Lumen (Biologie)

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Das Lumen, Pl. Lumina (lateinisch lūmen, deutsch ‚Licht‘, ‚Fenster‘) ist in der Anatomie die Bezeichnung für die innere oder – wörtlich übersetzt – „lichte“ Weite (auch „Lichtweite“) des Innenraums von röhrenförmigen Körpern und Hohlorganen,[1] zum Beispiel der Blutgefäße, des Magens, des Darms und der Harnblase von Säugetieren und im Tracheensystem von Insekten.

Bei Pflanzen bezeichnet Lumen den Hohlraum einer Leitzelle (Trachee, Tracheide, Siebröhre). Auch das Innere von Zellorganellen (z. B. des Endoplasmatischen Retikulums) und Membransystemen (z. B. Thylakloiden in Chloroplasten) wird Lumen genannt.

In der Medizintechnik wird auch das Innere von Kathetern und Schläuchen als Lumen bezeichnet. Manche Katheter haben mehrere Lumina, z. B. Zentrale Venenkatheter.[2]

Wortherkunft[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Lichtöffnung ist eine Nebenbedeutung des lateinischen Wortes lūmen (vgl. lūx, deutsch ‚Licht‘).[3][4] In der anatomischen Bedeutung ist der Begriff erst seit Ende des 19. Jahrhunderts in der Gelehrtensprache nachweisbar.[5]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • R. A. Cote (Hrsg.): SNOMED Systematisierte Nomenklatur der Medizin. Band I, ISBN 3-662-22412-7, NumerischerIndex.
  • Erich Wintermantel, Suk-Woo Ha: Medizintechnik. Life Science Engineering. ISBN 3-540-93936-9.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Pschyrembel (Hrsg.): Klinisches Wörterbuch. 266. Auflage. 2014.
  2. Zentraler Venenkatheter - Klinische Anwendung. Amboss.
  3. Übersetzung für "lumen". Langenscheidt.
  4. Lumen. Spektrum der Wissenschaft.
  5. Wörterbuchsuche nach lumen auf reference.com (englisch)