Mahsati

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Aserbaidschanische Briefmarke zum fiktiven 900. Geburtstag Mahsatis. In Aserbaidschan wird sie Məhsəti Gəncəvi genannt.

Mahsati (persisch ‏مهستى‎, DMG Mahsatī) war eine persische Dichterin, die zwischen Anfang des 11. und Mitte des 12. Jahrhunderts lebte.[1]

Leben[Bearbeiten]

Über Leben und Wirken Mahsatis ist wenig bekannt. Frühe Quellen ordnen ihr Wirken den Höfen Mahmuds von Ghazna (971–1030), des Seldschuken Ahmad Sandschar in Balch (1084–1157) oder eines legendären Königs von Gəncə zu.[1] In seinem Standardwerk Die schöne Mahsatī stellt Fritz Meier eine mögliche Lebenszeit zwischen den Jahren 1000 und spätestens 1150 fest.[2]

Werk[Bearbeiten]

Mahsatis Werk besteht fast ausschließlich aus Rubāʿīs, deren Zuordnung jedoch allesamt umstritten ist, da eine Originalkompilation fehlt. Es sind in der Regel Liebesgedichte, in denen die Unerreichbarkeit des Geliebten, mangelnde Gegenliebe und die dadurch entstehende Grausamkeit beschrieben werden. Mystische Themen, wie sie typisch für die persische Poesie sind, fehlen dagegen weitgehend.[1]

Romantische Verklärung[Bearbeiten]

Mahsati wurde schon früh Heldin romantischer Erzählungen, deren frühestes Beispiel man in Fariduddin Attars Ilāhī-nāme findet.[1] Der Volksroman Dāstān-e Amīr Aḥmad-o Mahsatī schildert, aufbauend auf Vierzeilern Mahsatis, die Liebesgeschichte zwischen Dichterin und Dichter.[3]

Literatur[Bearbeiten]

  • Jan Rypka: History of Iranian Literature. Reidel Publishing Company.
  • Edward Brown: A literary History of Persia in Four Volumes. Cambridge University Press 1969, Band 2, S. 344

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d  J.T.P. de Bruijn: Mahsatī. In: The Encyclopaedia of Islam. New Edition. VI, Brill, Leiden 1991, S. 85b–86a.
  2.  Fritz Meier: Die schöne Mahsatī. Ein Beitrag zur Geschichte des persischen Vierzeilers. Steiner, Wiesbaden 1963, DNB 453286631.
  3.  Fritz Meier, Gudrun Schubert und Renate Würsch (Hrsg.): Die schöne Mahsatī. der Volksroman über Mahsatī und Amīr Aḥmad (= Fritz Meier: Nachgelassene Schriften. 2). Brill, Leiden 2005, ISBN 90-04-14098-0, DNB 984957421.