MAN 2F1

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MAN
MAN 2F1 1959.JPG

MAN 2F1 von 1959

MAN 2F1
Hersteller: MAN Ackerdiesel
Verkaufsbezeichnung: MAN 2F1
Produktionszeitraum: 1957–1961
Motoren: Zweizylinder Viertakt-Dieselmotoren
Radstand: 1650 mm
Leergewicht: 840 kg
Vorgängermodell: keines
Nachfolgemodell: keines
Blick auf die linke Seite

Der 2F1 ist ein Schleppermodell der Ackerdiesel-Sparte von MAN. Von 1957 bis 1961 wurden über 6000 Exemplare gebaut.

Allgemein[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 2F1 war ein Gemeinschaftsprodukt von MAN, Güldner und Fahr. Bei Güldner wurde er unter der Typenbezeichnung AK9 und bei Fahr unter D88 vertrieben. Abgesehen von den Blechanbauteilen Kotflügel und Motorhaube waren die Modelle im Wesentlichen baugleich.

Der kleinste Schlepper des Produktprogramms wich im Vergleich zu den anderen Ende der 50er und Anfang der 60er Jahre vertriebenen MAN-Modellen in Größe und Konzept ab; MAN setzte in der Hauptsache auf große Modelle mit Allradantrieb und wassergekühlten Motoren. Zur Abrundung des Produktprogramms nahm man den 2F1 ins Programm auf, der zu Beginn nur über 13 PS, später über 14 PS verfügte und nur Hinterachsantrieb hatte.

Konzept[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der 2F1 ist ein Tragschlepper, der zwischen Vorder- und Hinterachse mit Anbaugeräten versehen werden kann. Als Zusatzausrüstung waren Mähwerk und Hydraulik verfügbar. Das Getriebe ist eine Konstruktion von ZF. Es verfügt über ein Vorgelege zur Untersetzung der drei Vorwärts- und des einen Rückwärtsgangs, sodass insgesamt 6 + 2 Fahrstufen zur Verfügung stehen. Darüber hinaus ist eine manuelle Differentialsperre und zuschaltbare Antriebe für Mähwerk und Zapfwelle integriert. Die Bremse wirkt über die Antriebswellen auf den Antriebsstrang und die hinteren Räder. Die Vorderachse ist als Pendelachse ausgeführt, der Schlepper verfügt über keinerlei Federung abgesehen von den Luftreifen.

Motor[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Motor des 2F1 ist ein Zweizylinder von Güldner mit 883 cm³ Hubraum. Der Motor bringt 14 PS. Die Einspritzung erfolgt über eine mechanische Pumpe von Bosch, der Einspritzdruck beträgt ca. 170 Bar. Eine Besonderheit ist das M-Verfahren, mit dem der Motor arbeitet. Dieses Mittenkugelbrennverfahren wurde bei MAN an dem Güldnermotor nachgerüstet. Die Maschine wird durch ein am Schwungrad befestigtes Lüfterrad zwangsgekühlt. Im Gegensatz zu den meisten Dieselmotoren verfügt dieser Motor über keine Vorglühanlage im klassischen Sinn. Die Kompression ist ausreichend hoch, um auch bei Temperaturen bis unter 10 °C durch Durchdrehen des Motors selbst zu starten. Für den Winter ist im Ansaugrohr zwischen Luftfilter und Ansaugbrücke eine Glühwendel zur Vorwärmung der Verbrennungsluft eingebracht, die über einen Schalter im Armaturenbrett aktiviert werden kann.

Elektrik[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die elektrische Ausrüstung umfasste serienmäßig einen Anlasser, eine Gleichstromlichtmaschine, Hupe sowie eine Beleuchtung mit Abblend- und Fahrlicht. Das als Sonderausstattung erhältliche Fernthermometer dient zur Überwachung der Motortemperatur und ist mit der Hupe verbunden. Es aktiviert diese bei Überschreiten der kritischen Temperatur des Motorblocks. Des Weiteren konnte ein Betriebsstundenzähler als Sonderoption bestellt werden.

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Wolfgang H. Gebhardt: Deutsche Traktoren seit 1907. MotorBuch-Verlag Spezial, 1. Auflage 2006, ISBN 978-3-613-02620-9

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: MAN F tractors – Sammlung von Bildern
WikibooksWikibooks: Traktorenlexikon: MAN 2F1 – Lern- und Lehrmaterialien