Luftkammer

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Schematischer Längsschnitt eines Vogeleis:
1 Kalkschale
2 Schalenhaut
3 Schalenhaut
4 Chalaza (Hagelschnur)
5 äußeres Eiklar (dünnflüssig)
6 mittleres Eiklar (dickflüssig)
7 Dotterhaut
8 Bildungsdotter
9 Keimfleck ("Hahnentritt")
10 Gelber Dotter
11 Weißer Dotter
12 inneres Eiklar (dünnflüssig)
13 Chalaza (Hagelschnur)
14 Luftkammer
15 Kutikula

Als Luftkammer bezeichnet man die in einem Ei eingeschlossene Luft, die dem Embryo eines Vogels in seiner letzten Entwicklungsphase als Atemluftvorrat dient. Die Luftkammer liegt am stumpfen Ende des Eies. Im Laufe des Heranreifens des Kükens wird sie immer größer, und zwar zum einen durch die Verdunstung des Wassers über die Kalkschale des Eies nach außen, zum anderen durch den Verbrauch des Eiklars und Eidotters durch das Küken im Verlauf seiner Entwicklung.

Kurz vor dem Schlüpfen dreht sich das Küken mit dem Kopf zum stumpfen Ende des Eies und durchbricht die Eihaut (auch Schalenhaut genannt) vor der sich dort befindenden Luftkammer. Nun beginnt es mit der Atmung. Wenn das Küken atmet, beginnt es mit dem Eizahn die Eierschale zu durchbrechen, andernfalls stirbt es.

Im Haushalt wird die Luftkammer des Eies "zweckentfremdet". Da sie auch bei unbefruchteten Eiern mit der Zeit durch die normale Verdunstung des Wassers im Ei immer größer wird, kann sie benutzt werden, um in etwa das Alter des Eies zu bestimmen. Hierzu gibt es folgende Methode:

  • Das Ei in einen Behälter mit Wasser legen:
Durch das Vergrößern der Luftkammer wird der Auftrieb größer.
Ei in Bodennähe: jünger
Ei an Wasserlinie: älter