Mexikanischer Blattpfeffer

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Mexikanischer Blattpfeffer
Starr 021122-0002 Piper auritum.jpg

Mexikanischer Blattpfeffer (Piper auritum)

Systematik
Magnoliids
Ordnung: Pfefferartige (Piperales)
Familie: Pfeffergewächse (Piperaceae)
Unterfamilie: Piperoideae
Gattung: Pfeffer (Piper)
Art: Mexikanischer Blattpfeffer
Wissenschaftlicher Name
Piper auritum
Kunth

Der Mexikanische Blattpfeffer (Piper auritum), auch Makulan (Maya-Sprache) oder Ohrenpfeffer, ist eine Pflanze aus der Familie der Pfeffergewächse (Piperaceae) mit großen, wohlriechenden Blättern.

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Der Mexikanische Blattpfeffer ist ein bis zu fünf Meter hoher Strauch oder Baum mit ca. 30 cm großen, herzförmigen Blättern, die vor allem unterseits leicht behaart sind und oft kleine Tröpfchen Harz abscheiden. Die winzigen crèmeweißen Blüten stehen dichtgedrängt in 20 cm langen, aufwärtsgerichteten Ähren. Die Pflanze vermehrt sich vorwiegend durch Ableger.

Vorkommen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pflanze ist im tropischen Mittelamerika heimisch. Sie kommt ursprünglich vor im südlichen Mexiko, in Guatemala, El Salvador, Honduras, Belize, Nicaragua, Costa Rica, Panama und Kolumbien.[1] Auf Kuba und vielleicht auch auf Jamaica ist sie ein Neophyt.[1]

Aroma und Inhaltsstoffe[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die frischen Pfeffer verströmen ein würziges Anisaroma, das auf das Phenylpropanoid Safrol zurückzuführen ist. Die Giftigkeit des Safrols macht den Einsatz dieses exotischen Gewürzes gesundheitlich bedenklich.

Verwendung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Die Pfefferblätter sind ein altes mesoamerikanisches Heil- und Gewürzkraut. Sie wurden in Form von Räucherwerk auch zu aztekischen Riten verwendet, wovon sich der heutige mexikanische Name hoja santa (heiliges Blatt) herleitet.

In der mexikanischen Volksmedizin dienen die Blätter äußerlich zur Wundbehandlung, innerlich als Mittel gegen Fieber und Durchfall.

In der mexikanischen Küche, besonders in Südmexiko, werden häufig Fleischstücke oder gefüllte Maismehlklöße (tamales) in die Blätter eingewickelt und geschmort bzw. gedämpft. Dabei geben die Blätter ihr Aroma an das Gargut ab. In Oaxaca bereitet man auch Soßen aus pürierten Pfefferblättern zu (mole verde).

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b Piper im Germplasm Resources Information Network (GRIN), USDA, ARS, National Genetic Resources Program. National Germplasm Resources Laboratory, Beltsville, Maryland. Abgerufen im 3. Juni 2018.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

 Commons: Piper auritum – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien