Maighelsgletscher

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Maighelsgletscher
Die beiden Gletscherteile vom Piz Badus aus gesehen (2008)

Die beiden Gletscherteile vom Piz Badus aus gesehen (2008)

Lage Graubünden, Schweiz
Gebirge Lepontinische Alpen
Typ Hanggletscher
Länge 1,7 km (Ost, 1973)
Fläche 1,15 km² (1973)
Exposition Nordwest
Höhenbereich 2920 m ü. M. – 2575 m ü. M. (2019)
Breite ⌀ 0,85 km (1973)
Eisdicke ⌀ 23,2 m (Ost, 1973)
Eisvolumen 0,0255dep1 (1973)
Koordinaten 696000 / 159999Koordinaten: 46° 35′ 4″ N, 8° 41′ 28″ O; CH1903: 696000 / 159999
Maighelsgletscher (Kanton Graubünden)
Entwässerung Rein da Maighels, Rein da Curnera, Vorderrhein, Rhein, Nordsee
Besonderheiten zwei, heute getrennte Zungen
Vorlage:Infobox Gletscher/Wartung/Bildbeschreibung fehlt

Der Maighelsgletscher (rätoromanisch Glatscher da Maighels) ist ein Alpen-Gletscher in der westlichsten Ecke des Kantons Graubünden in der Schweiz. Er liegt am Nordwestabhang des Piz Ravetsch (3007 m ü. M.) und seines Nebengipfels Piz Borel (2952 m ü. M.) im hinteren Val Maighels auf dem Gebiet der Gemeinde Tujetsch in der Surselva.

Der kleine Gletscher ist durch einen Felskamm in zwei Teile getrennt. Vor rund 100 Jahren waren die beiden Teile im unteren Bereich hingegen noch verbunden.[1] Der östliche Teil ist etwas grösser und länger, vergleiche die untenstehende Tabelle. Wie alle anderen Gletscher der Region ist auch am Maighelsgletscher ein weitergehender deutlicher Rückgang zu erkennen.[2] Der Maighelsgletscher wird jedoch nicht laufend beobachtet oder vermessen.[3]

Die beiden Gletscherzungen speisen den Rein da Maighels, einen der Quellflüsse des Vorderrheins.

Der Gletscher kann durchs Val Maighels einfach von Tschamut und der Maighelshütte aus erreicht und im Winter mit Tourenskiern befahren werden.

Wichtige Kennzahlen für die beiden Gletscherzungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Fläche (km²)[4]
Gletscher 1850 1973 Verlust 1850–1973
Ostteil 1,28 0,705 0,576
Westteil 0,85 0,444 0,406
Länge (km)[4]
Gletscher 1850 1973 Rückzug 1850–1973
Ostteil 2,4 1,7 0,7
Westteil 1,9 1,0 0,9
Höhe Gletscherzunge (m)[4]
Gletscher 1850 1973 Verlagerung 1850–1973
Ostteil 2305 2460 155
Westteil 2360 2520 160
Mittlere Breite (m)[4]
Gletscher 1850 1973
Ostteil 530 410
Westteil 450 440
Volumen (geschätzt)[4]
Gletscher 1850 (km³) 1973 (km³) Verlust 1850–1973 (%)
Ostteil 0,0353 0,0164 54
Westteil 0,0208 0,0091 44

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Siegfriedkarte; vgl. [1]
  2. Andi Jacomet: Sedruner Gletschervergleiche 1983-2011: Eis ade. In: JacoBlök. 9. Oktober 2011, abgerufen am 26. Februar 2012.
  3. Gletscher und Klimawandel in Graubünden. (PDF; 1,0 MB) In: Amt für Wald Graubünden. Januar 2009, abgerufen am 29. Juli 2012.
  4. a b c d e Max Maisch: Die Gletscher Graubündens. Rekonstruktion und Auswertung der Gletscher und deren Veränderungen seit dem Hochstand von 1850 im Gebiet der östlichen Schweizer Alpen. In: Physische Geographie. Vol. 33. Geographisches Institut der Universität Zürich, Zürich 1992, ISBN 3-85543-229-5.