Lumensekunde

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Physikalische Einheit
Einheitenname Lumensekunde

Einheitenzeichen
Physikalische Größe(n) Lichtmenge
Formelzeichen
Dimension
System Internationales Einheitensystem
In SI-Einheiten
Abgeleitet von Lumen, Sekunde

Lumensekunde (Einheitenzeichen lms) ist die SI-Einheit der Lichtmenge. Sie berechnet sich als Integral eines Lichtstroms, der in Lumen angegeben ist, über die Zeit in Sekunden:[1]

Die Einheit wird auch Talbot (nach William Henry Fox Talbot) oder Lumberg genannt, jedoch sind diese speziellen Namen weder von den Organen der Internationalen Meterkonvention für den Gebrauch zusammen mit SI-Einheiten angenommen, noch in Deutschland gesetzliche Einheiten im Messwesen.

Gleichzeitig mit der Einheit Lumberg wurde auch das Lumerg geschaffen, das entsprechend dem Verhältnis zwischen Erg und Joule definiert wurde, als 1 lumerg = 10−7 lms.

In der Praxis wird oft die Lumenstunde (lmh) als Maß verwendet, welche die Menge von einem Lumen über eine Stunde ist.

Übersicht über grundlegende Lichtgrößen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Übersicht über photometrische Größen und Einheiten
Bezeichnung Formelzeichen Definition Einheitenname Einheitenumformung Dimension
Lichtstrom
(luminous flux, luminous power)
Lumen (lm)
Beleuchtungsstärke
(illuminance)
Lux (lx), früher Nox (nx), Phot (ph)
Spezifische Lichtausstrahlung
(luminous emittance)
Lux (lx)
Leuchtdichte
(luminance)
keine eigene Einheit, manchmal Nit genannt, früher
in Stilb (sb), Apostilb (asb), Lambert (la), Blondel
Lichtstärke
(luminous intensity)
Candela (cd) (SI-Basiseinheit), früher in Hefnerkerze
(HK), Internationale Kerze (IK), Neue Kerze (NK)
Lichtmenge
(luminous energy)
Lumensekunde (lm s), Talbot, Lumberg
Belichtung
(luminous exposure)
Luxsekunde (lx s)
Lichtausbeute
(luminous efficacy)
Lumen / Watt
Raumwinkel
(solid angle)
Steradiant (sr)  (Eins)

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Thomas Jüstel, Sebastian Schwung: Leuchtstoffe, Lichtquellen, Laser, Lumineszenz. Springer, Berlin, Heidelberg 2016, ISBN 978-3-662-48455-5, S. 96, doi:10.1007/978-3-662-48455-5.