothek von Beatus Rhenanus noch Bedeutung als Humanistenbibliothek in Schlettstadt erlangt hat. Ein bekannter Schüler Dringenbergs war Jakob Wimpheling, von dessen frühe Prägung durch Dringenberg Erasmus von Rotterdam zu berichten weiß.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Kämmel, HeinrichLudwig Dringenberg. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 5, Duncker & Humblot, Leipzig 1877, S. 411 f.
  • Miriam U. Chrisman: Art. Ludwig Dringenberg. In: Peter G. Bietenholz / Thomas B. Deutscher (Hg.): Contemporaries of Erasmus. A Biographical Register of the Renaissance and Reformation. Bd. I. Toronto: UP 1985, S. 406.
  • Rainer Dringenberg: Ludwig Dringenberg. Ein gelehrter Westfale im Elsass. Dringenberg 2003 (16 S.).
  • Claus D. Hillebrand und Peter Zimber: Drei Westfalen in Heidelberg, Historische Persönlichkeiten aus dem Land der verlorenen Söhne, GRIN-Verlag, München, 2013, S. 48–82, ISBN 978-3-656-55464-6
  • Ludger Tewes und Heinz Dieter Heimann: Ludwig von Dringenberg. Humanist und Schulreformer, in: Von Soest aus Westfalen, hg. v. Heinz-Dieter Heimann, Verlag Schöningh, Paderborn 1986, S. 197–208. ISBN 3-506-73908-5.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wikisource: Burgunderkriege – Quellen und Volltexte

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Vgl. Erasmus von Rotterdam: Epist. 2088 (24. Jan. 1529) [Vorwort zur 2., veränderten Aufl. des Ciceronianus]. In: Opus Epistolarum Des. Erasmi Roterodami, ed. P. S. Allen, Bd. VIII (Oxford 1934), S. 19, Z. 63–65: Nam a teneris vsque annis educatus in honestissimis litteris, primum Slestadii sub Ludouico Dringenbergio Vuesphalo.