Friedrich Rückert

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Friedrich Rückert, Stahlstich von seinem „lieben Freund und Kupferstecher“ Carl Barth nach einer Vorzeichnung aus dem Jahr 1843

Friedrich Johann Michael Rückert (* 16. Mai 1788 in Schweinfurt; † 31. Januar 1866 in Neuses (heute Teil von Coburg); Pseudonym Freimund Raimar, Reimar oder Reimer) war ein deutscher Dichter, Sprachgelehrter und Übersetzer sowie einer der Begründer der deutschen Orientalistik. Rückert beschäftigte sich mit mehr als 40 Sprachen und gilt als Sprachgenie.[1] Zu seinem Freundeskreis zählten der Dichter August von Platen, der Philosoph Friedrich von Schelling und der Universalgelehrte Johann Wilhelm Andreas Pfaff.[2] Rückert ist Namensgeber des Friedrich-Rückert-Preises und des Coburger Rückert-Preises.

Leben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

1788 bis 1818[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Geburtshaus Friedrich Rückerts in Schweinfurt
Tafel am Geburtshaus Friedrich Rückerts

Friedrich Rückerts Vater Johann Adam Rückert (* 3. Januar 1763 in Schwarzbach; † 30. Dezember 1835 in Schweinfurt), ein Rentbeamter, wurde 1792 nach Oberlauringen in Unterfranken versetzt. Die Eindrücke seiner dort verlebten Frühjugend hat Rückert in dem 1829 entstandenen Zyklus Erinnerungen aus den Kinderjahren eines Dorfamtmannssohns in poetisch-humoristischen Genrebildern dargestellt.

Nachdem er auf der Lateinschule in Schweinfurt die akademische Vorbildung erhalten hatte, begann er 1805 zunächst ein Studium der Rechte an der Universität Würzburg, wandte sich jedoch bald bis 1809 ausschließlich dem Studium der Philologie und Ästhetik zu. Während dieser Zeit war er auch beim Corps Franconia Würzburg aktiv.[3] Die Familie zog 1809 nach Ebern, wo Rückert im kommenden Jahrzehnt häufig zu Besuch war.

1810 wurde er in Hildburghausen in die Freimaurerloge Karl zum Rautenkranz aufgenommen. Nach einer kurzen Anstellung 1811 als Dozent in Jena und einer darauffolgenden, ebenfalls kurzen Beschäftigung als Gymnasiallehrer zog sich Rückert für eine Weile ganz von amtlicher Tätigkeit zurück und ließ sich als Privatgelehrter in Würzburg nieder. In den folgenden Jahren wechselte er seinen Wohnsitz häufig zwischen Würzburg, Hildburghausen und dem Elternhaus in Ebern.

Populär wurde Rückert zunächst mit seinen Geharnischten Sonetten, die er unter dem Pseudonym Freimund Raimar gegen die napoleonische Besatzung schrieb. Diese Sonette in vier Abteilungen wurden 1814 ohne Angabe von Verlag und Druckort veröffentlicht.

Rückert 1818 (Zeichnung von Franz Horny)

1815 ging Rückert auf Anregung des Ministers von Wangenheim nach Stuttgart, wo er die Redaktion des poetischen Teils des Cotta’schen Morgenblatts für gebildete Stände übernahm, den Kranz der Zeit (1817) und Napoleon, eine politische Komödie in zwei Stücken (1816–1818) erscheinen ließ. Er trug sich mit dem Plan einer Reihe von Hohenstaufenepopöen, den er später jedoch fallen ließ.

Im Herbst 1817 reiste Rückert nach Italien, wo er den größten Teil seiner Zeit Kontakt mit deutschen Künstlern pflegte, die sich in Rom aufhielten. Seit dem Italienaufenthalt war Rückert mit dem Zeichner und Kupferstecher Carl Barth befreundet. Die Redensart „Mein lieber Freund und Kupferstecher“ ist ein Rückert-Zitat.[4] Im Oktober 1818 fuhr er nach Wien, wo er bei Joseph von Hammer-Purgstall (1774–1856) Persisch lernte.

1819 bis 1866[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wohnhaus von Rückerts Eltern in Ebern
Rückerts Wohn- und Sterbehaus in Neuses, heute ein Stadtteil von Coburg
Das Goldberghaus, Rückerts Wirkungsstätte bei Neuses
Grabstätte Friedrich Rückerts in Neuses

Im Februar 1819 traf Rückert wieder in Ebern ein. Bis 1826 lebte er als Privatgelehrter vornehmlich in Ebern und Coburg. In dieser Zeit beschäftigte er sich unter anderem mit Teilübersetzungen des Koran, der Übersetzung der Hamasa des Abu Tamman (788–845) sowie der Herausgabe seines ersten großen Gedichtbandes Oestliche Rosen. Die mit Bezug auf den großen persischen Dichter Hafis entstandenen Gedichte erschienen 1822 als Antwort Rückerts auf Goethes West-östlichen Divan.

1821 zog er nach Neuses bei Coburg ins Haus des Archivars Fischer. Am 26. Dezember 1821 heiratete er dessen Tochter Luise Wiethaus-Fischer. Das Paar hatte zehn Kinder.

Rückert folgte 1826 einem Ruf als Professor der orientalischen Sprachen und Literaturen nach Erlangen.

Erschütternd sind seine Kindertodtenlieder, in denen er den frühen Tod (Winter 1833/1834) seiner beiden Lieblingskinder beklagt.

König Friedrich Wilhelm IV. von Preußen berief ihn 1841 nach Berlin und verlieh ihm am 31. Mai 1842 den preußischen Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste.[5] Dort wohnte er bis 1848 mit häufigen Unterbrechungen, da er sich dort wenig heimisch fühlte. Der König entließ ihn und gewährte ihm für den Rest seines Lebens die Hälfte seines bisherigen Gehaltes.[6] Ab 1848 wählte er seinen Ruhesitz in Neuses bei Coburg, wo er ein Gut besaß. Dort schuf er sich ein Refugium auf dem nahegelegenen Goldberg.

In den Jahrzehnten vor und nach der Berufung nach Berlin blieb Rückert gleich produktiv, wovon seine Haus- und Jahreslieder zeugen. 1846 erschien nach langjährigen Vorarbeiten die Hamasa.

Seit 1846 entstand in den beiden Altersjahrzehnten das von ihm so genannte Liedertagebuch, mehrere 1000 Gedichte mit zumeist autobiographischem Hintergrund. Von diesen Gedichten veröffentlichte Rückert selbst kaum etwas.[7]

Friedrich Rückerts Grab befindet sich neben der Dorfkirche von Neuses.

Sprachen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mit folgenden 44 Sprachen hat sich Friedrich Rückert übersetzend, lehrend oder sprachwissenschaftlich beschäftigt.[8]

Auszeichnungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Rückert war außerdem ab 1832 korrespondierendes und ab 1859 auswärtiges Mitglied der Bayerischen Akademie der Wissenschaften.

Nachleben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Denkmal in Coburg-Neuses
Rückert-Denkmal in Schweinfurt
Rückert-Brunnen im Schlossgarten von Erlangen

Nachlass[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein großer Teil von Rückerts umfangreichem Nachlass befindet sich im Schweinfurter Stadtarchiv.[10][11] Die Universitäts- und Landesbibliothek Münster bewahrt seit 1922 einen Großteil des orientalistischen Nachlasses.[12] Weitere Teile des Nachlasses sind auf mehrere Standorte verteilt, z. B. Berlin, Marbach, Weimar und Wien.[13]

Vertonungen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Viele Gedichte von Rückert sind als Lieder vertont worden.[14] Sehr bekannt ist die Vertonung der Kindertotenlieder und der Fünf Rückertlieder durch Gustav Mahler. Bereits 1859 vertonte Robert Radecke das Gedicht Aus der Jugendzeit.[15]

Auch andere Komponisten wie Franz Schubert, Robert Schumann, Clara Schumann, Johannes Brahms, Carl Loewe, Heinrich Kaspar Schmid, Richard Strauss und Felix Draeseke vertonten Texte von Rückert. Der Komponist Heinrich Kaspar Schmid vertonte in op. 8 So wandl' ich in Gedanken für Bariton und Klavier. Im Liederspiel zur Laute, oder auch Klavier op. 31 vertonte er sieben Lieder (Hüter, spät und früh; Im Frühling; Die nickende Mutter; Liebe im Kleinen; Lockvogel; All Liebe; Herbsthauch). 1993 vertonte Anne Clark mehrere Gedichte Rückerts (u. a. Ich bin der Welt abhanden gekommen) in ihrem Album The law is an Anagram of Wealth.

Bildnisse[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Bildnisse von Friedrich Rückert haben unter anderem Carl Barth (siehe Bild oben), Bertha Froriep (siehe Bild unten) und Carl August Hohnbaum (1825–1867) angefertigt.[16]

Denkmäler[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Es existieren mehrere öffentliche Denkmäler des Dichters an den Orten seiner Lebensstationen,[17] z. B. in Coburg und Schweinfurt.

Am 28. Oktober 1869 wurde im Garten von Rückerts Haus in Neuses, im späteren Rückert-Park, ein Rückert-Denkmal enthüllt: eine überlebensgroße Büste aus Carrara-Marmor, geschaffen vom Hofbildhauer Ferdinand Müller aus Meiningen, auf einem Syenitsockel.[18] Das Modell zu dieser Büste hatte der Bildhauer Carl Ernst Conrad aus Hildburghausen bereits 1844 in der Berliner Akademieausstellung ausgestellt. Später war das Modell in den Besitz des bayerischen Königs gelangt.

In Schweinfurt, dem Geburtsort des Dichters, wurde auf dem Marktplatz am 18. Oktober 1890 ein Denkmal enthüllt, das Rückert in einem Lehnstuhl sitzend darstellt. Zu seinen Füßen ruhen zwei weibliche Figuren, die als Allegorien für Rückerts Gedichtzyklen Geharnischte Sonette und Die Weisheit des Brahmanen stehen.[19] Friedrich von Thiersch entwarf die architektonischen Teile, der Bildhauer Wilhelm von Rümann gestaltete die plastischen Teile. Der Bronzeguss wurde von der Münchener Erzgießerei Wilhelm Rupp ausgeführt.

Auf dem Berliner Kreuzberg ist eine Herme Rückerts zu finden, die der Berliner Bildhauer Ferdinand Lepcke im Jahr 1899 gepickelt hat. Der Kopf des Dichters ist ein wenig nach rechts gewandt. In der linken Hand hält er ein offenes Schreibheft, in der rechten einen Federkiel. Am Fuße des Sockels steht ein Leier spielender Putto.

Das Brunnen-Denkmal im Erlanger Schlossgarten wurde 1904 in gedrungenen Jugendstilformen errichtet.

Das seit Mai 2017 geöffnete Friedrich-Rückert-Poetikum[20] in Oberlauringen erinnert an seine, von 1793 bis 1803 dort verbrachte Kindheit als Dorfamtmannssohn.

Rückert als Namensgeber[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Stadt Schweinfurt vergibt seit 1965 den Friedrich-Rückert-Preis. Seit 2008 vergibt die Stadt Coburg den Coburger Rückert-Preis.

In Berlin-Schöneberg trägt das Rückert-Gymnasium seinen Namen, in Ebern und Düsseldorf gibt es jeweils ein Friedrich-Rückert-Gymnasium.

In vielen Städten in ganz Deutschland wurden Straßen nach Rückert benannt, so z. B. zwei Straßen in Berlin-Charlottenburg und Berlin-Steglitz (der Tümpel am Gustav-Mahler-Platz in Berlin-Steglitz unweit der dortigen Rückertstraße ist auf dem Stadtplan als Rückertteich vermerkt). Dem Gedenken Rückerts war nach 1892 auch der Name einer vier Kilometer langen Straße in Berlin-Köpenick gewidmet; seit 1939 heißt sie Wendenschloßstraße.[21] Weitere Rückertstraßen gibt es unter anderem in Bayreuth, Bremen, Düsseldorf, Köln, München und Stuttgart.

Sonstiges[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Zum 150. Todestag Rückerts fanden in Rückerts Geburtsstadt Schweinfurt unter dem Titel „Der Weltpoet. Rückertjahr 2016“ Ausstellungen und Veranstaltungen statt.[22]

Werke (Auswahl)[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Friedrich Rückert, Bildnis von Bertha Froriep 1864
  • Geharnischte Sonette [unter dem Pseudonym Freimund Raimar], 1814 [Heidelberg, Engelmann].
  • Kranz der Zeit, Stuttgart 1817.
  • Napoleon, eine politische Komödie in zwei Stücken, Stuttgart 1816–1818.
  • Oestliche Rosen, Leipzig: Brockhaus, 1822.
  • Die Verwandlungen des Ebu Seid von Serûg oder die Makâmen des Hariri, in freier Nachbildung.
    • Teil 1. Stuttgart und Tübingen: Johann Friedrich Cotta 1826.
    • 2., vervollständigte Auflage, 2 Bde., Stuttgart und Tübingen: Johann Friedrich Cotta 1837.
  • Die Weisheit des Brahmanen. Ein Lehrgedicht in Bruchstücken (Digitalisat und Volltext im Deutschen Textarchiv: Band 1, 1836, Band 2, 1837, Band 3, 1837, Band 4, 1838, Band 5, 1839, Band 6, 1839)
  • Rostem und Suhrab. Eine Heldengeschichte in 12 Büchern, Erlangen: Theodor Bläsing 1838.
  • Hamâsa oder die ältesten arabischen Volkslieder, gesammelt von Abu Temmâm, übersetzt und erläutert von Friedrich Rückert, 2 Bde., 1846.
  • Firdosi’s Königsbuch (Schahname) / übers. von Friedrich Rückert. Aus dem Nachlass hrsg. von E. A. Bayer
    • Sage I–XIII Berlin: Reimer, 1890 LII, 439 S.
    • Sage XV–XIX Berlin: Reimer, 1894 X, 590 S.
    • Sage XX–XXVI. Nebst einem Anhang: Rostem und Suhrab im Nibelungenmaß. Alexander und der Philosoph. Reimer, Berlin 1895, XI + 367 S.
  • Der Koran, in der Übersetzung von Friedrich Rückert, herausgegeben von Hartmut Bobzin, mit erklärenden Anmerkungen von Wolfdietrich Fischer. Ergon, Würzburg 2000.
  • Im Evangelischen Gesangbuch (Nr. 14) ist das Adventslied Dein König kommt in niedern Hüllen abgedruckt. Das Lied wurde 1834 erstmals veröffentlicht. Die Melodie stammt von Johannes Zahn.
  • Gedichte (Auswahl):[23]
  • Abendlied (Ich stand auf Berges Halde)
  • Vom Bäumlein, das andre Blätter hat gewollt
  • Chidher (Chidher, der ewig junge, sprach)
  • Herbstlieder 2 (Herz, nun so alt und noch immer nicht klug)
  • Aus der Jugendzeit, aus der Jugendzeit
  • Kehr ein bei mir (Du bist die Ruh, der Friede mild)
  • Alles Klagen frommt nicht (aus den Kindertotenliedern)
  • Mitternacht (Um Mitternacht hab ich gewacht)[24]
  • Liebst du um Schönheit, vertont von Gustav Mahler
Siehe auch: Ghasel

Ausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Im 19. Jahrhundert sind mehrere Auswahlausgaben erschienen, die als Leseausgaben noch immer eine gewisse Bedeutung haben. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts sind einige seiner Übersetzungen aus dem Nachlass herausgegeben worden. Rückerts Werke wurde in 20 Sprachen übersetzt.

Seit 1998 erscheint die Historisch-kritische Ausgabe in Einzelbänden.

Werkausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Friedrich Rückerts Werke. Historisch-kritische Ausgabe. ›Schweinfurter Edition‹. Begründet von Hans Wollschläger † und Rudolf Kreutner. Hg. von Rudolf Kreutner, Claudia Wiener und Hartmut Bobzin. Göttingen: Wallstein 1998ff.; bislang 11 Bände in 14 Einzelbänden (Stand Oktober 2015, sortiert nach den Bandnummern, die den Entstehungszeitraum angeben, ggf. mit nachfolgender Ordnungsnummer):
    • Zeitgedichte und andere Texte der Jahre 1813 bis 1816. Bearbeitet von Claudia Wiener und Rudolf Kreutner, 2009 (= Werke 1813–1816.1/2).
    • Gedichte von Rom, 2000 (= Werke 1817–1818).
    • Kindertodtenlieder und andere Texte des Jahres 1834. Bearbeitet von Hans Wollschläger und Rudolf Kreutner, 2007 (= Werke 1834).
    • Die Weisheit des Brahmanen, 1998 (= Werke 1835–1836.1/2).
    • Liedertagebuch I/II, 1846–1847, 2001 (= Werke 1846–1847.1).
    • Hamâsa oder die ältesten arabischen Volkslieder, gesammelt von Abu Temmâm, übersetzt und erläutert von Friedrich Rückert. Bearbeitet von Wolfdietrich Fischer, 2004 (= Werke 1846–1847.2/3).
    • Liedertagebuch III/IV, 1848–1849, 2002 (= Werke 1848–1849).
    • Liedertagebuch V/VI, 1850–1851, 2003 (= Werke 1850–1851.1).
    • Saadi's Bostan. Aus dem Persischen übersetzt von Friedrich Rückert. Bearbeitet von Jörn Steinberg, Jalal Rostami Gooran, Annemarie Schimmel und Peter-Arnold Mumm, 2013 (= Werke 1850–1851.2).
    • Liedertagebuch VII-IX, 1852–1854, 2007 (= Werke 1852–1854.1).
    • Liedertagebuch X, 1855, 2015 (= Werke 1855.1).
  • Conrad Beyer (Hrsg.): Friedrich Rückerts Epische Dichtungen. Max Hesse, Leipzig o. J. (um 1900).

Einzelausgaben[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Hartmut Bobzin (Hrsg.): Der Koran in der Übersetzung von Friedrich Rückert. 4. Aufl., Würzburg 2001.
  • Hans Wollschläger (Hrsg.): Kindertodtenlieder. (1993 auch als insel taschenbuch 1545)

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Jahrbuch der Rückert-Gesellschaft. Zuletzt ist Band 17 (2006/2007) 2008 erschienen (Stand 2008).
  • Rückert, 1) Friedrich. In: Meyers Konversations-Lexikon. 4. Auflage. Band 14, Verlag des Bibliographischen Instituts, Leipzig/Wien 1885–1892, S. 6–7.
  • Mahmoud Al-Ali: Rückerts patriotische Dichtungen. Eine Untersuchung der „Geharnischten Sonette“. In: Kairoer Germanistische Studien, 14, 2004, S. 45–63.
  • Hartmut Bobzin: Friedrich Rückert (1788–1866) und die türkische Sprache und Literatur. In: Klaus Kreiser (Hrsg.): Germano-Turcica. Zur Geschichte des Türkisch-Lernens in den deutschsprachigen Ländern, Universitätsbibliothek Bamberg, Bamberg 1987, ISBN 3-923507-06-2, S. 69–78.
  • Robert Boxberger: Rückert, Friedrich. In: Allgemeine Deutsche Biographie (ADB). Band 29, Duncker & Humblot, Leipzig 1889, S. 445–453.
  • Ralf Georg Czapla: „... euer Leben fort zu dichten.“ Friedrich Rückerts „Kindertodtenlieder“ im literatur- und kulturgeschichtlichen Kontext (= Rückert-Studien. Bd. 21). Ergon-Verlag, Würzburg 2016, ISBN 978-3-95650-123-4.
  • Richard Dove: Rückert, (Johann Michael) Friedrich. In: Walther Killy (Hrsg.): Literatur-Lexikon. Band 10. Bertelsmann, Gütersloh / München 1991, S. 59–61.
  • Albert Duncker: F. Rückert als Professor am Gymnasium zu Hanau. Eine Episode aus den Wanderjahren des Dichters. 2. Aufl. Wiesbaden 1880.
  • Jürgen Erdmann (Hrsg.): 200 Jahre Friedrich Rückert. Katalog der Ausstellung. Coburg 1988.
  • Wolfdietrich Fischer, Rainer Gömmel (Hrsg.): Friedrich Rückert. Dichter und Sprachgelehrter in Erlangen. Degener, Neustadt/Aisch 1990, ISBN 3-7686-9105-5
  • Bernd-Ingo Friedrich: Beiläufiges zur Wahrnehmung Chinas in der Literatur des Biedermeier. OSTASIEN Verlag. Gossenberg 2016. (Reihe Gelbe Erde 12.) ISBN 978-3-946114-35-2. (Vgl. besonders S. 34–45.)
  • Johannes Koder: Friedrich Rückert und Byzanz. Der Gedichtzyklus „Hellenis“ und seine byzantinischen Quellenvorlagen. In: Rückert-Studien IV, Schweinfurt 1982, 1–117.
  • Rudolf Kreutner: Friedrich Rückert Briefe. Neufunde und Nachträge 1996–2005. In: Jahrbuch der Rückert-Gesellschaft, 16, 2004/2005, S. 65 ff.
  • Rudolf Kreutner: Rückert, Johann Michael Friedrich. In: Neue Deutsche Biographie (NDB). Band 22, Duncker & Humblot, Berlin 2005, ISBN 3-428-11203-2, S. 208–210 (Digitalisat).
  • Hermann Leupold: Friedrich Rückert. Ein Gedenkblatt zum 200. Geburtstag des Dichters und Gelehrten am 16. Mai 1988. In: Einst und Jetzt, Bd. 33, 1988, S. 105–132.
  • Eckhard Meise: Friedrich Rückert in Hanau. In: Neues Magazin für Hanauische Geschichte 2016, S. 128-139.
  • Ingo Müller: Dichtung und Musik im Spannungsfeld zwischen Vermittlung und Unmittelbarkeit. Gustav Mahlers „Fünf Lieder nach Texten von Friedrich Rückert“. In: Gustav Mahler: Lieder (= Musik-Konzepte Neue Folge, hrsg. von Ulrich Tadday, H. 136), München 2007, S. 51–76.
  • Reuter: F. Rückert in Erlangen. Hamburg 1888.
  • Friedrich Rückert. In: Ulrich Thieme (Hrsg.): Allgemeines Lexikon der Bildenden Künstler von der Antike bis zur Gegenwart. Begründet von Ulrich Thieme und Felix Becker. Band 7: Cioffi–Cousyns. E. A. Seemann, Leipzig 1912, S. 309 (archive.org).
  • Max-Rainer Uhrig (Hrsg.): Gestörte Idylle. Vergleichende Interpretationen zur Lyrik Friedrich Rückerts. Würzburg: Ergon Verlag 1995.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Wikisource: Friedrich Rückert – Quellen und Volltexte
 Commons: Friedrich Rückert – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelne Werke

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Annemarie Schimmel: Friedrich Rückert. Lebensbild und Einführung in sein Werk. Wallstein Verlag, 2015, Abschnitt Das Werk des gelehrten Dichters. Schimmel zitiert zustimmend Theodor Benfeys Bewertung, man dürfe Rückert „als ein großartiges, aber höchst eigentümliches Sprachgenie bezeichnen“.
  2. Stadtmuseum Erlangen: Der Weltpoet. Friedrich Rückert (1788–1866): Dichter, Orientalist, Zeitkritiker. Prospekt zur Ausstellung vom 24. Juli bis 26. Dezember 2016.
  3. Kösener Korps-Listen 1910, 202, 26
  4. Deutsche Welle: Scholli und seine Freunde
  5. Orden Pour le Mérite für Wissenschaften und Künste, Band I: Die Mitglieder des Ordens v. 1842–1881. Gebr. Mann-Verlag, Limburg, S. 86.
  6. Rudolph Genée: Zeiten und Menschen – Erlebnisse und Meinungen. Mittler und Sohn, Berlin 1897, S. 175.
  7. Vgl. den Editorischen Bericht von Kreutner/Wollschläger in Liedertagebuch I/II, 2001, S. 375ff.
  8. Jürgen Erdmann (Hrsg.): 200 Jahre Friedrich Rückert. Katalog der Ausstellung, Coburg 1988. S. 22.
  9. http://www.coburg.de/startseite/Verwaltung-Politik/Stadtpolitik/Auszeichnungen-und-Ehrungen-der-Stadt-Coburg/Ehrenbuerger.aspx
  10. Sammlung Rückert im Stadtarchiv Schweinfurt schweinfurt.de
  11. Die Friedrich-Rückert-Autographen im Stadtarchiv Schweinfurt Harald Fischer Verlag
  12. Der orientalische Nachlass Friedrich Rückerts uni-muenster.de
  13. Nachlass Rückerts in Bibliotheken und Archiven
  14. Vertonungen Rückertscher Gedichte deutscheslied.com
  15. Karin Vorderstemann: Aus der Jugendzeit (2009). In: Populäre und traditionelle Lieder. Historisch-kritisches Liederlexikon.
  16. Erich Schneider: … wie eine Schleiereule. In: Jahrbuch der Rückert-Gesellschaft, Band 14 (2002, 2003 erschienen), S. 7 ff.
  17. Angaben zu den Denkmälern aus dem Denkmal-Zentralregister des Preußischen Denkmal-Institutes e. V.
  18. Rolf Selbmann: Friedrich Rückert und sein Denkmal. Königshausen & Neumann, Würzburg 1989, S. 34.
  19. Die Gestalten sind durch Inschriften am Denkmal selbst ausgewiesen.
  20. Friedrich-Rückert-Poetikum
  21. Rückertstraße. In: Straßennamenlexikon des Luisenstädtischen Bildungsvereins
  22. http://www.rueckert-weltpoet.de
  23. Rückert brachte annähernd 25000 Gedichte zu Papier.
  24. Die obigen acht Gedichte sind aus: Echtermeyer, Deutsche Gedichte. Von den Anfängen bis zur Gegenwart. Neugestaltet von Benno von Wiese, August Bagel Verlag, Düsseldorf 1960 (491.–525. Tausend), ohne ISBN