Vorgelege

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Ein Vorgelege ist eine Erweiterung des Schaltgetriebes von Fahrzeugen und Werkzeugmaschinen. Wird es dem Standardgetriebe zugeschaltet, so verringert sich die Drehzahl der angetriebenen Welle, und das zur Verfügung stehende Drehmoment wird erhöht. Das Zuschalten erfolgt meistens nicht synchronisiert, d. h. im Stillstand der Wellen.

Die Drehzahlen werden auf diese Weise an zwei verschiedene Betriebsarten angepasst. Bei Fahrzeugen sind es z. B. die Fahrt auf ebenen Straßen einerseits und am Berg oder im weglosen Gelände andererseits. Bei Drehmaschinen erfolgt z. B. das Gewindeschneiden mit besonders kleiner, durch ein Vorgelege möglicher Drehzahl.

Bei den meistens aus Zahnrädern bestehenden Schaltgetrieben ist der Ausgangswelle eine parallele Vorgelegewelle beigefügt, zu der hin- und zurück über zwei Zahnradstufen im eingeschalteten Zustand der Antrieb umgeleitet und ins Langsame übersetzt wird.[1]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Heinrich Dubbel: Taschenbuch für den Maschinenbau. 6. Auflage, Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1935.
  • Johannes Looman: Zahnradgetriebe. Grundlagen - Konstruktionen - Anwendungen in Fahrzeugen, 3. Auflage, Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1996, ISBN 978-3-540-89459-9.
  • Hans Rögnitz: Stufengetriebe an Werkzeugmaschinen mit kreisender Hauptbewegung. 2. Auflage, Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1944.
  • Hans Christoph von Seherr-Thoss: Die Entwicklung der Zahnrad-Technik. Zahnformen und Tragfähigkeitsberechnung, Springer Verlag, Berlin / Heidelberg 1965.

Anmerkung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Getriebe einer Drehmaschine mit Vorgelege. Abgerufen am 15. Februar 2017 (3. Bild).