Maltulose

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Strukturformel
Strukturformel von Maltulose
β-D-Maltulose
Allgemeines
Name Maltulose
Andere Namen
  • (3S,4R,5R)-1,3,5,6-Tetrahydroxy-4-[(2R,3R,4S,5S,6R)-3,4,5-trihydroxy-6-(hydroxymethyl)oxan-2-yl]oxyhexan-2-on
  • 1-α-D-Glucopyranosyl-4-D-fructofuranose
Summenformel C12H22O11
CAS-Nummer 17606-72-3
PubChem 87177
Kurzbeschreibung

weißer, kristalliner Feststoff[1]

Eigenschaften
Molare Masse 342,12 g·mol−1
Aggregatzustand

fest[1]

Schmelzpunkt

125 °C (als Monohydrat Zersetzung)[1]

Löslichkeit

löslich in Wasser[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung [1]
keine GHS-Piktogramme
H- und P-Sätze H: keine H-Sätze
P: keine P-Sätze [1]
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.
Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Die Maltulose (nicht zu verwechseln mit der Maltose) ist eine natürlich vorkommende chemische Verbindung aus der Gruppe der reduzierenden Disaccharide. Diese besteht aus Glucose und Fructose, die über eine glycosidische Bindung verknüpft sind. Die chemische Bezeichnung lautet 1-α-D-Glucopyranosyl-4-D-fructofuranose. Die Maltulose kommt beispielsweise neben dem Isomer Isomaltulose in Bienenhonig und in Bier vor.

Gewinnung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Ein Verfahren zur Gewinnung von Maltulose aus dem α-Amylase-Hydrolysat von Maisstärke ist beschrieben.[2]

Qualitätsindikator in Lebensmitteln[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Wenn Lebensmittel bei der Zubereitung hohen Temperaturen ausgesetzt sind, wandelt sich Maltose in Maltulose um. Geringe Gehalte an Maltulose und ein hohes Verhältnis von Maltose zu Maltulose deuten auf ein schonendes Zubereitungsverfahren ohne hohe Temperaturen hin.[3][4]

Quellen[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b c d e f g Datenblatt Maltulose (Monohydrat) bei AlfaAesar, abgerufen am 23. März 2010 (JavaScript erforderlich).
  2. M. M. Radomski, M. D. Smith: Isolation of Maltulose from α-Amylase Hydrolysates of Waxy Corn Starch. In: Cereal Chemistry, 39 (1962) 30.
  3. V. Morales, A. Olano, N. Corzo: Ratio of maltose to maltulose and furosine as quality parameters for infant formula, Journal of Agricultural and Food Chemistry 52 (2004) 6732–6736.
  4. J. L. Garcia-Banos, N. Corzo, M. L. Sanz, A. Olano: Maltulose and furosine as indicators of quality of pasta products, Food Chemistry 88 (2004) 35–38.

Siehe auch[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]