Makame

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Die Makame, auch Maqama (arabisch مقامة, DMG maqāma, Plural maqāmāt), ist eine Gattung der arabischen Literatur. Sie zeichnet sich durch die Verwendung von Reim im Prosatext aus.

Die Makame entstand aus einer Grundlage von Bettleransprachen durch al-Hamadhani im 10. Jahrhundert und erlangte im 11. Jahrhundert als sprachliches Schaustück Verbreitung. Einer der wichtigsten Verfasser von Makamen ist neben al Hamadhani sein Imitator al-Hariri. Das Werk von Hariri ist im deutschen Sprachraum vor allem durch die Nachdichtung von Friedrich Rückert bekannt geworden. Makame bilden die textliche Grundlage des mittelalterlichen arabischen Schattenspiels (chayāl az-zill).

In der hebräischen Literatur wird die Gattung als „Machberet“ (מחברת) bezeichnet. Zu den bekanntesten Verfassern von Machberot gehören Jehuda Alcharizi („Sefer Tachkemoni“) und Immanuel ha-Romi („Machberot Immanuel“).

Eine „Makame von der großen Korruption“ hat Friedrich Dürrenmatt in seine Komödie Der Mitmacher (UA 1973, Neufassung 1980) eingebaut.[1]

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • A. F. L. Beeston: The Genesis of the Maqāmāt Genre. In: Journal of Arabic Literature, Bd. 2, 1971, S. 1–12
  • Alain George: Orality, Writing and the Image in the Maqamat. (Arabic Illustrated Books in Context) Association of Art Historians, 2012, S. 10–37
  • H. Nemah: Andalusian "Maqāmāt". In: Journal of Arabic Literature, Bd. 5, 1974, S. 83–92

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Friedrich Dürrenmatt: Werkausgabe in siebenunddreißig Bänden, Band 14, Diogenes, Zürich 1998, S. 84-86.