Mammillaria saboae

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Zur Navigation springen Zur Suche springen
Mammillaria saboae
Mammillaria saboae subsp. haudeana

Mammillaria saboae subsp. haudeana

Systematik
Ordnung: Nelkenartige (Caryophyllales)
Familie: Kakteengewächse (Cactaceae)
Unterfamilie: Cactoideae
Tribus: Cacteae
Gattung: Mammillaria
Art: Mammillaria saboae
Wissenschaftlicher Name
Mammillaria saboae
Glass

Mammillaria saboae ist eine Pflanzenart aus der Gattung Mammillaria in der Familie der Kakteengewächse (Cactaceae). Das Artepitheton ehrt die US-amerikanische Kakteensammlerin Kathryn Sabo (* 1917) aus Woodland Hills.[1]

Beschreibung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria saboae wächst einzeln oder auch kleine Gruppen bildend mit fleischigen Wurzeln. Die eiförmigen, grünen Triebe sind 1 bis 4 Zentimeter lang und haben dabei einen Durchmesser von 1 bis 3,5 Zentimeter. Die kleinen Warzen sind leicht gerundet, glatt und führen keinen Milchsaft. Die Axillen sind nackt. Die Mitteldornen fehlen. Selten wurde ein Mitteldorn mit einer Länge von 2 Millimeter beobachtet. Die 17 bis 45 Randdornen sind sehr schlank, glasig weiß, basal gelb und zum Teil leicht gebogen. Sie werden bis zu 2 Millimeter lang.

Die trichterigen Blüten sind rosa. Sie werden bis zu 6,5 Zentimeter lang mit einem eben so großen Durchmesser. Die Früchte sind im Pflanzenkörper eingesenkt. Sie enthalten schwarze Samen.

Verbreitung, Systematik und Gefährdung[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Mammillaria saboae ist in den mexikanischen Bundesstaaten Chihuahua, Sonora und Durango verbreitet.

Die Erstbeschreibung erfolgte 1966 durch Charles Edward Glass.[2]

Es werden folgende Unterarten unterschieden:

Mammillaria saboae subsp. roczekii (gepfropfte Pflanze)
  • Mammillaria saboae subsp. goldii (Glass & R.A.Foster) D.R. Hunt:
    Die Erstbeschreibung erfolgte 1968 als Mammillaria goldii durch Charles Edward Glass und Robert Alan Foster.[3] David Richard Hunt stellte die Art 1997 als Unterart zu Mammillaria saboae.[4] Synonyme sind Mammillaria saboae var. goldii (Glass & R.A.Foster) Glass & R.A.Foster (1979) und Cochemiea saboae subsp. goldii (Glass & R.A.Foster) Doweld (2000). Die Unterart kommt vorwiegend solitär vor. Sie hat 34 bis 45 Randdornen.
  • Mammillaria saboae subsp. haudeana (A.B.Lau & K.Wagner) D.R. Hunt:
    Die Erstbeschreibung erfolgte 1978 als Mammillaria haudeana durch Alfred Bernhard Lau und Klaus Wagner.[5] David Richard Hunt stellte die Art 1998 als Unterart zu Mammillaria saboae.[6] Synonyme sind Mammillaria saboae var. haudeana (A.B.Lau & K.Wagner) Glass & R.A.Foster (1979), Mammillaria saboae f. haudeana (A.B.Lau & K.Wagner) D.R. Hunt (1978) und Cochemiea saboae subsp. haudeana (A.B.Lau & K.Wagner) Doweld (2000). Die Unterart wird doppelt so groß wie die Nominatform. Sie wächst in Gruppen und hat 18 bis 27 Randdornen.
  • Mammillaria saboae subsp. roczekii Rischer & Wolfg.Krüger:
    Die Erstbeschreibung erfolgte 2003 durch Wolfgang Krüger und Werner Rischer.[7] Die Unterart hat stark verdickte, rübige Wurzeln. Die Triebe sind flachrund und sprossend.
  • Mammillaria saboae subsp. saboae:
    Ein Synonyme ist Cochimea saboae (Glass) Doweld (2000). Die Nominatform wächst stark sprossend den Scheitel völlig bedeckt mit Dornen. Sie hat 17 bis 25 Randdornen und Blüten mit 4 Zentimeter Länge und Durchmesser.

In der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN wird die Art als „Least Concern (LC)“, d. h. als nicht gefährdet geführt.[8]

Nachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

  1. Urs Eggli, Leonard E. Newton: Etymological Dictionary of Succulent Plant Names. Birkhäuser 2004, ISBN 3-540-00489-0, S. 211.
  2. Cactaceas y suculentas mexicanas. Jg. 11, 1966, S. 55.
  3. Cactus and Succulent Journal. Jg. 40, Los Angeles 1968, S. 151.
  4. D. R. Hunt: Mammillaria Postscripts. Band 6, 1997, S. 5.
  5. A. B. Lau und K. Wagner: Mammillaria haudeana spec. nov. In: Kakteen/Sukkulenten. Jg. 29, Heft 11, Berlin 1978, S. 253.
  6. D. R. Hunt: Mammillaria Postscripts. Band 7, 1998, S. 3.
  7. Wolfgang Krüger, Werner Rischer: In: Mitteilungsblatt des Arbeitskreises für Mammillarienfreunde. Jg. 27, Heft 2, 2003, S. 50–51.
  8. Mammillaria saboae in der Roten Liste gefährdeter Arten der IUCN 2013.2. Eingestellt von: Van Devender, T. & Reina, A.L., 2010. Abgerufen am 25. Dezember 2013.

Weblinks[Bearbeiten | Quelltext bearbeiten]

Commons: Mammillaria saboae – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien