Mammillaria evermanniana

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Mammillaria evermanniana
Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cacteae
Gattung: Mammillaria
Art: Mammillaria evermanniana
Wissenschaftlicher Name
Mammillaria evermanniana
(Britton & Rose) Orcutt

Mammillaria evermanniana ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mammillaria in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton ehrt den Direktor des Museums der Kalifornischen Akademie der Wissenschaften Barton Warren Evermann (1853–1932), der die wissenschaftliche Expedition in den Golf von Kalifornien 1921 geleitet hat.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria evermanniana wächst meist einzeln. Die kugeligen bis kurz und dick zylindrischen Triebe sind hellgrün. Sie werden 5 bis 7 Zentimeter im Durchmesser groß. Die konisch geformten Warzen sind ohne Milchsaft. Die Axillen sind besonders im jungen Zustand dicht bewollt und mit Borsten besetzt. Die 3 Mitteldornen stehen manchmal fast ab. Sie sind weiß mit dunkler Spitze und bis zu 1 Zentimeter lang. Die 12 bis 15 Randdornen sind nadelig weiß mit dunkler Spitze und 0,8 bis 1 Zentimeter lang.

Die gelblich cremefarbenen Blüten mit grünlichem Ton und zuweilen rosabräunlichen Mittelstreifen werden bis zu 1 Zentimeter lang wie auch im Durchmesser groß. Die roten Früchte enthalten braune Samen.

Die Art ist eng mit Mammillaria johnstonii verwandt.[2]

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria evermanniana ist im mexikanischen Bundesstaat Baja California Sur auf der Isla Cerralvo in der See von Cortés verbreitet.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1923 als Neomammillaria evermanniana durch Nathaniel Lord Britton und Joseph Nelson Rose.[1] Charles Russell Orcutt stellte die Art 1926 zu Mammillaria.[3]

Synonyme sind folgende beschriebenen Arten und Varietäten:
Neomammillaria evermanniana Britton & Rose (1923), Mammillaria sonorensis var. evermanniana (Britton & Rose) Kuhn (1980, nom. inval. ICBN-Artikel 33.3) und Mammillaria nolascana Radley (1940, nom. inval. ICBN-Artikel 34.1a).

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d. h. als nicht gefährdet geführt.[4]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  • Edward F. Anderson: Das große Kakteen-Lexikon. 2. Auflage. Eugen Ulmer KG, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5964-2, S. 380–381.
  • Ulises Guzmán, Salvador Arias, Patricia Dávila: Catálogo de cactáceas mexicanas. Universidad Nacional Autónoma de México, Mexiko-Stadt 2003, ISBN 970-9000-20-9, S. 124.

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. a b N. L. Britton, J. N. Rose: The Cactaceae. Descriptions and Illustrations of Plants of the Cactus Family. Band VI. The Carnegie Institution of Washington, Washington 1923, S. 97 (online).
  2. J. Lüthy: Taxonomische Untersuchung der Gattung Mammillaria, Sonderheft des Arbeitskreises für Mammillarienfreunde (AfM), Frankenthal 1995
  3. Cactography. National City and San Diego, CA 1926, S. 7.
  4. Mammillaria evermanniana in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: León de la Luz, J.L., Gómez-Hinostrosa, C. & Hernández, H.M., 2012. Abgerufen am 27. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]