Magnesiumtrisilicat

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Strukturformel
Strukturformel von Magnesiumtrisilicat
Allgemeines
Name Magnesiumtrisilicat
Andere Namen
  • Magnesii trisilicas
  • di-Magnesiumtrisilicat
  • E 553 (II)[1]
Summenformel Mg2O8Si3
Kurzbeschreibung

weißer Feststoff[2]

Externe Identifikatoren/Datenbanken
CAS-Nummer
  • 14987-04-3
  • 39365-87-2 (Hydrate)[3]
PubChem 5311266
Wikidata Q836952
Eigenschaften
Molare Masse 260,86 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[2]

Löslichkeit

nahezu unlöslich in Wasser[4]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [2]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [2]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Magnesiumtrisilicat ist eine anorganische chemische Verbindung des Magnesiums aus der Gruppe der Silicate.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumtrisilicat kommt als Hydrat natürlich in Form des Minerals Meerschaum vor.[5]

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumtrisilicat kann durch Ausfällen aus Magnesiumsalzlösungen (z. B. Magnesiumchlorid oder Magnesiumsulfat[3]) mit Alkalisilicaten (wie Natriumsilicat) gewonnen werden. Durch Variation der Ausgangsbedingungen gewinnt man Produkte (Hydrate) unterschiedlicher Zusammensetzung.[5]

Eigenschaften[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumtrisilicat ist ein hygroskopisches, weißes, geruch- und geschmackloses Pulver, das unlöslich in Wasser und Ethanol ist.[5] Die Verbindung zersetzt sich bei Kontakt mit Säuren.[6] Die Verbindung besitzt eine fast amorphe Struktur aus einzelnen Schichten die unregelmäßig und nicht einmal parallel übereinander liegen.[7]

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Magnesiumtrisilicat wird zur Herstellung von Meerschaumpfeifen verwendet.[5] Es wird auch als Rieselhilfe, Farbstoff und anderem in der Kosmetikindustrie eingesetzt.[6] Es wird auch als Antazidum eingesetzt.[8]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Sabine Nieslony: Lebensmittelzusatzstoffe Internationale Standards und Nummerierungssysteme. Behr's Verlag DE, 2014, ISBN 3-89947-991-2, S. 227 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  2. a b c d Datenblatt Magnesium trisilicate hydrate, tested according to Ph.Eur. bei Sigma-Aldrich, abgerufen am 22. Mai 2016 (PDF).
  3. a b David B. Troy, Paul Beringer: Remington The Science and Practice of Pharmacy. Lippincott Williams & Wilkins, 2006, ISBN 978-0-7817-4673-1, S. 1297 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  4. Eintrag zu Magnesiumsilicate. In: Römpp Online. Georg Thieme Verlag, abgerufen am 22. Mai 2016.
  5. a b c d Franz v. Bruchhausen, Siegfried Ebel, Eberhard Hackenthal, Ulrike Holzgrabe: Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis Folgeband 5: Stoffe L-Z. Springer-Verlag, 2013, ISBN 978-3-642-58388-9, S. 92 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  6. a b Michael Ash, Irene Ash: Handbook of Preservatives. Synapse Info Resources, 2004, ISBN 978-1-890595-66-1, S. 441 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  7. E. J. W. Whittaker: Crystallography An Introduction for Earth Science (and other Solid State) Students. Elsevier, 2013, ISBN 978-1-4832-8556-6, S. 234 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).
  8. Harald Schmidt: Pharmakologie und Toxikologie für Studium und Praxis ; mit 281 Tabellen. Schattauer Verlag, 2007, ISBN 978-3-7945-2295-8, S. 610 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).